Kaffeeklatsch
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Großer Deal, große Hoffnung, große Sorgen, kleine Wirkung: Was den Abschluss des Mercosur-Abkommens mit den südamerikanischen Staaten bedeutet.
Die EU-Botschafter haben am Freitag das Abkommen zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay offiziell geschlossen. Das ist ein großer Schritt in Richtung einer neuen Absatz- und Rohstoffpolitik für Europa. Doch wie groß werden die Vorteile sein? Und welche Auswirkungen wird das Abkommen auf die Wirtschaft haben?
Das Mercosur-Abkommen ist ein komplexes Regelwerk, das fast 800 Seiten umfasst. Es sieht eine Reihe von Zöllenabbau und anderen Handelshemmnissen vor, die Wirtschaftstreibende helfen sollen. Bisher fallen auf Exporte von EU-Waren in die Mercosur-Staaten teils hohe Abgaben an. Diese sollen nun über einen Zeitraum von 15 Jahren beseitigt werden.
In Europa werden Autoindustrie, Maschinenbauer und Chemieindustrie vom Abkommen eher profitieren als Landwirte. In den Mercosur-Staaten wäre es umgekehrt. Die Bauern in der EU befürchten eine Schwemme an Billigprodukten, während die Exporte von Agrargütern wie Soja, Zucker und Rind- oder Geflügelfleisch in die südamerikanischen Länder voraussichtlich zunehmen werden.
Die Ersparnis durch den Zöllenaabbau soll rund vier Milliarden Euro pro Jahr betragen. Im Gegenzug baut die EU schrittweise die Zölle auf einen Großteil der Mercosur-Exporte über zehn Jahre ab und erlaubt für einige Agrarprodukte wie zum Beispiel Rindfleisch höhere Einfuhrquoten.
In Österreich wird man von einem kleinen Umschwung bei den landwirtschaftlichen Importen erwarten. "Insbesondere für ein kleines Binnenland wie Österreich erwarte ich keine großen Umschwünge bei unseren landwirtschaftlichen Importen", sagt Oliver Reiter vom Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche. Das würde bedeuten, dass auf absehbare Zeit kaum mit deutlich sinkenden Preisen für Fleisch, Obst, Kaffee und Zucker zu rechnen sein dürfte.
Aber es gibt auch strategische Überlegungen. Die südamerikanischen Staaten sind für Europa auch als Rohstofflieferant interessant, insbesondere für das für E-Autos besonders wichtige Lithium. Das Abkommen bietet also nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch politische Sicherheitsaspekte.
Doch was den Abschluss des Mercosur-Abkommens bedeutet, ist noch immer unklar. Die EU-Kommission hat bereits vor dem Abschluss der Verhandlungen gesagt, dass das Abkommen "wirtschaftliche Vorteile" für Europa bringen wird. Doch wie groß werden diese Vorteile wirklich sein? Und welche Auswirkungen wird das Abkommen auf die Wirtschaft haben? Nur die Zeit wird es zeigen.
Die EU-Botschafter haben am Freitag das Abkommen zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay offiziell geschlossen. Das ist ein großer Schritt in Richtung einer neuen Absatz- und Rohstoffpolitik für Europa. Doch wie groß werden die Vorteile sein? Und welche Auswirkungen wird das Abkommen auf die Wirtschaft haben?
Das Mercosur-Abkommen ist ein komplexes Regelwerk, das fast 800 Seiten umfasst. Es sieht eine Reihe von Zöllenabbau und anderen Handelshemmnissen vor, die Wirtschaftstreibende helfen sollen. Bisher fallen auf Exporte von EU-Waren in die Mercosur-Staaten teils hohe Abgaben an. Diese sollen nun über einen Zeitraum von 15 Jahren beseitigt werden.
In Europa werden Autoindustrie, Maschinenbauer und Chemieindustrie vom Abkommen eher profitieren als Landwirte. In den Mercosur-Staaten wäre es umgekehrt. Die Bauern in der EU befürchten eine Schwemme an Billigprodukten, während die Exporte von Agrargütern wie Soja, Zucker und Rind- oder Geflügelfleisch in die südamerikanischen Länder voraussichtlich zunehmen werden.
Die Ersparnis durch den Zöllenaabbau soll rund vier Milliarden Euro pro Jahr betragen. Im Gegenzug baut die EU schrittweise die Zölle auf einen Großteil der Mercosur-Exporte über zehn Jahre ab und erlaubt für einige Agrarprodukte wie zum Beispiel Rindfleisch höhere Einfuhrquoten.
In Österreich wird man von einem kleinen Umschwung bei den landwirtschaftlichen Importen erwarten. "Insbesondere für ein kleines Binnenland wie Österreich erwarte ich keine großen Umschwünge bei unseren landwirtschaftlichen Importen", sagt Oliver Reiter vom Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche. Das würde bedeuten, dass auf absehbare Zeit kaum mit deutlich sinkenden Preisen für Fleisch, Obst, Kaffee und Zucker zu rechnen sein dürfte.
Aber es gibt auch strategische Überlegungen. Die südamerikanischen Staaten sind für Europa auch als Rohstofflieferant interessant, insbesondere für das für E-Autos besonders wichtige Lithium. Das Abkommen bietet also nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch politische Sicherheitsaspekte.
Doch was den Abschluss des Mercosur-Abkommens bedeutet, ist noch immer unklar. Die EU-Kommission hat bereits vor dem Abschluss der Verhandlungen gesagt, dass das Abkommen "wirtschaftliche Vorteile" für Europa bringen wird. Doch wie groß werden diese Vorteile wirklich sein? Und welche Auswirkungen wird das Abkommen auf die Wirtschaft haben? Nur die Zeit wird es zeigen.