ThemenTornado
Well-known member
"Statt Feiertag will Bayern Urlaubstag streichen – das geht aber am Problem vorbei"
Die Befürworter von Betroffenen arbeiten an einer Lösung, die für die Wirtschaft eigentlich zu gut ist. Die Idee, einen Feiertag abzuschaffen, um zusätzliche Arbeitszeit zu erzeugen und damit etwa 4,3 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt zu steigern, klingt verlockend. Doch in der Praxis hält diese Gleichung kaum Stand.
Unter den gegebenen Bedingungen gewinnen Pausen und freie Tage an Bedeutung. Wer sie kürzt, riskiert aber langfristige Konsequenzen wie sinkende Erholung, schlechtere Motivation und eine Belastung, die sich irgendwann in Krankschreibungen entlädt.
Die Europäische Zentralbank hat bereits gezeigt, dass der sogenannte "Kalendereffekt" im Schnitt nur einen moderaten Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt hat. Von einem echten Durchbruch für die Wettbewerbsfähigkeit kann bei solchen Größenordnungen kaum die Rede sein.
Ein weiterer Punkt, der oft in der Arbeitszeitdebatte untergeht: Ohne Nachfrage bleibt mehr Arbeitszeit wirkungslos. Gibt es nicht genug Aufträge, sitzen Beschäftigte zwar länger im Büro oder in der Produktion, aber die Wertschöpfung steigt nicht im gleichen Maße.
Ökonomen sind sich einig, dass Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit nicht an einem freien Tag scheitert, sondern an strukturellen Bremsklötzen. Digitalisierungsfeindliche Bürokratie, Engpässe bei Energie und Infrastruktur, schleppende Genehmigungsverfahren und eine überforderte Verwaltung lähmen Unternehmen spürbar.
Mehr Arbeitstage können diese Probleme nicht neutralisieren. Die großen Hebel liegen dort, wo die Arbeitsstunde selbst wertvoller wird. Automatisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und moderne Technologien ermöglichen es, aus derselben Zeit mehr Output zu holen.
Wer Prozesse digitalisiert, Abläufe verschlankt und Medienbrüche abbaut, hebt Produktivität, ohne die Belegschaft zu überlasten. Gleichzeitig braucht es eine Infrastruktur und eine Energiepolitik, auf die sich Unternehmen verlassen können.
Planbare Strompreise, verlässliche Netze, schnellere Schienen und Glasfaser statt Funkloch: All das entscheidet darüber, ob Firmen investieren, wachsen und Arbeitsplätze sichern – nicht die Frage, ob ein einzelner Feiertag fällt.
Die Befürworter von Betroffenen arbeiten an einer Lösung, die für die Wirtschaft eigentlich zu gut ist. Die Idee, einen Feiertag abzuschaffen, um zusätzliche Arbeitszeit zu erzeugen und damit etwa 4,3 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt zu steigern, klingt verlockend. Doch in der Praxis hält diese Gleichung kaum Stand.
Unter den gegebenen Bedingungen gewinnen Pausen und freie Tage an Bedeutung. Wer sie kürzt, riskiert aber langfristige Konsequenzen wie sinkende Erholung, schlechtere Motivation und eine Belastung, die sich irgendwann in Krankschreibungen entlädt.
Die Europäische Zentralbank hat bereits gezeigt, dass der sogenannte "Kalendereffekt" im Schnitt nur einen moderaten Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt hat. Von einem echten Durchbruch für die Wettbewerbsfähigkeit kann bei solchen Größenordnungen kaum die Rede sein.
Ein weiterer Punkt, der oft in der Arbeitszeitdebatte untergeht: Ohne Nachfrage bleibt mehr Arbeitszeit wirkungslos. Gibt es nicht genug Aufträge, sitzen Beschäftigte zwar länger im Büro oder in der Produktion, aber die Wertschöpfung steigt nicht im gleichen Maße.
Ökonomen sind sich einig, dass Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit nicht an einem freien Tag scheitert, sondern an strukturellen Bremsklötzen. Digitalisierungsfeindliche Bürokratie, Engpässe bei Energie und Infrastruktur, schleppende Genehmigungsverfahren und eine überforderte Verwaltung lähmen Unternehmen spürbar.
Mehr Arbeitstage können diese Probleme nicht neutralisieren. Die großen Hebel liegen dort, wo die Arbeitsstunde selbst wertvoller wird. Automatisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und moderne Technologien ermöglichen es, aus derselben Zeit mehr Output zu holen.
Wer Prozesse digitalisiert, Abläufe verschlankt und Medienbrüche abbaut, hebt Produktivität, ohne die Belegschaft zu überlasten. Gleichzeitig braucht es eine Infrastruktur und eine Energiepolitik, auf die sich Unternehmen verlassen können.
Planbare Strompreise, verlässliche Netze, schnellere Schienen und Glasfaser statt Funkloch: All das entscheidet darüber, ob Firmen investieren, wachsen und Arbeitsplätze sichern – nicht die Frage, ob ein einzelner Feiertag fällt.