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Entscheidende Karrierephasen in der Wissenschaft kollidieren mit der Zeit der Familiengründung. Die universitären Bedingungen machen eine Vereinbarkeit von akademischer Karriere und Mutterschaft schwierig, berichtet Daniela W., eine Biologin aus Wien.
Nach ihrem Diplom arbeitete Daniela W. zwölf Jahre lang als Biologin an einem Institut der Universität Wien. Doch ihre Karriere war nicht vorhersehbar. „Es gab immer noch Lehrveranstaltungen, immer noch eine nächste Publikation“, sagt sie mit einer Mischung aus Resignation und Ernüchterung.
Die Enttäuschung begann, als Daniela W. zum ersten Mal schwanger wurde. Sie hatte gerade an ihrer Dissertation gearbeitet, aber das Doktorat dauerte länger, als geplant. Ihr jahresweiter Vertrag wurde ein Jahrzehnt lang von Vertrag zu Vertrag umgestuft, während sie sich auf die Geburt ihrer Tochter vorbereitete.
Das Ergebnis war, dass Daniela W. für ihre Mutterschaft nicht genug Unterstützung bekam. Sie erhielt nur einen Pauschalbetrag für die Kinderbetreuung, obwohl sie das einkommensabhängige Kindergeld hätten erhalten müssen. Das bedeutete eine Rente von rund 12.000 Euro weniger.
Doch finanzielle Sorgen waren nur der Anfang. Daniela W.s berufliche Perspektiven am Institut wurden unsicherer denn je. Ihr Chef sprach von „Schauen wir mal, ob wir dann Budget haben“, was bedeuten musste, dass man nicht planen könnte und nicht mit Menschen umgehen konnte.
Heute ist Daniela W. 35 Jahre alt und hat ihren Sohn drei Monate alt. Doch sie hat keinen öffentlichen Kinderbetreuungsplatz erhalten, da ihr die Bestätigung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses fehlte.
„Wenn du weg bist, bekommt eben jemand anderer das Budget“, sagt Daniela W. „Dann hört man Geschichten von Kolleginnen, die bis zum letzten Tag vor der Geburt noch im Labor standen – oder dass man in der Karenz ja wunderbar Papers schreiben könne.“ Die Erwartungen an Frauen in dieser Form sind enorm und werden Männer deutlich seltener konfrontiert.
Die Situation ist nicht ungewöhnlich. Viele Frauen fallen entscheidende Karriereschritte in der Wissenschaft mit der Phase der Familiengründung zusammen. Doch was machen sich die Universitäten und ihre Anbieter von Forschungsplätzen dafür?
Nach ihrem Diplom arbeitete Daniela W. zwölf Jahre lang als Biologin an einem Institut der Universität Wien. Doch ihre Karriere war nicht vorhersehbar. „Es gab immer noch Lehrveranstaltungen, immer noch eine nächste Publikation“, sagt sie mit einer Mischung aus Resignation und Ernüchterung.
Die Enttäuschung begann, als Daniela W. zum ersten Mal schwanger wurde. Sie hatte gerade an ihrer Dissertation gearbeitet, aber das Doktorat dauerte länger, als geplant. Ihr jahresweiter Vertrag wurde ein Jahrzehnt lang von Vertrag zu Vertrag umgestuft, während sie sich auf die Geburt ihrer Tochter vorbereitete.
Das Ergebnis war, dass Daniela W. für ihre Mutterschaft nicht genug Unterstützung bekam. Sie erhielt nur einen Pauschalbetrag für die Kinderbetreuung, obwohl sie das einkommensabhängige Kindergeld hätten erhalten müssen. Das bedeutete eine Rente von rund 12.000 Euro weniger.
Doch finanzielle Sorgen waren nur der Anfang. Daniela W.s berufliche Perspektiven am Institut wurden unsicherer denn je. Ihr Chef sprach von „Schauen wir mal, ob wir dann Budget haben“, was bedeuten musste, dass man nicht planen könnte und nicht mit Menschen umgehen konnte.
Heute ist Daniela W. 35 Jahre alt und hat ihren Sohn drei Monate alt. Doch sie hat keinen öffentlichen Kinderbetreuungsplatz erhalten, da ihr die Bestätigung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses fehlte.
„Wenn du weg bist, bekommt eben jemand anderer das Budget“, sagt Daniela W. „Dann hört man Geschichten von Kolleginnen, die bis zum letzten Tag vor der Geburt noch im Labor standen – oder dass man in der Karenz ja wunderbar Papers schreiben könne.“ Die Erwartungen an Frauen in dieser Form sind enorm und werden Männer deutlich seltener konfrontiert.
Die Situation ist nicht ungewöhnlich. Viele Frauen fallen entscheidende Karriereschritte in der Wissenschaft mit der Phase der Familiengründung zusammen. Doch was machen sich die Universitäten und ihre Anbieter von Forschungsplätzen dafür?