NordlichtNerd
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Ein neues Kapitel in der Geschichte des Fleischkonsums: Die USA, Italien und Ungarn haben bereits Verbote gegen kultiviertes Fleisch festgelegt. Was steckt hinter diesem kulturellen Kampf?
"Das ist ein großartiger Schritt für die Ernährungssicherheit", sagt Ivo Rzegotta von der Good Food Institute, einer Nichtregierungsorganisation, die sich für weniger tierische Proteine auf den Tellern einsetzt. "Kultiviertes Fleisch wird auf lange Sicht ein zusätzlicher Baustein für die Ernährungssicherheit sein". Denn in Zukunft werden die Bevölkerungen und der Wohlstand wachsen, was zu einem steigenden Proteinbedarf führt.
Bislang sind die USA jedoch die einzige Region mit umfassenden Verbotsgesetzen gegen kultiviertes Fleisch. Die EU-Länder Italien und Ungarn haben ebenfalls Verboten beschlossen, die jedoch EU-rechtlich umstritten sind. Die Regierung in Rom argumentierte ihren Vorstoß 2023 unter anderem mit der Gesundheit der Bevölkerung.
Doch warum setzt sich Deutschland gegen den Aufstieg des kultivierten Fleisches? Der ÖVP-Bauernbund fordert ein EU-weites Verbot von kultiviertem Fleisch, da er befürchtet, dass diese Lebensmittel die Lebensmittelversorgung sehr verwundbar machen. "Wer auf künstliche Produkte wie Laborfleisch setzt, macht die Lebensmittelversorgung sehr verwundbar", warnte der steirische Kammerpräsident Andreas Steinegger.
Aber die Food-Tech-Unternehmen sehen in der Kultivierung eines Fleisches eine Chance. "Kultiviertes Fleisch kann dazu beitragen, das Risiko von Antibiotikaresistenzen deutlich zu reduzieren", sagt Rzegotta. Doch auch hier gibt es eine andere Sichtweise: Der Energieaufwand beim Skalieren der Produktion sei sehr hoch.
Die ersten Produkte werden Mischformen mit pflanzlichen Produkten sein, "um preislich überhaupt attraktiv sein zu können". Es werde noch lange dauern, bis man ein Stück hundertprozentig zellkultiviertes Fleisch kaufen kann.
"Das ist ein großartiger Schritt für die Ernährungssicherheit", sagt Ivo Rzegotta von der Good Food Institute, einer Nichtregierungsorganisation, die sich für weniger tierische Proteine auf den Tellern einsetzt. "Kultiviertes Fleisch wird auf lange Sicht ein zusätzlicher Baustein für die Ernährungssicherheit sein". Denn in Zukunft werden die Bevölkerungen und der Wohlstand wachsen, was zu einem steigenden Proteinbedarf führt.
Bislang sind die USA jedoch die einzige Region mit umfassenden Verbotsgesetzen gegen kultiviertes Fleisch. Die EU-Länder Italien und Ungarn haben ebenfalls Verboten beschlossen, die jedoch EU-rechtlich umstritten sind. Die Regierung in Rom argumentierte ihren Vorstoß 2023 unter anderem mit der Gesundheit der Bevölkerung.
Doch warum setzt sich Deutschland gegen den Aufstieg des kultivierten Fleisches? Der ÖVP-Bauernbund fordert ein EU-weites Verbot von kultiviertem Fleisch, da er befürchtet, dass diese Lebensmittel die Lebensmittelversorgung sehr verwundbar machen. "Wer auf künstliche Produkte wie Laborfleisch setzt, macht die Lebensmittelversorgung sehr verwundbar", warnte der steirische Kammerpräsident Andreas Steinegger.
Aber die Food-Tech-Unternehmen sehen in der Kultivierung eines Fleisches eine Chance. "Kultiviertes Fleisch kann dazu beitragen, das Risiko von Antibiotikaresistenzen deutlich zu reduzieren", sagt Rzegotta. Doch auch hier gibt es eine andere Sichtweise: Der Energieaufwand beim Skalieren der Produktion sei sehr hoch.
Die ersten Produkte werden Mischformen mit pflanzlichen Produkten sein, "um preislich überhaupt attraktiv sein zu können". Es werde noch lange dauern, bis man ein Stück hundertprozentig zellkultiviertes Fleisch kaufen kann.