KlartextKönig
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Lindsey Vonn will trotz schweren Verletzung an der olympischen Abfahrt teilnehmen. Das erste Training lief reibungslos. Wie ist das nur Tage nach einem frischen Kreuzbandriss möglich? Die US-Amerikanerin ist bekannt für ihre Ausnahmeltalent im Skisport und gilt als eine der Gold-Favoritinnen für die Abfahrtsrennen in Italien.
Beim Weltcup in Crans-Montana stürzte Vonn schwer. Der Ski-Star rutschte in ein Fangnetz, schaffte es nur zögerlich wieder auf die Beine und ans Ende der Piste. Währenddessen hielt Vonn sich das linke Knie fest. Kurz nach dem Rennen brachte sie einen Helikopter zur Klinik.
Vonn teilte nach einem Pressemeeting mit, dass sie bei ihrem Vorfall ihr vordes Kreuzband gerissen hatte. Doch an Pause ist für die Rennfahrerin nicht zu denken. Sie will bei der olympischen Abfahrt am Sonntag starten. Auch der Start im Super-G und in der Team-Kombination schloss sie nicht aus.
Das ist nicht das erste Mal, dass Vonn schwer verletzt wurde. Sie fährt seit 2024 mit einer Teilprothese im rechten Knie. Bei ihrem ersten Abfahrtstraining am 6. Februar bewies sie jedoch, dass eine Abfahrt möglich ist. Die US-Amerikanerin hat ihr Knie nun einem Belastungstest unterzogen. "Ich muss die Abfahrtstrainings abwarten", sagte sie noch Mitte der Woche. "Das Knie könnte instabil sein."
Vonn fährt mit einer speziellen Kniebandage, die das Knie zwar nicht wie ein Kreuzband stabilisieren kann, aber zumindest etwas dabei helfen wird. Ihre durch das jahrzehntelange Skifahren gut trainierte Beinmuskulatur kann das Knie zusätzlich halten.
Trotzdem erreichen die Skirennfahrerinnen Geschwindigkeiten von über 130 Kilometern pro Stunde. Bei einer falschen Bewegung oder Unaufmerksamkeit kann das lose Konstrukt zusammenbrechen und zu einem erneuten Sturz oder schlimmen Folgeverletzungen führen.
Vonn ist sich der enormen Belastung bewusst, die sie aufträgt. "Ich weiß, wie meine Chancen vor dem Unfall ausgesehen haben", sagte sie. "Mir ist auch bewusst, dass sie heute nicht mehr dieselben sind." Trotzdem hat sie einen großen Vorteil: Die Piste, auf der das Rennen stattfindet, ist die Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo. Dort feierte sie bereits zwölf Weltcupsiege.
Der Fall Vonn ist eine Ausnahme und kein Vorbild für andere Sportler. Eine Endoprothese wird primär nicht implantiert, um sportliche Höchstleistungen zu ermöglichen, sagte Professor Georgi Wassilew, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin an der Universitätsmedizin Greifswald.
Dennoch kann der Fall vielen Mut machen. "Der Fall Vonn ist ein Mutmacher für Patientinnen und Patienten", sagte Christoph Becher, Vorsitzender des Komitees für Endoprothetik der Deutschen Kniegesellschaft.
Beim Weltcup in Crans-Montana stürzte Vonn schwer. Der Ski-Star rutschte in ein Fangnetz, schaffte es nur zögerlich wieder auf die Beine und ans Ende der Piste. Währenddessen hielt Vonn sich das linke Knie fest. Kurz nach dem Rennen brachte sie einen Helikopter zur Klinik.
Vonn teilte nach einem Pressemeeting mit, dass sie bei ihrem Vorfall ihr vordes Kreuzband gerissen hatte. Doch an Pause ist für die Rennfahrerin nicht zu denken. Sie will bei der olympischen Abfahrt am Sonntag starten. Auch der Start im Super-G und in der Team-Kombination schloss sie nicht aus.
Das ist nicht das erste Mal, dass Vonn schwer verletzt wurde. Sie fährt seit 2024 mit einer Teilprothese im rechten Knie. Bei ihrem ersten Abfahrtstraining am 6. Februar bewies sie jedoch, dass eine Abfahrt möglich ist. Die US-Amerikanerin hat ihr Knie nun einem Belastungstest unterzogen. "Ich muss die Abfahrtstrainings abwarten", sagte sie noch Mitte der Woche. "Das Knie könnte instabil sein."
Vonn fährt mit einer speziellen Kniebandage, die das Knie zwar nicht wie ein Kreuzband stabilisieren kann, aber zumindest etwas dabei helfen wird. Ihre durch das jahrzehntelange Skifahren gut trainierte Beinmuskulatur kann das Knie zusätzlich halten.
Trotzdem erreichen die Skirennfahrerinnen Geschwindigkeiten von über 130 Kilometern pro Stunde. Bei einer falschen Bewegung oder Unaufmerksamkeit kann das lose Konstrukt zusammenbrechen und zu einem erneuten Sturz oder schlimmen Folgeverletzungen führen.
Vonn ist sich der enormen Belastung bewusst, die sie aufträgt. "Ich weiß, wie meine Chancen vor dem Unfall ausgesehen haben", sagte sie. "Mir ist auch bewusst, dass sie heute nicht mehr dieselben sind." Trotzdem hat sie einen großen Vorteil: Die Piste, auf der das Rennen stattfindet, ist die Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo. Dort feierte sie bereits zwölf Weltcupsiege.
Der Fall Vonn ist eine Ausnahme und kein Vorbild für andere Sportler. Eine Endoprothese wird primär nicht implantiert, um sportliche Höchstleistungen zu ermöglichen, sagte Professor Georgi Wassilew, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin an der Universitätsmedizin Greifswald.
Dennoch kann der Fall vielen Mut machen. "Der Fall Vonn ist ein Mutmacher für Patientinnen und Patienten", sagte Christoph Becher, Vorsitzender des Komitees für Endoprothetik der Deutschen Kniegesellschaft.