KlartextKönig
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Deutschland wird seit einiger Zeit von Kokain überschwemmt. Wie wirksam wären die Maßnahmen des US-Präsidenten Trump gegen Drogenkartelle in Kolumbien und Venezuela, wenn es auf Deutschland zukommt? Markus Neueder, der Chef des Rauschgiftdezernats beim Landeskriminalamt Bayern, sieht eine größere Gefahr in Europa als jemals zuvor. Der Grammpreis für Kokain unter 70 Euro ist ein Zeichen dafür, dass die Drogenkriminalität in Deutschland weiterhin am Laufen ist.
Der US-Präsident Trump hat gegen Drogenkartelle massiv vorgegangen. Was bedeutet das für den deutschen Kokainmarkt? Markus Neueder hält die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation aufgrund des harten Vorgehens der US-Regierung für übermäßig. „Der US-Präsident kann nicht einfach die Drogenkriminalität in Europa lösen“, sagt er.
Die Rolle von Venezuela in Bezug auf Kokain beschränkt sich ganz überwiegend auf das Transitland. Das Land wird als Drehkreuz des internationalen Kokainhandels genutzt, indem Kokain insbesondere aus Kolumbien in Venezuela eingeführt und dort auf Schiffe verladen wird, die dann nordamerikanische oder europäische Häfen ansteuern.
Kolumbien ist der weltgrößte Kokainproduzent. Eine erzwungene Reduktion der dortigen Anbauflächen dürfte einen nachhaltigen Effekt auch in Europa verursachen. Die größte Gefahr für Deutschland kommt daher aus Kolumbien, nicht aus Venezuela.
Die Drogenkriminalität in Bayern ist identisch mit dem gesamten Bundesland. Der Straßenverkaufspreis für Kokain liegt bei 74,40 Euro im Jahr 2024. Im Vergleich dazu lag der Preis vor einigen Jahren bei über 88 Euro. Das sind einige Euro weniger als vor einigen Jahren.
Die Vorratsdatenspeicherung durch Telekommunikationsdienstleister und die Rückabwicklung der Teillegalisierung von Cannabis stehen Markus Neueder zufolge in diesem Kontext unbedingt notwendige Entwicklungen vor. Die Bekämpfung der organisierten Rauschgiftkriminalität steht im engen Austausch mit allen nationalen wie internationalen Partnern.
Wer nimmt eigentlich Kokain? Das ist nicht mehr ein Statussymbol der Oberschicht, sondern vielmehr eine Droge für alle Gesellschaftsschichten. Kokain als Stimulanz hält nun Einzug in alle Gesellschaftsschichten. Darüber hinaus wird Kokain zunehmend von jungen Menschen im Zuge des Nachtlebens konsumiert.
Der Trend, wonach das aus pflanzlichen Bestandteilen gewonnene Naturprodukt Kokain als Gegenentwurf zu den rein synthetischen und somit wenig vertrauenswürdigen Stimulanzen wie Amfetamin, Metamfetamin oder diversen NpS, kurz Stoffen, wahrgenommen wird, gewinnt spürbar an Bedeutung. Es ist jedoch ein weit verbreiterter Irrtum, da das halbsynthetisch gewonnene Kokain diverse chemische Verfahren durchläuft bis es konsumfertig seine Abnehmer erreicht.
Der US-Präsident Trump hat gegen Drogenkartelle massiv vorgegangen. Was bedeutet das für den deutschen Kokainmarkt? Markus Neueder hält die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation aufgrund des harten Vorgehens der US-Regierung für übermäßig. „Der US-Präsident kann nicht einfach die Drogenkriminalität in Europa lösen“, sagt er.
Die Rolle von Venezuela in Bezug auf Kokain beschränkt sich ganz überwiegend auf das Transitland. Das Land wird als Drehkreuz des internationalen Kokainhandels genutzt, indem Kokain insbesondere aus Kolumbien in Venezuela eingeführt und dort auf Schiffe verladen wird, die dann nordamerikanische oder europäische Häfen ansteuern.
Kolumbien ist der weltgrößte Kokainproduzent. Eine erzwungene Reduktion der dortigen Anbauflächen dürfte einen nachhaltigen Effekt auch in Europa verursachen. Die größte Gefahr für Deutschland kommt daher aus Kolumbien, nicht aus Venezuela.
Die Drogenkriminalität in Bayern ist identisch mit dem gesamten Bundesland. Der Straßenverkaufspreis für Kokain liegt bei 74,40 Euro im Jahr 2024. Im Vergleich dazu lag der Preis vor einigen Jahren bei über 88 Euro. Das sind einige Euro weniger als vor einigen Jahren.
Die Vorratsdatenspeicherung durch Telekommunikationsdienstleister und die Rückabwicklung der Teillegalisierung von Cannabis stehen Markus Neueder zufolge in diesem Kontext unbedingt notwendige Entwicklungen vor. Die Bekämpfung der organisierten Rauschgiftkriminalität steht im engen Austausch mit allen nationalen wie internationalen Partnern.
Wer nimmt eigentlich Kokain? Das ist nicht mehr ein Statussymbol der Oberschicht, sondern vielmehr eine Droge für alle Gesellschaftsschichten. Kokain als Stimulanz hält nun Einzug in alle Gesellschaftsschichten. Darüber hinaus wird Kokain zunehmend von jungen Menschen im Zuge des Nachtlebens konsumiert.
Der Trend, wonach das aus pflanzlichen Bestandteilen gewonnene Naturprodukt Kokain als Gegenentwurf zu den rein synthetischen und somit wenig vertrauenswürdigen Stimulanzen wie Amfetamin, Metamfetamin oder diversen NpS, kurz Stoffen, wahrgenommen wird, gewinnt spürbar an Bedeutung. Es ist jedoch ein weit verbreiterter Irrtum, da das halbsynthetisch gewonnene Kokain diverse chemische Verfahren durchläuft bis es konsumfertig seine Abnehmer erreicht.