Bildungsrelikte der Vergangenheit - Wie eine neue Chance aus der Krise erwacht
Das Bildungssystem, das wir uns so sehr gewöhnt haben, ist ein Relikt einer anderen Zeit. Es ist ein System, das auf Stabilität und Planbarkeit setzt, aber in einer Welt ohne diese Anforderungen nicht mehr existiert. Die KI-Schock-Debatte im Klassenzimmer, Bildungspolitische Ratlosigkeit in Bund und Ländern sowie genervte Erschöpfung bei Eltern, Lehrern und Schülern sind Symptome eines Systems, das nicht mehr mit der Realität vereinbar ist.
Unser Bildungsunterricht messt Fleiß, nicht Urteilskraft. Abschlüsse versprechen Sicherheit, die es nicht mehr gibt. Die Universitäten bilden Spezialisten aus, wo Orientierung, sinnhaftes Denken und systemische Zusammenhänge immer wichtiger werden. Lernen wird als Phase behandelt, obwohl es längst zur Lebensform geworden ist.
Aber in dieser Krise liegt eine historische Chance: Bildung kann neu gedacht werden - nicht als Reparatur, sondern als Neuausrichtung. Die Zukunftspädagogik setzt auf projektbasiertes Lernen, auf reale Probleme, auf gesellschaftliche Relevanz und begreift Lehrkräfte nicht als Kontrolleure, sondern als Ermöglichende.
Bildung muss zum Lebensweg werden - nicht nur ein Abschluss. Sie betrifft Kinder ebenso wie Erwachsene, Berufseinsteiger wie Ruheständler. Wer lernt, vorauszudenken, Szenarien zu entwickeln und die eigene Zukunft aktiv zu gestalten, gewinnt Selbstwirksamkeit.
Doch Stillstand und politische Ratlosigkeit sind keine Option mehr. Die Welt wartet nicht auf Reformdebatten. Die Zukunft ist längst da und wir in der Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Bildung, wie wir sie kannten, funktioniert nicht mehr. Bildung, wie wir sie brauchen, beginnt dort, wo wir bereit sind, umzudenken.
Die Neuorientierung verlangt Mut. Sie verlangt Abschied von liebgewonnenen Sicherheiten und den Willen, Neues auszuprobieren, ohne Perfektion zu erwarten. Die neue Publikation: Zukunftspädagogik - Bildung und Lernen neu denken - gibt Anregungen und Impulse für eine neue Ausrichtung unserer Bildungsstrategien.
Als Soziologe forscht Thomas Druyen seit 30 Jahren die psychologischen Auswirkungen von Wandel und leitet zwei Institute an der Sigmund Freud Universität in Wien. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.
Die Zeit für Veränderung ist jetzt. Wir müssen einen Abschied von den alten Sicherheiten nehmen und bereit sein, Neues auszuprobieren. Nur so können wir eine neue Bildungsrealität schaffen - eine Realität, die auf der Fähigkeit der Menschen setzt, sich zu verändern, zu lernen und zu wachsen.
Das Bildungssystem, das wir uns so sehr gewöhnt haben, ist ein Relikt einer anderen Zeit. Es ist ein System, das auf Stabilität und Planbarkeit setzt, aber in einer Welt ohne diese Anforderungen nicht mehr existiert. Die KI-Schock-Debatte im Klassenzimmer, Bildungspolitische Ratlosigkeit in Bund und Ländern sowie genervte Erschöpfung bei Eltern, Lehrern und Schülern sind Symptome eines Systems, das nicht mehr mit der Realität vereinbar ist.
Unser Bildungsunterricht messt Fleiß, nicht Urteilskraft. Abschlüsse versprechen Sicherheit, die es nicht mehr gibt. Die Universitäten bilden Spezialisten aus, wo Orientierung, sinnhaftes Denken und systemische Zusammenhänge immer wichtiger werden. Lernen wird als Phase behandelt, obwohl es längst zur Lebensform geworden ist.
Aber in dieser Krise liegt eine historische Chance: Bildung kann neu gedacht werden - nicht als Reparatur, sondern als Neuausrichtung. Die Zukunftspädagogik setzt auf projektbasiertes Lernen, auf reale Probleme, auf gesellschaftliche Relevanz und begreift Lehrkräfte nicht als Kontrolleure, sondern als Ermöglichende.
Bildung muss zum Lebensweg werden - nicht nur ein Abschluss. Sie betrifft Kinder ebenso wie Erwachsene, Berufseinsteiger wie Ruheständler. Wer lernt, vorauszudenken, Szenarien zu entwickeln und die eigene Zukunft aktiv zu gestalten, gewinnt Selbstwirksamkeit.
Doch Stillstand und politische Ratlosigkeit sind keine Option mehr. Die Welt wartet nicht auf Reformdebatten. Die Zukunft ist längst da und wir in der Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Bildung, wie wir sie kannten, funktioniert nicht mehr. Bildung, wie wir sie brauchen, beginnt dort, wo wir bereit sind, umzudenken.
Die Neuorientierung verlangt Mut. Sie verlangt Abschied von liebgewonnenen Sicherheiten und den Willen, Neues auszuprobieren, ohne Perfektion zu erwarten. Die neue Publikation: Zukunftspädagogik - Bildung und Lernen neu denken - gibt Anregungen und Impulse für eine neue Ausrichtung unserer Bildungsstrategien.
Als Soziologe forscht Thomas Druyen seit 30 Jahren die psychologischen Auswirkungen von Wandel und leitet zwei Institute an der Sigmund Freud Universität in Wien. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.
Die Zeit für Veränderung ist jetzt. Wir müssen einen Abschied von den alten Sicherheiten nehmen und bereit sein, Neues auszuprobieren. Nur so können wir eine neue Bildungsrealität schaffen - eine Realität, die auf der Fähigkeit der Menschen setzt, sich zu verändern, zu lernen und zu wachsen.