RheinReporter
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Einige Deutsche Bauherren sind der Meinung, dass die Normen und Baustandards im Wohnbau weitgehend verzichtbar sind. Eine Initiative der Bayerischen Architektenkammer, des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz sowie des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen will diese Normen reduzieren.
Das "Haus fast ohne Heizung" in Friedrichshofen im Westen von Ingolstadt ist das erste Pilotprojekt nach den Prinzipien der Initiative "Gebäudetyp E". Drei weitere Häuser befinden sich gerade in Bau, 15 weitere Wohn-, Büro- und Schulbauten sind in Entwicklung.
Das Haus hat keinen Keller, keine vollwertige Heizung und keine Styropordämmung. Ansonsten ist es jedoch ein bisschen anders: In den Wohnungen gibt es einen robusten Terrakottaboden, eine Reduktion auf genau einen Fenster- und einen Terrassentür-Typ im ganzen Haus und Gärten aus Secondhand-Baustoffen.
Die Idee der Initiative "Gebäudetyp E" will Baukosten um rund zehn bis 15 Prozent reduzieren und den Menschen entsprechend günstigere Mieten anbieten. Die Mieter müssen jedoch nur bereit sein, dass sie in einem technischen Pionierprojekt wohnen und manche Dinge ein wenig anders funktionieren als sie es aus bisherigen Wohnsituationen vielleicht gewohnt sind.
Bauingenieur Joerg Koch sagt: "Wir wollen mit diesem Projekt beweisen, dass Einfachheit rein gar nichts mit irgendeinem Verzicht auf Qualität und Ästhetik zu tun hat." Er erklärt auch, dass das Haus mit seinen massiven Ziegelwänden und seiner heu- und salbeigrün lasierten Lärchenfassade ein ernstzunehmender Konkurrent zum sozialen Wiener Wohnbau ist.
Die Initiative "Gebäudetyp E" will jedoch nicht nur Baukosten senken, sondern auch die Normen und Baustandards im Wohnbau reduzieren. Vorauseilender Rechts- und Normengehorsam verhindert Innovation, sagt Technikleiter Koch. Die Industrielobby reclamiert immer schärfer zu werden – und das sind sie nicht mehr bereit, anzunehmen.
Bislang ist jedoch nur ein hypothetischer Fall vorherzusehen, wer die Verantwortung trägt, falls irgendwas passiert.
Das "Haus fast ohne Heizung" in Friedrichshofen im Westen von Ingolstadt ist das erste Pilotprojekt nach den Prinzipien der Initiative "Gebäudetyp E". Drei weitere Häuser befinden sich gerade in Bau, 15 weitere Wohn-, Büro- und Schulbauten sind in Entwicklung.
Das Haus hat keinen Keller, keine vollwertige Heizung und keine Styropordämmung. Ansonsten ist es jedoch ein bisschen anders: In den Wohnungen gibt es einen robusten Terrakottaboden, eine Reduktion auf genau einen Fenster- und einen Terrassentür-Typ im ganzen Haus und Gärten aus Secondhand-Baustoffen.
Die Idee der Initiative "Gebäudetyp E" will Baukosten um rund zehn bis 15 Prozent reduzieren und den Menschen entsprechend günstigere Mieten anbieten. Die Mieter müssen jedoch nur bereit sein, dass sie in einem technischen Pionierprojekt wohnen und manche Dinge ein wenig anders funktionieren als sie es aus bisherigen Wohnsituationen vielleicht gewohnt sind.
Bauingenieur Joerg Koch sagt: "Wir wollen mit diesem Projekt beweisen, dass Einfachheit rein gar nichts mit irgendeinem Verzicht auf Qualität und Ästhetik zu tun hat." Er erklärt auch, dass das Haus mit seinen massiven Ziegelwänden und seiner heu- und salbeigrün lasierten Lärchenfassade ein ernstzunehmender Konkurrent zum sozialen Wiener Wohnbau ist.
Die Initiative "Gebäudetyp E" will jedoch nicht nur Baukosten senken, sondern auch die Normen und Baustandards im Wohnbau reduzieren. Vorauseilender Rechts- und Normengehorsam verhindert Innovation, sagt Technikleiter Koch. Die Industrielobby reclamiert immer schärfer zu werden – und das sind sie nicht mehr bereit, anzunehmen.
Bislang ist jedoch nur ein hypothetischer Fall vorherzusehen, wer die Verantwortung trägt, falls irgendwas passiert.