Die ländliche Bevölkerung in Österreich schrumpft rasant. Während die gesamte Bevölkerung Zuwanderer anzieht, verlieren einige Gemeinden seit Jahren ihre Einwohnerinnen und Einwohner. Europaweit dürften vor allem entlegene ländliche Gebiete stark schrumpfen, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Die Entvölkerung hat schwerwiegende Folgen für die Gemeinden: Sie verlieren Mittel aus dem Finanzausgleich und haben somit weniger Handlungsspielraum. Pro Person steigen die Kosten für die Erhaltung der Infrastruktur, während die Einnahmen der Gemeinde sinken.
Um den Trend umzukehren, sind finanzielle Anreize für Zuzügler und andere Maßnahmen notwendig. Gemeinden wie Frantschach-Sankt Gertraud verpassen ein positives Image für Standorte und bauen Kinderbetreuungsangebote, Schulen, medizinische Grundversorgung und Einkaufsmöglichkeiten auf.
In Nordnorwegen will das Dorf Kokelv Zuwanderer mit Gratis-Wohnungen anziehen. Zuwanderer können dort ein Jahr lang gratis in kommunalen Wohnungen wohnen, danach zahlen sie nur die halbe Miete. In Italien lockt die Aktion "Case a un euro" (Häuser für einen Euro) Zuwanderer an, um verwahrloste Häuser vor dem Verfall zu retten.
Es ist jedoch wichtig, dass Gemeinden Anknüpfungspunkte für Zuzügler schaffen. Temporäre Gratis-Wohnungen oder andere finanzielle Anreize können signalisieren, dass der Ort offen ist für Zuwanderer. Die Menschen suchen nach neuen Wohnorten, haben aber keine Anknüpfungspunkte dort.
Die Expertin Gruber sieht die Angst vor einer Schrumpfung und vor Zuwanderung als einen Hauptantrieb für den Populismus in bestimmten Regionen. Gemeinden können ihre Identität, Werte und Traditionen genau dann weiterleben lassen, wenn sie diese an Zuzügler vermitteln und gute Anknüpfungspunkte für Neuankömmlinge schaffen.
Die Landsoziologin Penker ist überzeugt, dass ländliche Regionen – gerade in Österreich – viel zu bieten haben. Sie seien häufig "Krisen-Gewinner", die in Zeiten von Wirtschaftskrisen, Pandemie und geopolitischen Krisen an Attraktivität gewinnen.
Die Schrumpfung der Bevölkerung muss jedenfalls begleitet werden – nicht nur von den Gemeinden, sondern auch vom Land. Eine Schrumpfung sei nicht nur negativ: dadurch entstünden auch neue Möglichkeiten, beispielsweise für Renaturierung.
In Frantschach-Sankt Gertraud tut sich etwas. In der Weihnachtssitzung beschloss die Gemeinde, eine bestehende Wohnhausanlage zu erneuern und dort neue Wohnräume zu schaffen. Ein neuer Kindergarten ist im Sommer eingeführt, der Platz für 96 Kinder bietet.
Die Entvölkerung hat schwerwiegende Folgen für die Gemeinden: Sie verlieren Mittel aus dem Finanzausgleich und haben somit weniger Handlungsspielraum. Pro Person steigen die Kosten für die Erhaltung der Infrastruktur, während die Einnahmen der Gemeinde sinken.
Um den Trend umzukehren, sind finanzielle Anreize für Zuzügler und andere Maßnahmen notwendig. Gemeinden wie Frantschach-Sankt Gertraud verpassen ein positives Image für Standorte und bauen Kinderbetreuungsangebote, Schulen, medizinische Grundversorgung und Einkaufsmöglichkeiten auf.
In Nordnorwegen will das Dorf Kokelv Zuwanderer mit Gratis-Wohnungen anziehen. Zuwanderer können dort ein Jahr lang gratis in kommunalen Wohnungen wohnen, danach zahlen sie nur die halbe Miete. In Italien lockt die Aktion "Case a un euro" (Häuser für einen Euro) Zuwanderer an, um verwahrloste Häuser vor dem Verfall zu retten.
Es ist jedoch wichtig, dass Gemeinden Anknüpfungspunkte für Zuzügler schaffen. Temporäre Gratis-Wohnungen oder andere finanzielle Anreize können signalisieren, dass der Ort offen ist für Zuwanderer. Die Menschen suchen nach neuen Wohnorten, haben aber keine Anknüpfungspunkte dort.
Die Expertin Gruber sieht die Angst vor einer Schrumpfung und vor Zuwanderung als einen Hauptantrieb für den Populismus in bestimmten Regionen. Gemeinden können ihre Identität, Werte und Traditionen genau dann weiterleben lassen, wenn sie diese an Zuzügler vermitteln und gute Anknüpfungspunkte für Neuankömmlinge schaffen.
Die Landsoziologin Penker ist überzeugt, dass ländliche Regionen – gerade in Österreich – viel zu bieten haben. Sie seien häufig "Krisen-Gewinner", die in Zeiten von Wirtschaftskrisen, Pandemie und geopolitischen Krisen an Attraktivität gewinnen.
Die Schrumpfung der Bevölkerung muss jedenfalls begleitet werden – nicht nur von den Gemeinden, sondern auch vom Land. Eine Schrumpfung sei nicht nur negativ: dadurch entstünden auch neue Möglichkeiten, beispielsweise für Renaturierung.
In Frantschach-Sankt Gertraud tut sich etwas. In der Weihnachtssitzung beschloss die Gemeinde, eine bestehende Wohnhausanlage zu erneuern und dort neue Wohnräume zu schaffen. Ein neuer Kindergarten ist im Sommer eingeführt, der Platz für 96 Kinder bietet.