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Die erste Karte des gelobten Landes in einer Bibel, die um 500 Jahre her ist, zeichnete Lucas Cranach der Ältere. Diese einzigartige Darstellung hat seitdem einen enormen Einfluss auf die politische Geografie und die Verortung von Nationen gewonnen.
Die Karte zeigt das gelobte Land mit den zwölf Stämmen Israels, aber sie sieht gespiegelt aus und hat die geografischen Verhältnisse umgedreht. Das Mittelmeer liegt rechts vom Nil, der See Genezareth links davon. Diese ungewöhnliche Darstellung mag bei Cranach kein Missverständnis gewesen sein, da das Osteuropa als eine eigene Region erkannt wurde. Die Leser könnten durch die Karte "eine gedankliche Pilgerreise" unternehmen.
Die erste Bibelkarte in Deutschland veröffentlichte sich 1525 im Rahmen der Reformation. Zuerst wurden die Länder geografisch und politisch dargestellt, aber mit Cranachs Karte wurde eine neue Vorstellung davon, wie die Welt organisiert sei, verbreitet. Diese Karten haben bis heute einen enormen Einfluss gehabt.
Die Bibel wurde zu einem Beispiel für Gottes Ordnung der Welt nach Nationalstaaten geworden und ist es auch für manche bis heute. Aber die Realität sei komplexer, warnet Nathan MacDonald: "Wir sollten uns Sorgen machen, wenn eine Gruppe behauptet, dass ihre Art der Gesellschaftsorganisation eine göttliche oder religiöse Grundlage hat."
Die Karte zeigt das gelobte Land mit den zwölf Stämmen Israels, aber sie sieht gespiegelt aus und hat die geografischen Verhältnisse umgedreht. Das Mittelmeer liegt rechts vom Nil, der See Genezareth links davon. Diese ungewöhnliche Darstellung mag bei Cranach kein Missverständnis gewesen sein, da das Osteuropa als eine eigene Region erkannt wurde. Die Leser könnten durch die Karte "eine gedankliche Pilgerreise" unternehmen.
Die erste Bibelkarte in Deutschland veröffentlichte sich 1525 im Rahmen der Reformation. Zuerst wurden die Länder geografisch und politisch dargestellt, aber mit Cranachs Karte wurde eine neue Vorstellung davon, wie die Welt organisiert sei, verbreitet. Diese Karten haben bis heute einen enormen Einfluss gehabt.
Die Bibel wurde zu einem Beispiel für Gottes Ordnung der Welt nach Nationalstaaten geworden und ist es auch für manche bis heute. Aber die Realität sei komplexer, warnet Nathan MacDonald: "Wir sollten uns Sorgen machen, wenn eine Gruppe behauptet, dass ihre Art der Gesellschaftsorganisation eine göttliche oder religiöse Grundlage hat."