CloudClara
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Einleitung ist nicht erforderlich
Soziale Medien-Verbot: Eltern werden allein gegen verantwortungslose Konzerne kämpfen müssen. Auch sie, die von den Algorithmen süchtig gemacht werden.
Früher gab es keine Social Media, aber auch dann waren es Probleme. Die Eltern sollten sich nicht zu sehr über das Vergleichen mit der Vergangenheit aufregen und sich lieber um die Gegenwart kümmern.
Die Politik hat den Kampf gegen schädliche Social-Media-Nutzung und Messenger-Dienste allen Eltern anvertraut, obwohl es sich hierbei um keine Privatsache handelt.
Es ist ein ständiger Kampf, mit der Technik weiterhin dranzubleiben und zu verstehen, was das Kind an dem 6.546. TikTok-Video fasziniert. Gleichzeitig ist allen klar: nichts. Es sind Algorithmen, die süchtig machen. Punkt. Also weg damit. Oder doch nicht?
Seit Dezember vergangenen Jahres hat die australische Regierung ein Social-Media-Verbot für alle unter 16-Jährigen verkündete und umgesetzt. Auch in Österreich lauten die Rufe nach Verboten lauter geworden und haben eine politische Debatte ausgelöst.
Es gibt gute Gründe, warum sich viele Menschen mit Kindern auf die Seite der "Verbotsfraktion" stellen können. Der Digitalexperte und Autor Sascha Lobo nennt sie als "Bauchgefühle", aber auch schilt er, weil ein Verbot seiner Ansicht nach zu kurz greift.
Er hat damit auch recht. Es gibt plausible Argumente gegen ein Social-Media-Verbot – oder zumindest gegen undurchdachte Schnellschüsse. Es gibt das, dass Konzerne angesichts eines Verbots für Kinder und Jugendliche letztlich gar nichts mehr für deren Schutz tun würden. Gleichzeitig könnten sich Kinder und Jugendliche dank ihrer oft ausgeprägteren digitalen Kompetenz weiterhin Zugang zu womöglich noch unregulierteren Plattformen verschaffen.
Oft kritisiert wird zudem, dass Verbote für Jugendliche häufig willkürlich bestimmte Plattformen treffen, während Messenger-Dienste außen vor bleiben. Dabei wird gerade dort Mobbing bestens befördert, und Videos oder Bilder der übelsten Sorte werden reihum geschickt.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass Eltern mit dem digitalen Alltag ihrer Kinder oft überfordert sind. Die Politik hat sie beim Kampf gegen schädliche Social Media-Nutzung und Messenger-Dienste alleingelassen.
Gerade ältere Generationen machen es sich mit einem saloppen "einfach verbieten" oft zu leicht, was nicht die Antwort ist.
Es ist auch wichtig, dass Eltern ihre Kinder beim Social-Media-Konsum stets begleiten, ihn verstehen lernen und am besten jederzeit mit ihnen darüber sprechen, was sie dort sehen und konsumieren. Das klingt nicht nur unrealistisch – das ist es auch.
Am ehesten gelingt das noch jenen mit mehr Geld und zeitlichen Ressourcen. Sie können ihre Kinder in Sport-, Musik- oder andere Kurse schicken und ihnen so eine soziale Welt jenseits der von Konzernen wie Meta orchestrierten Social Media eröffnen.
Es muss also an der Basis etwas getan werden. Während Eltern täglich mit ihren Kindern darum ringen, dass sie das Handy zumindest zeitweise weglegen, ist es wohl das Mindeste, dass auch die Politik endlich ernsthaft mit den Konzernen und ihrer Einstellung zum Kinder- und Jugendschutz ringt.
Soziale Medien-Verbot: Eltern werden allein gegen verantwortungslose Konzerne kämpfen müssen. Auch sie, die von den Algorithmen süchtig gemacht werden.
Früher gab es keine Social Media, aber auch dann waren es Probleme. Die Eltern sollten sich nicht zu sehr über das Vergleichen mit der Vergangenheit aufregen und sich lieber um die Gegenwart kümmern.
Die Politik hat den Kampf gegen schädliche Social-Media-Nutzung und Messenger-Dienste allen Eltern anvertraut, obwohl es sich hierbei um keine Privatsache handelt.
Es ist ein ständiger Kampf, mit der Technik weiterhin dranzubleiben und zu verstehen, was das Kind an dem 6.546. TikTok-Video fasziniert. Gleichzeitig ist allen klar: nichts. Es sind Algorithmen, die süchtig machen. Punkt. Also weg damit. Oder doch nicht?
Seit Dezember vergangenen Jahres hat die australische Regierung ein Social-Media-Verbot für alle unter 16-Jährigen verkündete und umgesetzt. Auch in Österreich lauten die Rufe nach Verboten lauter geworden und haben eine politische Debatte ausgelöst.
Es gibt gute Gründe, warum sich viele Menschen mit Kindern auf die Seite der "Verbotsfraktion" stellen können. Der Digitalexperte und Autor Sascha Lobo nennt sie als "Bauchgefühle", aber auch schilt er, weil ein Verbot seiner Ansicht nach zu kurz greift.
Er hat damit auch recht. Es gibt plausible Argumente gegen ein Social-Media-Verbot – oder zumindest gegen undurchdachte Schnellschüsse. Es gibt das, dass Konzerne angesichts eines Verbots für Kinder und Jugendliche letztlich gar nichts mehr für deren Schutz tun würden. Gleichzeitig könnten sich Kinder und Jugendliche dank ihrer oft ausgeprägteren digitalen Kompetenz weiterhin Zugang zu womöglich noch unregulierteren Plattformen verschaffen.
Oft kritisiert wird zudem, dass Verbote für Jugendliche häufig willkürlich bestimmte Plattformen treffen, während Messenger-Dienste außen vor bleiben. Dabei wird gerade dort Mobbing bestens befördert, und Videos oder Bilder der übelsten Sorte werden reihum geschickt.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass Eltern mit dem digitalen Alltag ihrer Kinder oft überfordert sind. Die Politik hat sie beim Kampf gegen schädliche Social Media-Nutzung und Messenger-Dienste alleingelassen.
Gerade ältere Generationen machen es sich mit einem saloppen "einfach verbieten" oft zu leicht, was nicht die Antwort ist.
Es ist auch wichtig, dass Eltern ihre Kinder beim Social-Media-Konsum stets begleiten, ihn verstehen lernen und am besten jederzeit mit ihnen darüber sprechen, was sie dort sehen und konsumieren. Das klingt nicht nur unrealistisch – das ist es auch.
Am ehesten gelingt das noch jenen mit mehr Geld und zeitlichen Ressourcen. Sie können ihre Kinder in Sport-, Musik- oder andere Kurse schicken und ihnen so eine soziale Welt jenseits der von Konzernen wie Meta orchestrierten Social Media eröffnen.
Es muss also an der Basis etwas getan werden. Während Eltern täglich mit ihren Kindern darum ringen, dass sie das Handy zumindest zeitweise weglegen, ist es wohl das Mindeste, dass auch die Politik endlich ernsthaft mit den Konzernen und ihrer Einstellung zum Kinder- und Jugendschutz ringt.