"Ein schwerer Rückschlag": Deutschlandfunk kritisiert EU-Parlament für Mercosur-Abkommen. Bundesaußenminister Johann Wadephul beschreibt die Entscheidung des Europäischen Parlaments, das Mercosur-Handelsabkommen zwischen der EU und vier südamerikanischen Ländern gerichtlich zu prüfen, als "sehr großen politischen Fehler".
Das Abkommen mit den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay wurde vergangene Woche nach mehr als 25 Jahren dauernden Verhandlungen besiegelt. Es soll eine der weltweit größten Freihandelszonen mit mehr als 700 Millionen Einwohnern schaffen und ist auch als Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zu verstehen.
Der mit Hilfe der deutschen Grünen nur knapp zustande gekommene Mehrheitsbeschluss, das nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichnete Abkommen nun noch gerichtlich prüfen zu lassen, sei "ein schwerer Rückschlag", sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Das Votum bedeute mindestens "eine erhebliche Zeitverzögerung", sie koste jedoch auch politisches Vertrauen.
Die meisten deutschen Grünen-Abgeordnete hatten am Mittwoch wie auch die rechten Kräfte im Europaparlament inklusive der AfD dafür gestimmt, das Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) überprüfen zu lassen. Ohne die Stimmen der Grünen wäre es nicht zur Überprüfung gekommen.
Der ehemalige Bundesminister für Landwirtschaft, Cem Özdemir, nannte die Abstimmung ebenfalls einen Fehler. "Wer soll denn mit uns noch Abkommen verhandeln, wenn wir mehr als 20 Jahre dafür brauchen?", so Özdemir im ZDF.
Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und den europäischen Mitgliedstaaten soll laut Europäischer Union einen gemeinsamen Markt für mehr als 700 Millionen Menschen schaffen und dafür sorgen, dass Zölle entfallen. Die Mercosur-Staaten erhoffen sich davon unter anderem einen stärkeren Export etwa von Rindfleisch und Landwirtschaftsprodukten, für europäische Staaten könnte das Abkommen den Export von Autos und Maschinen, aber auch von Käse und Wein ankurbeln.
Das Abkommen mit den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay wurde vergangene Woche nach mehr als 25 Jahren dauernden Verhandlungen besiegelt. Es soll eine der weltweit größten Freihandelszonen mit mehr als 700 Millionen Einwohnern schaffen und ist auch als Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zu verstehen.
Der mit Hilfe der deutschen Grünen nur knapp zustande gekommene Mehrheitsbeschluss, das nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichnete Abkommen nun noch gerichtlich prüfen zu lassen, sei "ein schwerer Rückschlag", sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Das Votum bedeute mindestens "eine erhebliche Zeitverzögerung", sie koste jedoch auch politisches Vertrauen.
Die meisten deutschen Grünen-Abgeordnete hatten am Mittwoch wie auch die rechten Kräfte im Europaparlament inklusive der AfD dafür gestimmt, das Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) überprüfen zu lassen. Ohne die Stimmen der Grünen wäre es nicht zur Überprüfung gekommen.
Der ehemalige Bundesminister für Landwirtschaft, Cem Özdemir, nannte die Abstimmung ebenfalls einen Fehler. "Wer soll denn mit uns noch Abkommen verhandeln, wenn wir mehr als 20 Jahre dafür brauchen?", so Özdemir im ZDF.
Das EU-Mercosur-Abkommen zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und den europäischen Mitgliedstaaten soll laut Europäischer Union einen gemeinsamen Markt für mehr als 700 Millionen Menschen schaffen und dafür sorgen, dass Zölle entfallen. Die Mercosur-Staaten erhoffen sich davon unter anderem einen stärkeren Export etwa von Rindfleisch und Landwirtschaftsprodukten, für europäische Staaten könnte das Abkommen den Export von Autos und Maschinen, aber auch von Käse und Wein ankurbeln.