Grönland ist ein wichtiges Gebiet für die USA, die es als strategische Position in der Arktis betrachten. US-Präsident Trump begründet seinen Anspruch auf Grönland mit dem Vorwurf, dass Russland und China mit ihren Schiffen in diesen Raum vordringen. Der Arktis-Experte Michael Paul hält das für einen Vorwand. Im Interview erklärt er, welche Probleme die USA in Grönland erwarten würden.
Die militärische Lage in Grönland wird von der Situation in der Arktis allgemein beeinflusst. Die Erderwärmung führt dazu, dass das Meereis und das Inlandeis schmelzen und dadurch die Zugänge zur Arktis zum Teil besser werden, sich zum Teil allerdings auch verschlechtern. Die amerikanische Arktisstrategie rechnet damit, dass ab dem Jahr 2030 im Sommer die Arktis eisfrei sein wird.
China ist jedoch der neue Akteur in dieser Region und baut in letzter Zeit verstärkt eisbrechende Schiffe, die es ihnen ermöglichen, auch im Arktischen Ozean aktiv zu werden. Das ist aber ein längerfristiger Trend, der sich daran zeigt, dass von chinesischer Seite der Arktische Ozean auch Teil der polaren Seidenstraße ist.
Die Kanadier sagen dazu: "Less ice means more ice" - weniger Eis bedeutet mehr Eis. Das heißt, das einjährige Eis kann sich zu Packeis zusammenballen und damit zum Beispiel in der Nordwestpassage, aber auch in der Beringstraße die Zugänge blockieren. So ganz einfach ist es also nicht.
Auch militärisch ist nicht einfach abzuleiten, dass das Eis schmilzt und deshalb die Arktis einfacher zugänglich sei. Die NATO hat strategische Interessen in der Arktis, sie sehen es auch an den Deutschen und den Aufrüstungsmaßnahmen, zum Beispiel dem Kauf des Seefernaufklärers Boeing P8 Poseidon, dass Deutschland bemüht ist, sich auf den Weltmeeren oder auf den naheliegenden Meeren stärker einzubringen.
Die Dänen haben sich vor kurzem entschieden, drei Seefernaufklärer anzuschaffen. Insofern würde ein Verbund mit den Briten, den US-Amerikanern, künftig auch den Kanadiern und den Norwegern entstehen, um zum Beispiel diesen kritischen Bereich der Seefernaufklärung und auch der U-Boot-Abwehr zu verbessern.
Trump sagt jedoch, dass die USA Grönland wie die Dänen alimentieren müssten, wenn sie es übernehmen wollten. Man würde sich Grönland nicht nur militärisch aneignen, sondern auch mit seiner sozialen Situation. Es wäre ein Völkerrechtsbruch erster Ordnung und ein Bruch mit einem langjährigen und erwiesenermaßen treuen Verbündeten.
Michael Paul hält einen solchen Schritt für wahrscheinlich nicht. Trump hat die Unberechenbarkeit zu seiner Politik gemacht, aber wir werden abwarten haben, wie sich die Lage in Venezuela entwickelt und ob der amerikanische Kongress tätig wird und sich in diesem Völkerrechtsbruch einmischt, weil er gravierende Auswirkungen auf die amerikanische Sicherheit haben kann.
Es ist wichtig, dass die Europäer ihre Verteidigungsfähigkeit wiederherstellen und sich auf die Rolle der NATO konzentrieren. Eine Annexion von Grönland würde sicherlich zu einer Konfliktkluft führen und es wäre ein Bruch mit einem langjährigen und erwiesenermaßen treuen Verbündeten.
Die militärische Lage in Grönland wird von der Situation in der Arktis allgemein beeinflusst. Die Erderwärmung führt dazu, dass das Meereis und das Inlandeis schmelzen und dadurch die Zugänge zur Arktis zum Teil besser werden, sich zum Teil allerdings auch verschlechtern. Die amerikanische Arktisstrategie rechnet damit, dass ab dem Jahr 2030 im Sommer die Arktis eisfrei sein wird.
China ist jedoch der neue Akteur in dieser Region und baut in letzter Zeit verstärkt eisbrechende Schiffe, die es ihnen ermöglichen, auch im Arktischen Ozean aktiv zu werden. Das ist aber ein längerfristiger Trend, der sich daran zeigt, dass von chinesischer Seite der Arktische Ozean auch Teil der polaren Seidenstraße ist.
Die Kanadier sagen dazu: "Less ice means more ice" - weniger Eis bedeutet mehr Eis. Das heißt, das einjährige Eis kann sich zu Packeis zusammenballen und damit zum Beispiel in der Nordwestpassage, aber auch in der Beringstraße die Zugänge blockieren. So ganz einfach ist es also nicht.
Auch militärisch ist nicht einfach abzuleiten, dass das Eis schmilzt und deshalb die Arktis einfacher zugänglich sei. Die NATO hat strategische Interessen in der Arktis, sie sehen es auch an den Deutschen und den Aufrüstungsmaßnahmen, zum Beispiel dem Kauf des Seefernaufklärers Boeing P8 Poseidon, dass Deutschland bemüht ist, sich auf den Weltmeeren oder auf den naheliegenden Meeren stärker einzubringen.
Die Dänen haben sich vor kurzem entschieden, drei Seefernaufklärer anzuschaffen. Insofern würde ein Verbund mit den Briten, den US-Amerikanern, künftig auch den Kanadiern und den Norwegern entstehen, um zum Beispiel diesen kritischen Bereich der Seefernaufklärung und auch der U-Boot-Abwehr zu verbessern.
Trump sagt jedoch, dass die USA Grönland wie die Dänen alimentieren müssten, wenn sie es übernehmen wollten. Man würde sich Grönland nicht nur militärisch aneignen, sondern auch mit seiner sozialen Situation. Es wäre ein Völkerrechtsbruch erster Ordnung und ein Bruch mit einem langjährigen und erwiesenermaßen treuen Verbündeten.
Michael Paul hält einen solchen Schritt für wahrscheinlich nicht. Trump hat die Unberechenbarkeit zu seiner Politik gemacht, aber wir werden abwarten haben, wie sich die Lage in Venezuela entwickelt und ob der amerikanische Kongress tätig wird und sich in diesem Völkerrechtsbruch einmischt, weil er gravierende Auswirkungen auf die amerikanische Sicherheit haben kann.
Es ist wichtig, dass die Europäer ihre Verteidigungsfähigkeit wiederherstellen und sich auf die Rolle der NATO konzentrieren. Eine Annexion von Grönland würde sicherlich zu einer Konfliktkluft führen und es wäre ein Bruch mit einem langjährigen und erwiesenermaßen treuen Verbündeten.