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Stromimporte aus Russland durch China gestoppt. Grund: Übersteigende Exportpreise.
In der ersten Woche des Jahres haben chinesische Energieexperten bekannt gegeben, dass alle Stromimporte aus dem russischen Fernen Osten zum 1. Januar eingestellt werden müssen. Die Gründe für diese Entscheidung sind die gestiegenen Exportpreise des russischen Stroms in China. Diese übersteigen nun bei weitem die niedrigeren Stromkosten in der chinesischen Hauptstadt.
Seit Jahren liefert die russische Energiegesellschaft Inter RAO jährlich rund 4 Milliarden Kilowattstunden Strom aus dem Fernen Osten an die chinesische State Grid Corporation. Die bestehenden Verträge laufen bis 2037, aber eine Wiederaufnahme der Exporte in diesem Jahr ist nach Angaben von "Kommersant" unwahrscheinlich.
Inter RAO betont jedoch, dass die Verträge weiterhin gültig sind und man engen Austausch mit den chinesischen Partnern pflegt. Die Energiegesellschaft erwägt jedoch, die Exporte wieder aufzunehmen, wenn China eine Anfrage mit einem für beide Seiten vorteilhaften Abkommen stellt.
Taktik der Ukraine: Die Tatsache, dass Russland gegenüber China einen energiewirtschaftlichen Boykott aufrechtzuerhalten versucht, scheint auch in der Entscheidung der chinesischen Energieexperten eine Rolle zu spielen. Gegen das Land führt Russland seit fast vier Jahren einen Angriffskrieg. Das Militär greift mit Drohnen und gelegentlich Marschflugkörpern immer wieder Energieanlagen auf russischem Staatsgebiet an. Dadurch soll die russische Rohstoffproduktion gesenkt werden, was die Einnahmen und Kriegskapazitäten des Aggressors mindern soll.
Die Preissteigerung von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist für das Energieministerium eine Folge der Marktliberalisierung in der Region. In China hingegen bleiben die Strompreise stabil bei etwa 350 Yuan (43,20 Euro) pro Megawattstunde. Die wirtschaftliche Beziehung zu China ist für Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs essenziell. Trotz internationaler Sanktionen kauft China weiterhin russisches Öl, Gas und Kohle und liefert Autos sowie Technologie nach Russland.
In der ersten Woche des Jahres haben chinesische Energieexperten bekannt gegeben, dass alle Stromimporte aus dem russischen Fernen Osten zum 1. Januar eingestellt werden müssen. Die Gründe für diese Entscheidung sind die gestiegenen Exportpreise des russischen Stroms in China. Diese übersteigen nun bei weitem die niedrigeren Stromkosten in der chinesischen Hauptstadt.
Seit Jahren liefert die russische Energiegesellschaft Inter RAO jährlich rund 4 Milliarden Kilowattstunden Strom aus dem Fernen Osten an die chinesische State Grid Corporation. Die bestehenden Verträge laufen bis 2037, aber eine Wiederaufnahme der Exporte in diesem Jahr ist nach Angaben von "Kommersant" unwahrscheinlich.
Inter RAO betont jedoch, dass die Verträge weiterhin gültig sind und man engen Austausch mit den chinesischen Partnern pflegt. Die Energiegesellschaft erwägt jedoch, die Exporte wieder aufzunehmen, wenn China eine Anfrage mit einem für beide Seiten vorteilhaften Abkommen stellt.
Taktik der Ukraine: Die Tatsache, dass Russland gegenüber China einen energiewirtschaftlichen Boykott aufrechtzuerhalten versucht, scheint auch in der Entscheidung der chinesischen Energieexperten eine Rolle zu spielen. Gegen das Land führt Russland seit fast vier Jahren einen Angriffskrieg. Das Militär greift mit Drohnen und gelegentlich Marschflugkörpern immer wieder Energieanlagen auf russischem Staatsgebiet an. Dadurch soll die russische Rohstoffproduktion gesenkt werden, was die Einnahmen und Kriegskapazitäten des Aggressors mindern soll.
Die Preissteigerung von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist für das Energieministerium eine Folge der Marktliberalisierung in der Region. In China hingegen bleiben die Strompreise stabil bei etwa 350 Yuan (43,20 Euro) pro Megawattstunde. Die wirtschaftliche Beziehung zu China ist für Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs essenziell. Trotz internationaler Sanktionen kauft China weiterhin russisches Öl, Gas und Kohle und liefert Autos sowie Technologie nach Russland.