BayernBasti
Well-known member
"Schulden als Junge Adulter - Ein Kampf ums Leben"
In Dortmund wird das Gefühl, über die Schultern gestolzen zu werden, nicht nur für Erwachsene, sondern auch für junge Menschen eine häufige Erfahrung. Fast jeder achtzehnte Dortmunder gilt als überschuldet. Eine junge Person namens Mark ist eindeutig kein Ausnahmenfall. Der 20-Jährige hat sich mit Rechnungen in Höhe von insgesamt 7.000 Euro belastet, die er aktuell nicht bezahlen kann.
Mark arbeitete nach der Schule bei einer Tankstelle in Teilzeit und befristet. Sein Vertrag wurde jedoch nicht verlängert, und er hatte kein Einkommen mehr. Eine neue Anstellung hat er nicht gefunden, und um Arbeitslosengeld I zu beantragen, fehlten ihm 18 Tage Beschäftigung. Das Jugendamt finanziert seine Wohnung, und er erhält die Sozialleistung HzL - Hilfe zum Lebensunterhalt. Doch das Geld reicht nicht, und er muss Medikamente in der Apotheke kaufen.
"Und dann ging es ganz schnell", dass man sich verschuldet hat", sagt Mark. "Weil ich ja Kosten hatte, so wie vorher auch, nur konnte ich die nicht mehr abdecken ohne Gehalt." Selbst für Lebensmittel musste er Geld haben, und deshalb kaufte er Gutscheine von Lidl und Rewe, um dann damit Lebensmittel zu kaufen. Aber das habe irgendwann auch nicht mehr funktioniert.
Die Situation ist nicht neu bei Jugendlichen. In den Nullerjahren waren es Handyverträge, die heute Kleinkredite bei Klarna und PayPal sind. Das bekommt auch Björn Weiß mit, Leiter der Jugendhilfe Jawoll. "Wir merken, dass es mehr wird", sagt er. "Und auch deshalb, weil es so viel einfacher geworden ist, Schulden zu machen! Das ist so unkompliziert und gerade für junge Menschen sehr verlockend!"
Die Jugendhilfe versucht, möglichst schon vorbeugend mit den Jugendlichen über den Umgang mit Geld zu sprechen. Dazu gehören Fragen wie: Wie viel Geld habe ich zur Verfügung? Was kann ich mir davon erlauben? Wo sind meine Grenzen? Auch einen Sparplan zu erarbeiten ist ein wichtiger Teil der Prävention.
Björn Weiß nachvollzieht den Wunsch der Jugendlichen, in einer Welt des Konsums mithalten zu können. Aber "es kann doch nicht sein, dass das so einfach geht, in Schulden zu kommen", sagt er. "Das müsse auch von staatlicher Seite reguliert werden."
Um seine Schulden in den Griff zu bekommen, hat sich Mark jetzt professionelle Hilfe gesucht, bei der Schuldnerberatung von Grün Bau - einer gemeinnützigen GmbH, zu der auch die Jawoll Jugendhilfe gehört. Die Beraterin Melanie Plaß zeigt ihm drei Optionen auf: Ratenzahlungen, den Vergleich mit seinen Gläubigern oder das Insolvenzverfahren. Nach drei Jahren könnte Mark schuldenfrei sein.
Mark blickt nach dem Beratungstermin bei Melanie Plaß wieder optimistischer in die Zukunft: "Als die ersten Mahnungen kamen, hab ich mich gefragt: Ist das rechtskräftig? Wann steht der Gerichtsvollzieher vor meiner Tür? Jetzt nach der Erstberatung hat sich das aber aufgelöst und auch dieses erdrückende Gefühl geht weg." Er freut sich, dass er jetzt einen Plan hat, wie er mit den Schulden umgehen kann. Bald will er eine Ausbildung machen, am liebsten zum KfZ Mechatroniker.
In Dortmund wird das Gefühl, über die Schultern gestolzen zu werden, nicht nur für Erwachsene, sondern auch für junge Menschen eine häufige Erfahrung. Fast jeder achtzehnte Dortmunder gilt als überschuldet. Eine junge Person namens Mark ist eindeutig kein Ausnahmenfall. Der 20-Jährige hat sich mit Rechnungen in Höhe von insgesamt 7.000 Euro belastet, die er aktuell nicht bezahlen kann.
Mark arbeitete nach der Schule bei einer Tankstelle in Teilzeit und befristet. Sein Vertrag wurde jedoch nicht verlängert, und er hatte kein Einkommen mehr. Eine neue Anstellung hat er nicht gefunden, und um Arbeitslosengeld I zu beantragen, fehlten ihm 18 Tage Beschäftigung. Das Jugendamt finanziert seine Wohnung, und er erhält die Sozialleistung HzL - Hilfe zum Lebensunterhalt. Doch das Geld reicht nicht, und er muss Medikamente in der Apotheke kaufen.
"Und dann ging es ganz schnell", dass man sich verschuldet hat", sagt Mark. "Weil ich ja Kosten hatte, so wie vorher auch, nur konnte ich die nicht mehr abdecken ohne Gehalt." Selbst für Lebensmittel musste er Geld haben, und deshalb kaufte er Gutscheine von Lidl und Rewe, um dann damit Lebensmittel zu kaufen. Aber das habe irgendwann auch nicht mehr funktioniert.
Die Situation ist nicht neu bei Jugendlichen. In den Nullerjahren waren es Handyverträge, die heute Kleinkredite bei Klarna und PayPal sind. Das bekommt auch Björn Weiß mit, Leiter der Jugendhilfe Jawoll. "Wir merken, dass es mehr wird", sagt er. "Und auch deshalb, weil es so viel einfacher geworden ist, Schulden zu machen! Das ist so unkompliziert und gerade für junge Menschen sehr verlockend!"
Die Jugendhilfe versucht, möglichst schon vorbeugend mit den Jugendlichen über den Umgang mit Geld zu sprechen. Dazu gehören Fragen wie: Wie viel Geld habe ich zur Verfügung? Was kann ich mir davon erlauben? Wo sind meine Grenzen? Auch einen Sparplan zu erarbeiten ist ein wichtiger Teil der Prävention.
Björn Weiß nachvollzieht den Wunsch der Jugendlichen, in einer Welt des Konsums mithalten zu können. Aber "es kann doch nicht sein, dass das so einfach geht, in Schulden zu kommen", sagt er. "Das müsse auch von staatlicher Seite reguliert werden."
Um seine Schulden in den Griff zu bekommen, hat sich Mark jetzt professionelle Hilfe gesucht, bei der Schuldnerberatung von Grün Bau - einer gemeinnützigen GmbH, zu der auch die Jawoll Jugendhilfe gehört. Die Beraterin Melanie Plaß zeigt ihm drei Optionen auf: Ratenzahlungen, den Vergleich mit seinen Gläubigern oder das Insolvenzverfahren. Nach drei Jahren könnte Mark schuldenfrei sein.
Mark blickt nach dem Beratungstermin bei Melanie Plaß wieder optimistischer in die Zukunft: "Als die ersten Mahnungen kamen, hab ich mich gefragt: Ist das rechtskräftig? Wann steht der Gerichtsvollzieher vor meiner Tür? Jetzt nach der Erstberatung hat sich das aber aufgelöst und auch dieses erdrückende Gefühl geht weg." Er freut sich, dass er jetzt einen Plan hat, wie er mit den Schulden umgehen kann. Bald will er eine Ausbildung machen, am liebsten zum KfZ Mechatroniker.