Marine Le Pen steht vor einem Entscheidungssprong. Ab Dienstag wird ein Pariser Berufungsgericht das Verfahren wegen der Veruntreuung von EU-Geldern durch die Partei Rassemblement National neu aufrollen. Die Entscheidung des Gerichts bestimmt, ob sie bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren darf. Das wäre das Ende für ihre politische Karriere.
In erster Instanz hatte ein Gericht im März 2025 die französische Rechtsextreme und 24 Mitangeklagte wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen. Marine Le Pen wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, wovon zwei auf Bewährung ausgesetzt wurden, zwei weitere soll sie im Hausarrest mit einer Fußfessel verbüßen. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 100.000 Euro.
Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtsgültig. Die Vorsitzende Richterin Bénédicte de Perthuis begründete das Urteil mit der Vorbildfunktion von Volksvertretern sowie mit der Gefahr einer Wiederholungstat im Fall einer Wahl Le Pens.
Die Politikerin hatte den Fall als "verwaltungstechnischen Dissens" mit dem EU-Parlament abgetan. Sollte sie im Berufungsprozess ihre Verteidigungsstrategie nicht ändern, droht die Bestätigung ihrer Strafe. Sie wäre bis 2031 von allen französischen Wahlen ausgeschlossen und würde in der Folge auch ihr Abgeordnetenmandat in der Nationalversammlung verlieren.
Der Gesamtschaden des jahrelangen Betrugs für das EU-Parlament wurde auf 4,1 Millionen Euro beziffert. Marine Le Pens Schwester Yann und ihre Pariser Büroleiterin wohnten – entgegen der Auflagen des EU-Parlaments – nicht in Brüssel.
Klage gegen den Parteichef Jordan Bardella steht auch im Raum. Die 57-Jährige kritisierte das Urteil als "politische Entscheidung", man wolle sie "ausschalten". Bardella ist jedoch nicht angeklagt. Unterstützung erhielt Le Pen von Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, der wie sie nach seiner Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von der französischen Justiz heftig der Parteilichkeit beschuldigte.
Die Justiz könnte zudem noch von anderer Seite bedroht werden. Der Pariser Gerichtspräsident Peimane Ghaleh-Marzban warnt vor Einmischung aus dem Ausland, welche "inakzeptabel und nicht tolerierbar" sei. Er bezog sich auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", demzufolge die US-Regierung Sanktionen gegen die in den ersten Prozess involvierten Richterinnen und Richter erwäge.
Marine Le Pen steht vor einem entscheidenden Moment. Ihre politische Karriere hängt von der Entscheidung des Gerichts ab.
In erster Instanz hatte ein Gericht im März 2025 die französische Rechtsextreme und 24 Mitangeklagte wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen. Marine Le Pen wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, wovon zwei auf Bewährung ausgesetzt wurden, zwei weitere soll sie im Hausarrest mit einer Fußfessel verbüßen. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 100.000 Euro.
Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtsgültig. Die Vorsitzende Richterin Bénédicte de Perthuis begründete das Urteil mit der Vorbildfunktion von Volksvertretern sowie mit der Gefahr einer Wiederholungstat im Fall einer Wahl Le Pens.
Die Politikerin hatte den Fall als "verwaltungstechnischen Dissens" mit dem EU-Parlament abgetan. Sollte sie im Berufungsprozess ihre Verteidigungsstrategie nicht ändern, droht die Bestätigung ihrer Strafe. Sie wäre bis 2031 von allen französischen Wahlen ausgeschlossen und würde in der Folge auch ihr Abgeordnetenmandat in der Nationalversammlung verlieren.
Der Gesamtschaden des jahrelangen Betrugs für das EU-Parlament wurde auf 4,1 Millionen Euro beziffert. Marine Le Pens Schwester Yann und ihre Pariser Büroleiterin wohnten – entgegen der Auflagen des EU-Parlaments – nicht in Brüssel.
Klage gegen den Parteichef Jordan Bardella steht auch im Raum. Die 57-Jährige kritisierte das Urteil als "politische Entscheidung", man wolle sie "ausschalten". Bardella ist jedoch nicht angeklagt. Unterstützung erhielt Le Pen von Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, der wie sie nach seiner Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von der französischen Justiz heftig der Parteilichkeit beschuldigte.
Die Justiz könnte zudem noch von anderer Seite bedroht werden. Der Pariser Gerichtspräsident Peimane Ghaleh-Marzban warnt vor Einmischung aus dem Ausland, welche "inakzeptabel und nicht tolerierbar" sei. Er bezog sich auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", demzufolge die US-Regierung Sanktionen gegen die in den ersten Prozess involvierten Richterinnen und Richter erwäge.
Marine Le Pen steht vor einem entscheidenden Moment. Ihre politische Karriere hängt von der Entscheidung des Gerichts ab.