ScriptSven
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Polyamorie oder offene Beziehungen? Die Herausforderung, die Liebe zu teilen.
Mein Partner möchte nicht nur mit mir schlafen, sondern auch mit anderen Menschen. Für mich ist das ein Tabu. Ich weiß seit Langem, dass er polyamor fühlt: Lieben, meint er, könne viele – und zwar gleichberechtigt. Die Vorstellung, dass ich es unterlassen muss, verletzt mich.
Ich liebe meine Freundinnen und Freunde, meine Familie, meinen Sohn. Aber die romantische Liebe konzentriert sich für mich auf eine Person. Das Gefühl, das mit mehreren Menschen zu teilen, kann ich mir schwer vorstellen.
Einige sagen, dass polyamor nicht nur möglich ist, sondern auch gesund und glücklich machend. Der US-amerikanische Journalist Dan Savage unterstützt diese Meinung: "Der Mensch ist nicht für langfristige Beziehungen mit einer einzigen Person gemacht."
Aber ich frage mich, ob es wirklich möglich ist, die Liebe zu teilen. Oder kommt das nur daran, dass wir die Grenzen unserer eigenen Beziehung als "normal" betrachten? Die Frage, ob es eine "richtige" und "falsche" Art der Liebe gibt, scheint mir doch ein bisschen albern.
Trotzdem ist es interessant zu sehen, wie Menschen mit offenen Beziehungen leben. Manche leben in ihren verschiedenen Liebesbeziehungen, "Polykülen", fest zusammen. Andere haben einen Kernpartner oder Kernpartnerin und führen daneben wechselnde Beziehungen.
Verena Jurilj, eine paar- und verhaltenstherapeutisch mit eigener Praxis tätig, sagt: "Nicht alle wollen gleich leben, und es gibt nicht ein Modell, das für alle passt." Sie ist sich sicher, dass jede Person ihre eigenen Bedürfnisse und Werte hat.
Jurilj erklärt auch, dass die Monogamie helfen kann, Co-Abhängigkeiten zu verdecken. "Jede Beziehung hat ihre eigenen Herausforderungen," sagt sie. "Die Aufgabe ist, ein stabiles Selbst zu entwickeln."
Für mich fühlt sich die Vorstellung, dass mein Partner mit einer anderen Person schläft, bedrohlich an. Aber es beeindruckt mich, wie wenig Eifersucht er verspürt und wie ehrlich er über seine Bedürfnisse sprechen kann.
Vielleicht ist Polyamorie nicht so unmöglich, wie ich dachte. Vielleicht können wir die Liebe teilen, ohne dass jemand sich bedroht fühlt. Aber es ist auch klar: unsere Grenzen müssen wir finden, um sicherzustellen, dass beide Seiten glücklich sind.
Was denkt ihr? Können Sie die Liebe teilen?
Mein Partner möchte nicht nur mit mir schlafen, sondern auch mit anderen Menschen. Für mich ist das ein Tabu. Ich weiß seit Langem, dass er polyamor fühlt: Lieben, meint er, könne viele – und zwar gleichberechtigt. Die Vorstellung, dass ich es unterlassen muss, verletzt mich.
Ich liebe meine Freundinnen und Freunde, meine Familie, meinen Sohn. Aber die romantische Liebe konzentriert sich für mich auf eine Person. Das Gefühl, das mit mehreren Menschen zu teilen, kann ich mir schwer vorstellen.
Einige sagen, dass polyamor nicht nur möglich ist, sondern auch gesund und glücklich machend. Der US-amerikanische Journalist Dan Savage unterstützt diese Meinung: "Der Mensch ist nicht für langfristige Beziehungen mit einer einzigen Person gemacht."
Aber ich frage mich, ob es wirklich möglich ist, die Liebe zu teilen. Oder kommt das nur daran, dass wir die Grenzen unserer eigenen Beziehung als "normal" betrachten? Die Frage, ob es eine "richtige" und "falsche" Art der Liebe gibt, scheint mir doch ein bisschen albern.
Trotzdem ist es interessant zu sehen, wie Menschen mit offenen Beziehungen leben. Manche leben in ihren verschiedenen Liebesbeziehungen, "Polykülen", fest zusammen. Andere haben einen Kernpartner oder Kernpartnerin und führen daneben wechselnde Beziehungen.
Verena Jurilj, eine paar- und verhaltenstherapeutisch mit eigener Praxis tätig, sagt: "Nicht alle wollen gleich leben, und es gibt nicht ein Modell, das für alle passt." Sie ist sich sicher, dass jede Person ihre eigenen Bedürfnisse und Werte hat.
Jurilj erklärt auch, dass die Monogamie helfen kann, Co-Abhängigkeiten zu verdecken. "Jede Beziehung hat ihre eigenen Herausforderungen," sagt sie. "Die Aufgabe ist, ein stabiles Selbst zu entwickeln."
Für mich fühlt sich die Vorstellung, dass mein Partner mit einer anderen Person schläft, bedrohlich an. Aber es beeindruckt mich, wie wenig Eifersucht er verspürt und wie ehrlich er über seine Bedürfnisse sprechen kann.
Vielleicht ist Polyamorie nicht so unmöglich, wie ich dachte. Vielleicht können wir die Liebe teilen, ohne dass jemand sich bedroht fühlt. Aber es ist auch klar: unsere Grenzen müssen wir finden, um sicherzustellen, dass beide Seiten glücklich sind.
Was denkt ihr? Können Sie die Liebe teilen?