US-Präsident Donald Trump droht und poltert. Er inszeniert sich als "Friedensstifter", aber agiert zunehmend aggressiv. Politökonomin Maja Göpel sagt, dass Eskalation, Erpressung und das Motto "Ich halte mich nicht an Regeln" zur Programmatik geworden sind. Das birgt große Risiken - auch für Europa.
Trump hatte Anfang 2025 mit seiner aggressiven Zollpolitik die Märkte ins Wanken gebracht. Fallende Kurse dominierten zeitweise die Börsen. "Das war der einzige Moment, in dem Trump ein bisschen ins Stottern geraten ist. Als das Gefühl war: Uff, jetzt zündelt er zu viel an in der Weltwirtschaft", sagt Göpel.
Um der fortwährenden "Grenzüberschreitung" des US-Präsidenten etwas entgegenzusetzen, sprach sich die Forscherin schon damals für geschlossenes Handeln der Europäer aus. "Aber dann sind alle ein bisschen eingeknickt." Folgt man ihrer Argumentation, kam so eine gefährliche Entwicklung ins Rollen.
Die Europäer hätten die "eigene Handlungsfähigkeit beziehungsweise den Glauben daran, dass man stark dagegenhalten werde, ein Stück weit eingebüßt", sagt Göpel. "Das sehen wir jetzt an vielen Punkten immer wieder. Da kommt der nächste Schritt der Unverschämtheit, der nächste Moment der Erpressung, und wir in Europa geraten in die Defensive."
Für die Politökonomin steht fest: Die EU braucht eine geschlossene Antwort. Die sei gerade jetzt relevant. Immerhin "merken wir, dass sogar in den USA von republikanischen Vertretern das Gefühl aufkommt: Jetzt reicht's. Das wird so irrational, so imperial, jetzt müssen wir mal aufhören".
Was sie meint: Gegen Trumps Grönland-Pläne formierte sich zum Teil heftiger Widerstand innerhalb seiner Partei. Das war zuletzt in der US-Presse zu lesen. Senator Rand Paul sagte der "New York Times": "Ich habe in unserer Fraktion keinerlei Unterstützung für den Einsatz von Truppen zur Eroberung Grönlands vernommen."
Der ehemalige Mehrheitsführer Mitch McConnell warnte, eine gewaltsame Übernahme wäre "katastrophal" für die US-Außenpolitik. Und Thom Tillis, ein Republikaner aus North Carolina, nannte entsprechende Äußerungen aus dem Weißen Haus "irre".
Laut Göpel ist das, was wir in den USA beobachten, in der Geschichte typisch. Wenn Imperien - oder zumindest die Menschen, die an der Spitze stehen - sich überschätzen, dann "dehnen sie sich in einer Geschwindigkeit, einer Dreistigkeit aus, dass sie es gar nicht halten können". Die Forscherin ist überzeugt: Denen, die in den USA jetzt gegen Trumps Politik aufbegehren, sollte man auch über den Atlantik hinweg helfen.
Trump hatte Anfang 2025 mit seiner aggressiven Zollpolitik die Märkte ins Wanken gebracht. Fallende Kurse dominierten zeitweise die Börsen. "Das war der einzige Moment, in dem Trump ein bisschen ins Stottern geraten ist. Als das Gefühl war: Uff, jetzt zündelt er zu viel an in der Weltwirtschaft", sagt Göpel.
Um der fortwährenden "Grenzüberschreitung" des US-Präsidenten etwas entgegenzusetzen, sprach sich die Forscherin schon damals für geschlossenes Handeln der Europäer aus. "Aber dann sind alle ein bisschen eingeknickt." Folgt man ihrer Argumentation, kam so eine gefährliche Entwicklung ins Rollen.
Die Europäer hätten die "eigene Handlungsfähigkeit beziehungsweise den Glauben daran, dass man stark dagegenhalten werde, ein Stück weit eingebüßt", sagt Göpel. "Das sehen wir jetzt an vielen Punkten immer wieder. Da kommt der nächste Schritt der Unverschämtheit, der nächste Moment der Erpressung, und wir in Europa geraten in die Defensive."
Für die Politökonomin steht fest: Die EU braucht eine geschlossene Antwort. Die sei gerade jetzt relevant. Immerhin "merken wir, dass sogar in den USA von republikanischen Vertretern das Gefühl aufkommt: Jetzt reicht's. Das wird so irrational, so imperial, jetzt müssen wir mal aufhören".
Was sie meint: Gegen Trumps Grönland-Pläne formierte sich zum Teil heftiger Widerstand innerhalb seiner Partei. Das war zuletzt in der US-Presse zu lesen. Senator Rand Paul sagte der "New York Times": "Ich habe in unserer Fraktion keinerlei Unterstützung für den Einsatz von Truppen zur Eroberung Grönlands vernommen."
Der ehemalige Mehrheitsführer Mitch McConnell warnte, eine gewaltsame Übernahme wäre "katastrophal" für die US-Außenpolitik. Und Thom Tillis, ein Republikaner aus North Carolina, nannte entsprechende Äußerungen aus dem Weißen Haus "irre".
Laut Göpel ist das, was wir in den USA beobachten, in der Geschichte typisch. Wenn Imperien - oder zumindest die Menschen, die an der Spitze stehen - sich überschätzen, dann "dehnen sie sich in einer Geschwindigkeit, einer Dreistigkeit aus, dass sie es gar nicht halten können". Die Forscherin ist überzeugt: Denen, die in den USA jetzt gegen Trumps Politik aufbegehren, sollte man auch über den Atlantik hinweg helfen.