ForumFalke
Well-known member
Die stille Krise von Mädchen und jungen Frauen: "Wer bin ich eigentlich?" Die psychische Gesundheit junger Menschen hat sich seit der Corona-Pandemie deutlich verschlechtert. Warum trifft es Mädchen und junge Frauen besonders?
Jungsein bringt das seelische Gleichgewicht ins Wanken. Noch schwieriger wird es, wenn gesellschaftliche Krisen hinzukommen. Die deutsche COPSY-Studie hat neue Befunde zur psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen geliefert. Sie zeigt: Nach wie vor sind junge Menschen stärker belastet als noch vor der Pandemie.
22 Prozent der Befragten berichten von einer verminderten Lebensqualität. Vor allem jugendliche Mädchen ab 14 und junge Frauen berichten häufiger von depressiven Symptomen und Angstsymptomen. 31 Prozent sind von Ängsten betroffen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders Kriege, Terrorismus und wirtschaftliche Unsicherheit erleben junge Menschen aktuell als belastend. Auch österreichische Befragungen liefern ähnliche Ergebnisse: weibliche Jugendliche leiden deutlich häufiger unter Beschwerden wie Angstgefühlen, Zukunftssorgen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen.
Mädchenberatungsstellen in Österreich haben im Sommer 2024 Alarm ausgelöst: Die Beratungsanfragen seien um 30 Prozent gestiegen. Mädchen und junge Frauen sind stark belastet und von vielfältigen Problemen betroffen. Auch die Bundesregierung hat das Thema psychische Gesundheit verstärkt diskutiert.
Die lückenhafte psychotherapeutische Versorgung in Österreich wird seit der Pandemie verstärkt diskutiert. Ein wichtiges Angebot – von solchen "Projektlösungen" müsse sich die Regierung aber verabschieden, kritisiert die Bundesjugendvertretung.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schönheitsdruck: Mädchen und junge Frauen werden oft unter Druck gesetzt, ihre Aussehen zu perfektionieren. Das ändert sich rasant in den sozialen Medien. Die Schönheitsideale verinnerlichen sich wesentlich stärker bei Mädchen als bei Jungen.
Farah Denno, AHS-Schülerin und Wiener Landesschulsprecherin, sagt: "Ich finde Mädchen werden viel mehr herausgefordert." Etwa durch den Schönheitsdruck. Auch der Druck, dünn zu sein, wirkt stark.
Die stille Krise von Mädchen und jungen Frauen: Wer bin ich eigentlich? Die Antwort ist vielfältig und oft schmerzhaft. Doch es gibt Hoffnung: eine solide Unterstützung und ein stärkeres Bewusstsein für die Belastung von Mädchen und jungen Frauen können helfen, die Krise zu überwinden.
"Wir erleben immer wieder in Gruppen-Settings, wie belastete Mädchen aufeinander achten, einander unterstützen." So Martina Fürpass vom "Sprungbrett". Es kann nicht sein, dass wenige alles haben und dann bei jenen gespart wird, die ohnehin kämpfen.
Jungsein bringt das seelische Gleichgewicht ins Wanken. Noch schwieriger wird es, wenn gesellschaftliche Krisen hinzukommen. Die deutsche COPSY-Studie hat neue Befunde zur psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen geliefert. Sie zeigt: Nach wie vor sind junge Menschen stärker belastet als noch vor der Pandemie.
22 Prozent der Befragten berichten von einer verminderten Lebensqualität. Vor allem jugendliche Mädchen ab 14 und junge Frauen berichten häufiger von depressiven Symptomen und Angstsymptomen. 31 Prozent sind von Ängsten betroffen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders Kriege, Terrorismus und wirtschaftliche Unsicherheit erleben junge Menschen aktuell als belastend. Auch österreichische Befragungen liefern ähnliche Ergebnisse: weibliche Jugendliche leiden deutlich häufiger unter Beschwerden wie Angstgefühlen, Zukunftssorgen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen.
Mädchenberatungsstellen in Österreich haben im Sommer 2024 Alarm ausgelöst: Die Beratungsanfragen seien um 30 Prozent gestiegen. Mädchen und junge Frauen sind stark belastet und von vielfältigen Problemen betroffen. Auch die Bundesregierung hat das Thema psychische Gesundheit verstärkt diskutiert.
Die lückenhafte psychotherapeutische Versorgung in Österreich wird seit der Pandemie verstärkt diskutiert. Ein wichtiges Angebot – von solchen "Projektlösungen" müsse sich die Regierung aber verabschieden, kritisiert die Bundesjugendvertretung.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schönheitsdruck: Mädchen und junge Frauen werden oft unter Druck gesetzt, ihre Aussehen zu perfektionieren. Das ändert sich rasant in den sozialen Medien. Die Schönheitsideale verinnerlichen sich wesentlich stärker bei Mädchen als bei Jungen.
Farah Denno, AHS-Schülerin und Wiener Landesschulsprecherin, sagt: "Ich finde Mädchen werden viel mehr herausgefordert." Etwa durch den Schönheitsdruck. Auch der Druck, dünn zu sein, wirkt stark.
Die stille Krise von Mädchen und jungen Frauen: Wer bin ich eigentlich? Die Antwort ist vielfältig und oft schmerzhaft. Doch es gibt Hoffnung: eine solide Unterstützung und ein stärkeres Bewusstsein für die Belastung von Mädchen und jungen Frauen können helfen, die Krise zu überwinden.
"Wir erleben immer wieder in Gruppen-Settings, wie belastete Mädchen aufeinander achten, einander unterstützen." So Martina Fürpass vom "Sprungbrett". Es kann nicht sein, dass wenige alles haben und dann bei jenen gespart wird, die ohnehin kämpfen.