HamburgHanna
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Die Sportwissenschaft verliert ihr Bewegungskulturelles Gedächtnis, wenn man die tatsächlichen Maßnahmen der Universität Wien betrachtet. Das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften (ISBW) verzeichnet eine sichtbare Degradierung seiner Lehreinrichtungen und Bibliothek.
Die Sportwissenschaft ist ein Disziplinbund aus Natur- und Geisteswissenschaften, die sich auf der Analyse von Bewegung und Sport befasst. Der ISBW ist einer der führenden Lehr- und Forschungseinrichtungen im Bereich des Sports in Österreich.
Allerdings reduziert das ISBW seine pädagogische Ausbildung und Bibliothek stark. Die Sporthistorikerin Rudolf Müllner spricht von einem "verlorenen bewegungskulturellen Gedächtnis", wenn man die Tatsache betrachtet, dass die Universität Wien der Lehrstuhl für Sportpädagogik und -didaktik rückgestuft hat und dessen Bibliothek teilweise geschreddert wurde.
Die neue Führung des ISBW unter Vorstand Norbert Bachl legt großen Wert auf die Naturwissenschaft. Die pädagogische Ausbildung wird stark eingeschränkt, und Sportgeschichte und -soziologie fallen aus dem Lehrplan heraus. Das heißt, dass der Studierende keine Möglichkeit mehr gibt, sich in den historischen und kulturellen Kontexten des Sports zu vertiefen.
Die Universität Wien hängt stark von Drittmitteln ab, die vor allem für die Naturwissenschaften bereitgestellt werden. Die Sportwissenschaft erhält wenig Fördermittel. Dies führt dazu, dass sich das ISBW in eine "ökonomisierbare" Forschung entwickelt.
Die Sportgeschichte erzählt nicht ökonomisierbare Geschichten, sondern Zusammenhänge zwischen Sport und Gesellschaft. Der Historiker Hannes Strohmeyer hat die systematische Sportgeschichtsschreibung begründet. Die Sportwissenschaft ist eine der wenigen Disziplinen, die sich um das Verständnis von Werten begeht.
Die Auffassung des Menschenoptimierens durch Sport stammt aus der Maschinenwelt und geht auf die Idee zurück, dass der "perfekte" Mensch eine Spielart der "geölten Maschine" ist. Dieser Ansatz wird kritisiert, da er den Menschen als Objekt betrachtet, das für die Gesellschaft optimiert werden muss.
Die Sportwissenschaft trägt die moralische und moralisierende Botschaft des "Besserseins" in sich, die sie für Konsumgesellschaft, Kindererziehung und Machtpolitik unverdächtig macht.
Die Sportwissenschaft ist ein Disziplinbund aus Natur- und Geisteswissenschaften, die sich auf der Analyse von Bewegung und Sport befasst. Der ISBW ist einer der führenden Lehr- und Forschungseinrichtungen im Bereich des Sports in Österreich.
Allerdings reduziert das ISBW seine pädagogische Ausbildung und Bibliothek stark. Die Sporthistorikerin Rudolf Müllner spricht von einem "verlorenen bewegungskulturellen Gedächtnis", wenn man die Tatsache betrachtet, dass die Universität Wien der Lehrstuhl für Sportpädagogik und -didaktik rückgestuft hat und dessen Bibliothek teilweise geschreddert wurde.
Die neue Führung des ISBW unter Vorstand Norbert Bachl legt großen Wert auf die Naturwissenschaft. Die pädagogische Ausbildung wird stark eingeschränkt, und Sportgeschichte und -soziologie fallen aus dem Lehrplan heraus. Das heißt, dass der Studierende keine Möglichkeit mehr gibt, sich in den historischen und kulturellen Kontexten des Sports zu vertiefen.
Die Universität Wien hängt stark von Drittmitteln ab, die vor allem für die Naturwissenschaften bereitgestellt werden. Die Sportwissenschaft erhält wenig Fördermittel. Dies führt dazu, dass sich das ISBW in eine "ökonomisierbare" Forschung entwickelt.
Die Sportgeschichte erzählt nicht ökonomisierbare Geschichten, sondern Zusammenhänge zwischen Sport und Gesellschaft. Der Historiker Hannes Strohmeyer hat die systematische Sportgeschichtsschreibung begründet. Die Sportwissenschaft ist eine der wenigen Disziplinen, die sich um das Verständnis von Werten begeht.
Die Auffassung des Menschenoptimierens durch Sport stammt aus der Maschinenwelt und geht auf die Idee zurück, dass der "perfekte" Mensch eine Spielart der "geölten Maschine" ist. Dieser Ansatz wird kritisiert, da er den Menschen als Objekt betrachtet, das für die Gesellschaft optimiert werden muss.
Die Sportwissenschaft trägt die moralische und moralisierende Botschaft des "Besserseins" in sich, die sie für Konsumgesellschaft, Kindererziehung und Machtpolitik unverdächtig macht.