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Mehr als die Hälfte der Deutschen litt unter Parodontose, ohne es zu wissen. Eine "stillen Entzündung" im Zahnfleisch kann fatale Folgen haben. Dr. Kristin Arp, eine Zahnärztin mit eigener Praxis in Hamburg, warnt vor den Gefahren einer vernachlässigten Mundhygiene.
Gute und schlechte Bakterien leben gemeinsam im Mund, von denen einige gesundheitsfördernd, andere potenziell schädlich sind. Wenn das Gleichgewicht zugunsten der schädlichen Bakterien aus der Balance gerät, können Entzündungen entstehen. "Unzureichende Mundhygiene bedeutet nachlässiges Putzen, keine Zahnseide", betont Dr. Arp. Das kann zu einer "stillaschädlichen" Mundflora führen, die das gesamte Gleichgewicht des Körpers stört.
Die Frage ist, ob diese Bakterien auch mit dem Gehirn und Alzheimer zu tun haben? Tatsächlich wurden Parodontose-Bakterien in den Amyloid-Plaques, einer Art Ablagerung im Hirn von Alzheimer-Patienten, gefunden. Deshalb sprechen Forschende nicht mehr nur von einer "Darm-Hirn-Achse", sondern von einer "Mund-Darm-Hirn-Achse".
Es gibt Studien, die diesen Zusammenhang belegen. Man weiß heute, dass bestimmte Bakterien aus dem entzündeten Zahnfleisch in die Blutbahn und von dort weiter ins Gehirn gelangen können. Lange wurde angenommen, dass Plaques die Ursache für Alzheimer seien. Neuere Theorien gehen jedoch davon aus, dass sie möglicherweise auch eine Abwehrreaktion des Körpers darstellen könnten.
Wer seine Zähne vernachlässigt, riskiert nicht direkt Alzheimer, aber beides hängt zusammen. Wer Parodontose hat, hat ein erhöhtes Risiko für viele chronische Erkrankungen, darunter Alzheimer, Diabetes, Rheuma oder Morbus Crohn sowie manche Krebsarten. "Wer die Mundflora im Gleichgewicht hält, tut also dem ganzen Körper etwas Gutes", erklärt Dr. Arp.
Um das zu tun, gibt es drei Top-Tipps für eine gute Mundhygiene: Eine gute Schallzahnbürste, Zahnseide oder Interdentalbürsten zu säubern und keine frei verkäuflichen Mundspülungen zu verwenden. "Mundspülungen sollten daher nur kurzfristig nach Eingriffen oder auf zahnärztliche Empfehlung eingesetzt werden", erklärt Dr. Arp. Das gewünschte Frische-Gefühl sollte durch eine geeignete Zahnpasta entstehen.
Gute und schlechte Bakterien leben gemeinsam im Mund, von denen einige gesundheitsfördernd, andere potenziell schädlich sind. Wenn das Gleichgewicht zugunsten der schädlichen Bakterien aus der Balance gerät, können Entzündungen entstehen. "Unzureichende Mundhygiene bedeutet nachlässiges Putzen, keine Zahnseide", betont Dr. Arp. Das kann zu einer "stillaschädlichen" Mundflora führen, die das gesamte Gleichgewicht des Körpers stört.
Die Frage ist, ob diese Bakterien auch mit dem Gehirn und Alzheimer zu tun haben? Tatsächlich wurden Parodontose-Bakterien in den Amyloid-Plaques, einer Art Ablagerung im Hirn von Alzheimer-Patienten, gefunden. Deshalb sprechen Forschende nicht mehr nur von einer "Darm-Hirn-Achse", sondern von einer "Mund-Darm-Hirn-Achse".
Es gibt Studien, die diesen Zusammenhang belegen. Man weiß heute, dass bestimmte Bakterien aus dem entzündeten Zahnfleisch in die Blutbahn und von dort weiter ins Gehirn gelangen können. Lange wurde angenommen, dass Plaques die Ursache für Alzheimer seien. Neuere Theorien gehen jedoch davon aus, dass sie möglicherweise auch eine Abwehrreaktion des Körpers darstellen könnten.
Wer seine Zähne vernachlässigt, riskiert nicht direkt Alzheimer, aber beides hängt zusammen. Wer Parodontose hat, hat ein erhöhtes Risiko für viele chronische Erkrankungen, darunter Alzheimer, Diabetes, Rheuma oder Morbus Crohn sowie manche Krebsarten. "Wer die Mundflora im Gleichgewicht hält, tut also dem ganzen Körper etwas Gutes", erklärt Dr. Arp.
Um das zu tun, gibt es drei Top-Tipps für eine gute Mundhygiene: Eine gute Schallzahnbürste, Zahnseide oder Interdentalbürsten zu säubern und keine frei verkäuflichen Mundspülungen zu verwenden. "Mundspülungen sollten daher nur kurzfristig nach Eingriffen oder auf zahnärztliche Empfehlung eingesetzt werden", erklärt Dr. Arp. Das gewünschte Frische-Gefühl sollte durch eine geeignete Zahnpasta entstehen.