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Österreich steht bei der Einführung von Biosimilars im wahren Widerstand. Die teuren Alternativen zu Biologika werden dort oft nicht akzeptiert, obwohl die Preise deutlich günstiger sein sollten.
Fünf bis sechs Jahre dauern es laut Marco Pucci, Länderchef von Sandoz Österreich, bis eine Produktion von Biosimilars ins Laufen kommt. Die dafür nötige Infrastruktur aufzubauen sei aus den lebenden Zellen mit denen gearbeitet wird, komplex.
Die Klassifizierung der Produkte sei ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, die Preise für die Biosimilars zu drücken. Biologika werden bei den Krankenkassen oft als "gelb" eingestuft - eine Verordnung eines solchen Präparats muss vom Chefarzt freigegeben werden. Eine Behandlung mit Biologika kann je nach Medikament und Erkrankung pro Jahr die Grenze von 25.000 Euro überschreiten.
Biosimilars hingegen sind oft als "grün" klassifiziert und sind damit von Ärzten frei verschreibbar. Doch auch hier ist es nicht immer so, dass es zu einem Freikauf kommt. Die Kosten für die Herstellung steigen aber, wenn die Energie- und Personalkosten gestiegen.
Die EU-Staaten sind mit dieser Situation verwirrt. Jedes Land hat seine eigene Strategie. In Frankreich etwa darf der Apotheker entscheiden, ob er dem Patienten das Biologikum oder das Biosimilar überreicht. Die Rahmenbedingungen in Österreich beschreibt Pucci als suboptimal.
Derzeit sind in Österreich nur elf Biosimilars am Markt, alle aus dem Hause Sandoz. 28 befinden sich in der Pipeline. "Die Weichen für die Gesundheitsvorsorge sollten jetzt gestellt werden", sagt Pucci. Dafür brauche es eine automatische Klassifizierung von Biosimilars als "grün" und Preise, die die Inflation abgelten.
Es wird erwartet, dass sich in zehn Jahren eine Welle an Biologika entwickeln wird, deren Patente auslaufen. Den weltweiten Wert dieser Medikamente schätzt Pucci auf rund 300 Milliarden Dollar. Könne sich kein europäischer Markt für den Nachbau dieser Mittel etablieren, drohe das gleiche Problem wie bei Generika: eine Abhängigkeit von China samt begrenzter Anzahl von Anbietern.
Medizinisch wirksame Alternativen werden in der Österreichischen Ärzteschaft oft hinterfragt. Die Hürden der Kassen bei manchen Präparaten seien deshalb hoch, damit bestimmte (teure) Mittel nicht zu freizügig verordnet werden.
Fünf bis sechs Jahre dauern es laut Marco Pucci, Länderchef von Sandoz Österreich, bis eine Produktion von Biosimilars ins Laufen kommt. Die dafür nötige Infrastruktur aufzubauen sei aus den lebenden Zellen mit denen gearbeitet wird, komplex.
Die Klassifizierung der Produkte sei ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, die Preise für die Biosimilars zu drücken. Biologika werden bei den Krankenkassen oft als "gelb" eingestuft - eine Verordnung eines solchen Präparats muss vom Chefarzt freigegeben werden. Eine Behandlung mit Biologika kann je nach Medikament und Erkrankung pro Jahr die Grenze von 25.000 Euro überschreiten.
Biosimilars hingegen sind oft als "grün" klassifiziert und sind damit von Ärzten frei verschreibbar. Doch auch hier ist es nicht immer so, dass es zu einem Freikauf kommt. Die Kosten für die Herstellung steigen aber, wenn die Energie- und Personalkosten gestiegen.
Die EU-Staaten sind mit dieser Situation verwirrt. Jedes Land hat seine eigene Strategie. In Frankreich etwa darf der Apotheker entscheiden, ob er dem Patienten das Biologikum oder das Biosimilar überreicht. Die Rahmenbedingungen in Österreich beschreibt Pucci als suboptimal.
Derzeit sind in Österreich nur elf Biosimilars am Markt, alle aus dem Hause Sandoz. 28 befinden sich in der Pipeline. "Die Weichen für die Gesundheitsvorsorge sollten jetzt gestellt werden", sagt Pucci. Dafür brauche es eine automatische Klassifizierung von Biosimilars als "grün" und Preise, die die Inflation abgelten.
Es wird erwartet, dass sich in zehn Jahren eine Welle an Biologika entwickeln wird, deren Patente auslaufen. Den weltweiten Wert dieser Medikamente schätzt Pucci auf rund 300 Milliarden Dollar. Könne sich kein europäischer Markt für den Nachbau dieser Mittel etablieren, drohe das gleiche Problem wie bei Generika: eine Abhängigkeit von China samt begrenzter Anzahl von Anbietern.
Medizinisch wirksame Alternativen werden in der Österreichischen Ärzteschaft oft hinterfragt. Die Hürden der Kassen bei manchen Präparaten seien deshalb hoch, damit bestimmte (teure) Mittel nicht zu freizügig verordnet werden.