MeinungsPilot
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Die US-Gesellschaft steht vor einer tiefen politischen Spaltung, die sich seit Jahrzehnten aufbaut. Forschungen deuten darauf hin, dass 2008 ein Wendepunkt war, nach dem sich die Gräben zwischen links und rechts besonders stark vertieften.
Eine Studie von Stefan Thurner und seinem Team aus dem Complexity Science Hub in Wien analysierte Befragungsdaten des Pew Research Center. Sie zeigte, dass ab 2008 zu einer sprunghaften Zunahme der Polarisierung in der Gesellschaft kam. Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass Smartphones und Facebook zwischen 2008 und 2010 zu einer Verdopplung enger sozialer Kontakte führten, was wiederum zu einer Fragmentierung des sozialen Netzwerks und einer zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft führt.
Ein anderes Team aus Cambridge analysierte über 35.000 Umfrageantworten von 1988 bis 2024. Sie konnten zeigen, dass die politische Distanz zwischen links und rechts vor allem durch eine Verschiebung im linken politischen Spektrum erklärt werden kann. Die Linken sind seit den 2010er-Jahren deutlich progressiver geworden, während die Rechten sich ideologisch weniger stark veränderten.
Eine weitere interessante Entdeckung war die "Sorting"-Analyse, bei der sich immer mehr Menschen klar einem politischen Lager zuordnen. Der Trend zeigt, dass Linke eher als Demokraten und liberal sehen, während sich Rechte ähnlich stark als Rebublikaner und konservativ einschätzen.
Trotz aller Zuspitzung mahnen die Forschenden zur Relativierung. Die USA seien nicht in zwei vollkommen abgeschottete Lager zerfallen, betont de-Wit. Innerhalb der Gruppen gebe es weiterhin Meinungsvielfalt, und die Grenzen blieben "unscharf". Auffällig ist zudem: Die Größe der linken und rechten Lager ist seit den 1980er-Jahren nahezu unverändert.
Die Forschungen deuten darauf hin, dass die USA ein einzigartiges Phänomen darstellen, in dem zwei etwa gleich große politische Blöcke geteilt sind. Diese Spaltung erscheint besonders intensiv aufgrund der Globalisierung und des technologischen Fortschritts.
Eine Studie von Stefan Thurner und seinem Team aus dem Complexity Science Hub in Wien analysierte Befragungsdaten des Pew Research Center. Sie zeigte, dass ab 2008 zu einer sprunghaften Zunahme der Polarisierung in der Gesellschaft kam. Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass Smartphones und Facebook zwischen 2008 und 2010 zu einer Verdopplung enger sozialer Kontakte führten, was wiederum zu einer Fragmentierung des sozialen Netzwerks und einer zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft führt.
Ein anderes Team aus Cambridge analysierte über 35.000 Umfrageantworten von 1988 bis 2024. Sie konnten zeigen, dass die politische Distanz zwischen links und rechts vor allem durch eine Verschiebung im linken politischen Spektrum erklärt werden kann. Die Linken sind seit den 2010er-Jahren deutlich progressiver geworden, während die Rechten sich ideologisch weniger stark veränderten.
Eine weitere interessante Entdeckung war die "Sorting"-Analyse, bei der sich immer mehr Menschen klar einem politischen Lager zuordnen. Der Trend zeigt, dass Linke eher als Demokraten und liberal sehen, während sich Rechte ähnlich stark als Rebublikaner und konservativ einschätzen.
Trotz aller Zuspitzung mahnen die Forschenden zur Relativierung. Die USA seien nicht in zwei vollkommen abgeschottete Lager zerfallen, betont de-Wit. Innerhalb der Gruppen gebe es weiterhin Meinungsvielfalt, und die Grenzen blieben "unscharf". Auffällig ist zudem: Die Größe der linken und rechten Lager ist seit den 1980er-Jahren nahezu unverändert.
Die Forschungen deuten darauf hin, dass die USA ein einzigartiges Phänomen darstellen, in dem zwei etwa gleich große politische Blöcke geteilt sind. Diese Spaltung erscheint besonders intensiv aufgrund der Globalisierung und des technologischen Fortschritts.