CloudCaptain
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Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer und Chef des ÖVP-Wirtschaftsbundes, steht in einer Krise. Die Postenschacher beschuldigen ihn, seine erwachsenen Zwillingssöhne und Partnerin in wichtige Positionen bei der Kammer platziert zu haben. Auch die Besetzung von Sozialversicherungsträgern ist ein Thema.
Diese Personalentscheidungen sind jedoch nicht der einzige Umstand, der Rucks Macht unter Frage stellt. Er soll auch daran gearbeitet haben, dass sein Parteifreund Manfred Juraczka zum zweiten Geschäftsführer der stadteigenen Wirtschaftsagentur wurde, ohne eine Ausschreibung abzugeben. Der Stadtrechnungshof prüft nun.
Ruck hat auch versucht, in die Politik des ÖVP-Wirtschaftsbundes zu intervenieren. Er soll besonders im Blick gewesen sein, wenn es um die Abwahl eines neuen Obmanns und eine Position für seine Familie geht. Die Firma Ruck ist aber auch für heikle Projekte zuständig.
Auch in der ÖVP ist er ein geschätzter Mann. Sein Netz aus Loyalitäten und Abhängigkeiten hat lange funktioniert, doch es irritiert mittlerweile selbst in der behäbigen Kammer. Die neue WKÖ-Chefin Martha Schultz will Reformen vorantreiben und Rucks Netz könnte sich daher schwach machen.
Politikberater Thomas Hofer rechnet nicht mit persönlichen Konsequenzen für Ruck. Er sieht ihn jedoch als Gefährdeten. Ein möglicher Nachteil: Die Besetzung von Gremien in den Trägern durch Interessenvertretungen wie der Wirtschaftskammer unter Druck geraten könnte.
Rucks Macht speist sich aus einer Verbindung zu Michael Ludwig, dem Bürgermeister Wien. Gemeinsam setzen sie eine Wiener Tradition fort: Die Schattenkoalition zwischen SPÖ und ÖVP-Wirtschaftsflügel.
Diese Personalentscheidungen sind jedoch nicht der einzige Umstand, der Rucks Macht unter Frage stellt. Er soll auch daran gearbeitet haben, dass sein Parteifreund Manfred Juraczka zum zweiten Geschäftsführer der stadteigenen Wirtschaftsagentur wurde, ohne eine Ausschreibung abzugeben. Der Stadtrechnungshof prüft nun.
Ruck hat auch versucht, in die Politik des ÖVP-Wirtschaftsbundes zu intervenieren. Er soll besonders im Blick gewesen sein, wenn es um die Abwahl eines neuen Obmanns und eine Position für seine Familie geht. Die Firma Ruck ist aber auch für heikle Projekte zuständig.
Auch in der ÖVP ist er ein geschätzter Mann. Sein Netz aus Loyalitäten und Abhängigkeiten hat lange funktioniert, doch es irritiert mittlerweile selbst in der behäbigen Kammer. Die neue WKÖ-Chefin Martha Schultz will Reformen vorantreiben und Rucks Netz könnte sich daher schwach machen.
Politikberater Thomas Hofer rechnet nicht mit persönlichen Konsequenzen für Ruck. Er sieht ihn jedoch als Gefährdeten. Ein möglicher Nachteil: Die Besetzung von Gremien in den Trägern durch Interessenvertretungen wie der Wirtschaftskammer unter Druck geraten könnte.
Rucks Macht speist sich aus einer Verbindung zu Michael Ludwig, dem Bürgermeister Wien. Gemeinsam setzen sie eine Wiener Tradition fort: Die Schattenkoalition zwischen SPÖ und ÖVP-Wirtschaftsflügel.