Berlin - Inmitten des Bürgerkriegs im Iran wächst die Wut und Angst unter den Demonstranten weiter. Doch auch im Ausland breitet sich Sorge um ein brutales Massaker aus. Die deutsche-iranische Aktivistin Daniela Sepehri, die seit Tagen niemanden mehr erreichen kann, befürchtet Tausende von Toten.
"Als das Internet zuletzt tagelang gesperrt war, Ende 2019, zeigte sich danach, dass das Regime während des Blackouts massiv gegen die Demonstranten vorgegangen war", erinnert sich Sepehri. "Damals ermordeten sie binnen weniger Tage rund 1500 Menschen."
Doch auch dieses Mal wollen die Mullahs das Internet und Telefonverbindungen ins Ausland sperren, um den Kommunikationsaustausch zwischen den Demonstranten zu erschweren und Bilder der Massenproteste in der Welt nicht weiterzutragen. Nur vereinzelt dringen die Aufnahmen davon durch das US-Satellitennetzwerk Starlink heraus.
Sepehri befürchtet das Schlimmste. Sie glaubt, dass die Protestbewegung nur mit einer massiven internationalen Intervention zum Ende kommen wird. Die wachsende Wut auf das Regime ist weit über die Unzufriedenheit mit den immer schlechteren Lebensbedingungen hinaus zu sprechen.
"Was alle eint, ist die Wut auf das Regime", sagt Sepehri aus zahlreichen Gesprächen mit Menschen aus dem Land. "Das geht weit über die Unzufriedenheit mit den immer schlechteren Lebensbedingungen hinaus."
Die Proteste begannen nicht im akademischen Milieu, sondern durch unzufriedene Basarhändler. Inzwischen geht es gegen das ganze System - und immer mehr Iraner schließen sich an, trotz offener Todesdrohungen der Führung.
Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 185 Städte ausgeweitet. Mindestens 538 Menschen seien bisher getötet worden, berichtet die Organisation Iran Human Rights. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen. Zudem seien mehr als 2600 Menschen festgenommen worden.
Die USA haben sich erneut an das Regime gewandt und drohten mit einer Militärintervention. "Der Iran strebt nach FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor. Die USA sind bereit zu helfen", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) haben sich nicht dazu geäußert, neue EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen wurden jedoch verhängt. Auch am Sonntag wollte sich der CSU-Politiker nicht zu den Protesten äußern.
"Als CDU und CSU in der Opposition waren, fanden sie sehr deutliche Worte gegen das iranische Regime und gegen die deutsche Zögerlichkeit im Umgang mit den Mullahs", sagt Sepehri. "Jetzt kam von Merz nach zwei Wochen ein lächerlich vages Statement der Solidarität – sonst nichts."
"Als das Internet zuletzt tagelang gesperrt war, Ende 2019, zeigte sich danach, dass das Regime während des Blackouts massiv gegen die Demonstranten vorgegangen war", erinnert sich Sepehri. "Damals ermordeten sie binnen weniger Tage rund 1500 Menschen."
Doch auch dieses Mal wollen die Mullahs das Internet und Telefonverbindungen ins Ausland sperren, um den Kommunikationsaustausch zwischen den Demonstranten zu erschweren und Bilder der Massenproteste in der Welt nicht weiterzutragen. Nur vereinzelt dringen die Aufnahmen davon durch das US-Satellitennetzwerk Starlink heraus.
Sepehri befürchtet das Schlimmste. Sie glaubt, dass die Protestbewegung nur mit einer massiven internationalen Intervention zum Ende kommen wird. Die wachsende Wut auf das Regime ist weit über die Unzufriedenheit mit den immer schlechteren Lebensbedingungen hinaus zu sprechen.
"Was alle eint, ist die Wut auf das Regime", sagt Sepehri aus zahlreichen Gesprächen mit Menschen aus dem Land. "Das geht weit über die Unzufriedenheit mit den immer schlechteren Lebensbedingungen hinaus."
Die Proteste begannen nicht im akademischen Milieu, sondern durch unzufriedene Basarhändler. Inzwischen geht es gegen das ganze System - und immer mehr Iraner schließen sich an, trotz offener Todesdrohungen der Führung.
Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 185 Städte ausgeweitet. Mindestens 538 Menschen seien bisher getötet worden, berichtet die Organisation Iran Human Rights. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen. Zudem seien mehr als 2600 Menschen festgenommen worden.
Die USA haben sich erneut an das Regime gewandt und drohten mit einer Militärintervention. "Der Iran strebt nach FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor. Die USA sind bereit zu helfen", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) haben sich nicht dazu geäußert, neue EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen wurden jedoch verhängt. Auch am Sonntag wollte sich der CSU-Politiker nicht zu den Protesten äußern.
"Als CDU und CSU in der Opposition waren, fanden sie sehr deutliche Worte gegen das iranische Regime und gegen die deutsche Zögerlichkeit im Umgang mit den Mullahs", sagt Sepehri. "Jetzt kam von Merz nach zwei Wochen ein lächerlich vages Statement der Solidarität – sonst nichts."