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Die SPD will die Erbschaftssteuer für große Vermögen deutlich erhöhen. Die CSU jedoch will diese Steuer abschaffen. Aber wie sehen sich die beiden Parteien mit dem Konzept der schwedischen und japanischen Erbschaftssteuern auseinander?
Schweden ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine solche Steuer funktionieren kann. Die Erbschaftssteuer wurde 2005 abgeschafft, um die Vermögensungleichheit zu reduzieren. Seitdem können alle Vermögen steuerfrei verschenkt und vererbt werden. Der Wirtschaft hat das nicht geschadet. Im Gegenteil, schwedische Unternehmen bejubeln diese Reform bis heute.
In Japan dagegen ist die Erbschaftssteuer sehr hoch. Der höchste Steuersatz liegt bei 55 Prozent. Die Freibeträge sind jedoch niedrig. Das bedeutet, dass jeder einzelne Erbe einer großen Erbschaft eine hohe Steuerschuld hat. Aber es gibt auch Möglichkeiten, diese Schuld zu stunden.
Die japanische Regierung kann sich die Abschaffung der Erbschaftssteuer leisten, weil sie in ein Paket anderer Steuerreformen eingebettet ist. Die Einkommensteuern sind beispielsweise höher als in Deutschland. Aber auch hier hat es keine schlechten wirtschaftlichen Auswirkungen gegeben. Das Wirtschaftswachstum liegt bei durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr.
Die Erbschaftssteuerreform kann Deutschland lernen. Schweden und Japan zeigen zwei Extreme für die Ausgestaltung der Erbschaftssteuer. In beiden Ländern haben diese Extreme jedoch nicht zu schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen geführt. Das liegt daran, dass sie in ein Steuerkonstrukt eingebettet sind, das die Gestaltung der Erbschaftsteuer begleitet.
In Schweden wird Erbe nicht besteuert, dafür Arbeit und Kapital hoch. Die Regierung versucht hier, die Vermögensungleichheit zu reduzieren, indem sie die Steuereinnahmen gezielt für Chancengleichheit im Kindesalter einsetzt. In Japan wiederum belastet man Erben sehr stark, nimmt dafür aber allen anderen weniger Geld ab. Niedrigere Mehrwertsteuern profitieren gerade Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen stärker.
Die Beispiele zeigen, dass nicht entscheidend ist, wie hoch eine Erbschaft- und Schenkungssteuer ist. Sowohl das Konzept der SPD als auch die Idee von Markus Söder, die Steuer ganz abzuschaffen, wären machbar. Wichtig ist nur, dass jede Idee in einen sinnvollen Gesamtkontext eingebettet wird. Die SPD versucht dies zumindest teilweise, indem Mehreinnahmen aus ihrer vorgeschlagenen Reform in die Bildung fließen sollen.
Schweden ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine solche Steuer funktionieren kann. Die Erbschaftssteuer wurde 2005 abgeschafft, um die Vermögensungleichheit zu reduzieren. Seitdem können alle Vermögen steuerfrei verschenkt und vererbt werden. Der Wirtschaft hat das nicht geschadet. Im Gegenteil, schwedische Unternehmen bejubeln diese Reform bis heute.
In Japan dagegen ist die Erbschaftssteuer sehr hoch. Der höchste Steuersatz liegt bei 55 Prozent. Die Freibeträge sind jedoch niedrig. Das bedeutet, dass jeder einzelne Erbe einer großen Erbschaft eine hohe Steuerschuld hat. Aber es gibt auch Möglichkeiten, diese Schuld zu stunden.
Die japanische Regierung kann sich die Abschaffung der Erbschaftssteuer leisten, weil sie in ein Paket anderer Steuerreformen eingebettet ist. Die Einkommensteuern sind beispielsweise höher als in Deutschland. Aber auch hier hat es keine schlechten wirtschaftlichen Auswirkungen gegeben. Das Wirtschaftswachstum liegt bei durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr.
Die Erbschaftssteuerreform kann Deutschland lernen. Schweden und Japan zeigen zwei Extreme für die Ausgestaltung der Erbschaftssteuer. In beiden Ländern haben diese Extreme jedoch nicht zu schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen geführt. Das liegt daran, dass sie in ein Steuerkonstrukt eingebettet sind, das die Gestaltung der Erbschaftsteuer begleitet.
In Schweden wird Erbe nicht besteuert, dafür Arbeit und Kapital hoch. Die Regierung versucht hier, die Vermögensungleichheit zu reduzieren, indem sie die Steuereinnahmen gezielt für Chancengleichheit im Kindesalter einsetzt. In Japan wiederum belastet man Erben sehr stark, nimmt dafür aber allen anderen weniger Geld ab. Niedrigere Mehrwertsteuern profitieren gerade Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen stärker.
Die Beispiele zeigen, dass nicht entscheidend ist, wie hoch eine Erbschaft- und Schenkungssteuer ist. Sowohl das Konzept der SPD als auch die Idee von Markus Söder, die Steuer ganz abzuschaffen, wären machbar. Wichtig ist nur, dass jede Idee in einen sinnvollen Gesamtkontext eingebettet wird. Die SPD versucht dies zumindest teilweise, indem Mehreinnahmen aus ihrer vorgeschlagenen Reform in die Bildung fließen sollen.