Scheidungen in Österreich: Die Suche nach der "Schuld" ist ein altes Problem. Das Verschuldensprinzip, das in Deutschland lediglich als Zerrüttung einer Ehe festgestellt wird, bleibt in Österreich immer noch eine zentrale Rolle bei strittigen Scheidungen.
Ein Verfahren, das oft viele Jahre dauert und die emotionale Belastung für beide Parteien mit sich bringt. Frauen, insbesondere solche, die mehr unbezahlte Kinderbetreuung übernommen haben, sind besonders von der Suche nach der "Schuld" betroffen. Doch warum ist es so wichtig, dass man den Partner schuldig nimmt, wenn eine Ehe scheitert?
Ein faires Unterhaltsrecht muss auch die Realität und den Verlauf einer Ehe widerspiegeln. Frauen, die mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten, benötigen einen nachehelichen Unterhalt, um Altersarmut vorzubeugen. Ein solcher Unterhalt sollte jedoch nicht auf das Verschuldensprinzip basieren, sondern vielmehr auf dem Lebensstandard in einer aufrechter Ehe.
Eine Alternative zu einem von der Feststellung des Verschuldens abhängigen nachehelichen Unterhalt ist ein bedarfsorientierter Unterhalt. Dieser soll für bestimmte Fälle auch schon im Eherecht verankert sein. Doch die Reform des Scheidungsrechts muss grundlegende rechtspolitische Fragen zum Unterhalt geklärt werden.
Feministisch gesehen wurde die Abschaffung des Verschuldensprinzips bislang selten gefordert, häufig mit dem Argument, es biete Frauen Absicherung. Doch ein "höherer" nachehelicher Unterhalt gibt es nur, wenn das alleinige oder überwiegende Verschulden des Ex-Partners nachgewiesen werden kann und es zusätzlich einen relevanten Einkommensunterschied zwischen den Ex-Ehepartnern gibt.
In der Praxis bedeutet dies, dass Frauen oft ohne nachehelichen Unterhalt auskommen müssen, unabhängig von ihrem Einkommen. Das ist nicht nur unfair, sondern auch gefährlich für die Betroffenen. Die Suche nach der "Schuld" trägt zu zusätzlichen emotionalen Belastungen bei und verhindert eine faire Lösung.
Ein Verfahren, das oft viele Jahre dauert und die emotionale Belastung für beide Parteien mit sich bringt. Frauen, insbesondere solche, die mehr unbezahlte Kinderbetreuung übernommen haben, sind besonders von der Suche nach der "Schuld" betroffen. Doch warum ist es so wichtig, dass man den Partner schuldig nimmt, wenn eine Ehe scheitert?
Ein faires Unterhaltsrecht muss auch die Realität und den Verlauf einer Ehe widerspiegeln. Frauen, die mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten, benötigen einen nachehelichen Unterhalt, um Altersarmut vorzubeugen. Ein solcher Unterhalt sollte jedoch nicht auf das Verschuldensprinzip basieren, sondern vielmehr auf dem Lebensstandard in einer aufrechter Ehe.
Eine Alternative zu einem von der Feststellung des Verschuldens abhängigen nachehelichen Unterhalt ist ein bedarfsorientierter Unterhalt. Dieser soll für bestimmte Fälle auch schon im Eherecht verankert sein. Doch die Reform des Scheidungsrechts muss grundlegende rechtspolitische Fragen zum Unterhalt geklärt werden.
Feministisch gesehen wurde die Abschaffung des Verschuldensprinzips bislang selten gefordert, häufig mit dem Argument, es biete Frauen Absicherung. Doch ein "höherer" nachehelicher Unterhalt gibt es nur, wenn das alleinige oder überwiegende Verschulden des Ex-Partners nachgewiesen werden kann und es zusätzlich einen relevanten Einkommensunterschied zwischen den Ex-Ehepartnern gibt.
In der Praxis bedeutet dies, dass Frauen oft ohne nachehelichen Unterhalt auskommen müssen, unabhängig von ihrem Einkommen. Das ist nicht nur unfair, sondern auch gefährlich für die Betroffenen. Die Suche nach der "Schuld" trägt zu zusätzlichen emotionalen Belastungen bei und verhindert eine faire Lösung.