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Conny Hannes Meyer, ein Mann mit unverwechselbarer Persönlichkeit und unermüdlicher Kreativität. Er war nicht nur ein Theatermacher, sondern auch ein engagierter Bürger und Sozialkämpfer. Mit 94 Jahren ist er nun in Ruhe.
Meyer verbrachte seine Jugend in Heimen und sammelte dort erste Erfahrungen mit Laienspielgruppen. Ein wichtiger Impuls für seine Theaterarbeit empfing er jedoch von Bertolt Brecht, der Sohn eines jüdischen Geschäftsmannes. Der 1948 im Theater Scala als Therese Giese ihre Rolle spielte, beeinflusste Meyer stark und führte ihn zu seinen weiteren künstlerischen Entdeckungen.
Das gemeinsame Projekt mit Erich Pickl und Erich Pateisky wurde das Theater "Experiment am Liechtenwerd" in Wiener Gemeindebezirken. Dort war es Meyer ein Ziel, die Verhältnisse aufzugreifen und für die kleinen Leute einzutreten. Die Bühne war von Jura Soyfer bespielt und man übte Kritik an den damaligen politischen Zuständen.
Meyers bekanntester Theaterbereich wurde jedoch "Komödianten am Börseplatz". Hier fand der Regisseur und Autor 1963 seinen ersten Theaterraum. Meyer war ein Meister des Mittelbühnen-Modells und machte hier eine neue Ära in Wien. Die Zuschauer konnten Stücke von Peter Weiss oder Fernando Arrabal sehen, das Theater legte den Grundstein für die weitere Entwicklung von Alternativen zu traditionellen Bühnendramen.
Nachdem Meyer das Künstlerhaus als neuen Sitz gewählt hatte, veröffentlichte er hier seine szenischen Geschichten über Jakobiner und beteiligte sich an der Rehabilitierung des ermordeten jüdischen Publizisten Hugo Bettauer. Trotz aller Bemühungen scheiterte Meyer jedoch daran, die Verstrickung in Widersprüche zu vermeiden.
Bleibend ist jedoch das Verdienst von Conny Hannes Meyer: er mobilisierte plebejische Aufmüpfigkeit gegen Besitzständehegtum. Seine Mitstreiterinnen und Schüler sind bis heute aktiv (Helga Illich und Helmut Wiesner zählen zu ihnen).
Meyer verbrachte seine Jugend in Heimen und sammelte dort erste Erfahrungen mit Laienspielgruppen. Ein wichtiger Impuls für seine Theaterarbeit empfing er jedoch von Bertolt Brecht, der Sohn eines jüdischen Geschäftsmannes. Der 1948 im Theater Scala als Therese Giese ihre Rolle spielte, beeinflusste Meyer stark und führte ihn zu seinen weiteren künstlerischen Entdeckungen.
Das gemeinsame Projekt mit Erich Pickl und Erich Pateisky wurde das Theater "Experiment am Liechtenwerd" in Wiener Gemeindebezirken. Dort war es Meyer ein Ziel, die Verhältnisse aufzugreifen und für die kleinen Leute einzutreten. Die Bühne war von Jura Soyfer bespielt und man übte Kritik an den damaligen politischen Zuständen.
Meyers bekanntester Theaterbereich wurde jedoch "Komödianten am Börseplatz". Hier fand der Regisseur und Autor 1963 seinen ersten Theaterraum. Meyer war ein Meister des Mittelbühnen-Modells und machte hier eine neue Ära in Wien. Die Zuschauer konnten Stücke von Peter Weiss oder Fernando Arrabal sehen, das Theater legte den Grundstein für die weitere Entwicklung von Alternativen zu traditionellen Bühnendramen.
Nachdem Meyer das Künstlerhaus als neuen Sitz gewählt hatte, veröffentlichte er hier seine szenischen Geschichten über Jakobiner und beteiligte sich an der Rehabilitierung des ermordeten jüdischen Publizisten Hugo Bettauer. Trotz aller Bemühungen scheiterte Meyer jedoch daran, die Verstrickung in Widersprüche zu vermeiden.
Bleibend ist jedoch das Verdienst von Conny Hannes Meyer: er mobilisierte plebejische Aufmüpfigkeit gegen Besitzständehegtum. Seine Mitstreiterinnen und Schüler sind bis heute aktiv (Helga Illich und Helmut Wiesner zählen zu ihnen).