HirschHeld
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Ein "Scheingefecht" für die Scharia - Das ist das Richtige, aber warum?
Die ÖVP will nun offiziell ein Verbot der Scharia in Österreich setzen. Die Idee scheint harmlos, doch hinter dieser Kampagne steckt eine politische Absicht: Sie will sich von der FPÖ abheben und ihre Wählerinnen und Wähler wieder an sich binden.
Die Frage ist nun, warum die ÖVP diese Idee jetzt plötzlich verfolgt. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung bereits ein Kopftuchverbot beschlossen, das ab dem Schuljahr 2026/27 gelten soll und Mädchen unter 14 Jahren betrifft, freilich nur in Schulen. Belastbare Zahlen, also Erhebungen oder Studien, gibt es dazu keine.
Die ÖVP will nun die Scharia verbieten, aber was ist dahinter? Ist es wirklich nur ein Kampf gegen den politischen Islam oder sind es eher wahlstrategische Überlegungen? Die Antwort ist einfach: Es geht darum, die Wählerinnen und Wähler wieder für sich zu gewinnen. Doch wie soll man das erreichen, wenn man so voreingenommen ist?
Das internationale Privatrecht ist ein heikler Bereich, der viele Menschen, aber auch die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland betreffe. Das sei kein Ort für politische Schnellschüsse.
Die ÖVP verdrängt nun die Differenzierungsmerkmale ihrer Politik und setzt zu sehr auf die Themen Sicherheit und Migration, um sich von der FPÖ abzuheben. Aber wohin führt diese Strategie? Werden die Wählerinnen und Wähler wirklich von diesem Kampf gegen die Scharia überzeugt werden? Oder ist es nur ein Teil ihres politischen Taktens?
Der Politikberater Thomas Hofer warnt die ÖVP davor, ihre Differenzierungsmerkmale aufzugeben. Die klare Positionierung, wenn es um die Gefahr für die österreichische Identität geht, sei nachvollziehbar, allerdings verliere die ÖVP massiv in ihren ursprünglichen Kernbereichen, der Wirtschaftskompetenz.
Die Kampagne "Null Toleranz" der ÖVP war zuletzt auf heftige Kritik gestoßen. Das Sujet "Wusstest Du, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?" wurde für Integrationsbemühungen als wenig hilfreich empfunden.
Die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle hält den Scharia-Vorstoß der ÖVP für "billige Politik". Einerseits, weil ein solches Gesetz nichts koste und ohne Aufwand umzusetzen sei, andererseits weil damit dumpfe Vorurteile gegenüber dem Islam bedient würden.
Der Kampf gegen die Scharia ist ein Symbolakt in einem emotional aufgeladenen Bereich. Die ÖVP möchte damit Tatkraft demonstrieren: Sie liefert, wie versprochen, und sie bleibt ihrem Motto ,Null Toleranz‘ treu.
Die ÖVP will nun offiziell ein Verbot der Scharia in Österreich setzen. Die Idee scheint harmlos, doch hinter dieser Kampagne steckt eine politische Absicht: Sie will sich von der FPÖ abheben und ihre Wählerinnen und Wähler wieder an sich binden.
Die Frage ist nun, warum die ÖVP diese Idee jetzt plötzlich verfolgt. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung bereits ein Kopftuchverbot beschlossen, das ab dem Schuljahr 2026/27 gelten soll und Mädchen unter 14 Jahren betrifft, freilich nur in Schulen. Belastbare Zahlen, also Erhebungen oder Studien, gibt es dazu keine.
Die ÖVP will nun die Scharia verbieten, aber was ist dahinter? Ist es wirklich nur ein Kampf gegen den politischen Islam oder sind es eher wahlstrategische Überlegungen? Die Antwort ist einfach: Es geht darum, die Wählerinnen und Wähler wieder für sich zu gewinnen. Doch wie soll man das erreichen, wenn man so voreingenommen ist?
Das internationale Privatrecht ist ein heikler Bereich, der viele Menschen, aber auch die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland betreffe. Das sei kein Ort für politische Schnellschüsse.
Die ÖVP verdrängt nun die Differenzierungsmerkmale ihrer Politik und setzt zu sehr auf die Themen Sicherheit und Migration, um sich von der FPÖ abzuheben. Aber wohin führt diese Strategie? Werden die Wählerinnen und Wähler wirklich von diesem Kampf gegen die Scharia überzeugt werden? Oder ist es nur ein Teil ihres politischen Taktens?
Der Politikberater Thomas Hofer warnt die ÖVP davor, ihre Differenzierungsmerkmale aufzugeben. Die klare Positionierung, wenn es um die Gefahr für die österreichische Identität geht, sei nachvollziehbar, allerdings verliere die ÖVP massiv in ihren ursprünglichen Kernbereichen, der Wirtschaftskompetenz.
Die Kampagne "Null Toleranz" der ÖVP war zuletzt auf heftige Kritik gestoßen. Das Sujet "Wusstest Du, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?" wurde für Integrationsbemühungen als wenig hilfreich empfunden.
Die Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle hält den Scharia-Vorstoß der ÖVP für "billige Politik". Einerseits, weil ein solches Gesetz nichts koste und ohne Aufwand umzusetzen sei, andererseits weil damit dumpfe Vorurteile gegenüber dem Islam bedient würden.
Der Kampf gegen die Scharia ist ein Symbolakt in einem emotional aufgeladenen Bereich. Die ÖVP möchte damit Tatkraft demonstrieren: Sie liefert, wie versprochen, und sie bleibt ihrem Motto ,Null Toleranz‘ treu.