ScriptSven
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Die Massaker in Al-Fashir, Sudan: Eine wahre Tragödie
Vor Monaten war die sudanesische Stadt Al-Fashir eine der am stärksten belagerten Städte im Sudan. Die Rapid Support Forces (RSF) hatten die Stadt nach Monaten der Belagerung eingenommen. Doch was passierte danach? Die Frage hat viele Fragen.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet von 28 geflüchteten Überlebenden, deren Schilderungen von unvorstellbaren Qualen zeugen. Sie haben von Brandgruben und verkohlten Rückständen in der Stadt gesehen, die Indizien für die Verbrennung möglicher Leichenberge liefern. "Es ist weiterhin sehr wahrscheinlich, dass die meisten Zivilisten, die vor dem 26. Oktober 2025 in Al-Fashir lebten, getötet wurden, gestorben sind, inhaftiert sind, sich versteckt halten, geflohen sind oder sich aus anderen Gründen nicht frei bewegen können", heißt es in einer Stellungnahme des Forschungszentrums.
Einige der Überlebenden berichten von qualvoller Flucht. Ein 34-jähriger Mann erzählt: "Sie haben auf Menschen geschossen, als wären sie Fliegen." Er sagt: "Es war ein Massaker." Ein weiterer 19-jähriger Überlebender schildert: "Sie haben aus allen Richtungen auf uns geschossen, Freunde von mir wurden vor meinen Augen getötet."
Die Situation in den Flüchtlingslagern ist prekär. Die Menschen leben unter katastrophalen Bedingungen in überfüllten Vertriebenenlagern. "Die Lebensbedingungen in den Lagern rund um Tawila sind extrem prekär", sagt Myriam Laaroussi, Notfallkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen (MSF). "Menschen kommen völlig erschöpft an einen Ort, an dem es keine ausreichenden Ressourcen gibt, um ihre Grundbedürfnisse zu stillen."
Die Kinder sind besonders betroffen. Mindestens 400 Kinder sind ohne Eltern angekommen, die Dunkelziffer dürfte laut Norwegischem Flüchtlingshilfswerk (NRC) weit höher liegen. "Kinder erreichen Tawila erschöpft und zutiefst verstört, oft nach tagelangem Marsch durch die Wüste", heißt es in einer aktuellen Aussendung vom NRC.
Die medizinische Versorgung ist ebenfalls ein großes Problem. Ärzte ohne Grenzen baut derzeit Kapazitäten aus, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Zahlreiche Patientinnen und Patienten werden wegen Mangelernährung behandelt. Ihr alarmierender Gesundheitszustand ist MSF zufolge ein deutlicher Hinweis auf die Lebensumstände während der Belagerung von Al-Fashir.
Die Frage bleibt, was passiert mit den vermissten Personen? Warum gibt es keine Informationen über die aktuelle Situation in Al-Fashir? Die Konfliktparteien lehnen es ab, eine unabhängige Erkundungsmission vor Ort zu senden. Stattdessen werden die Überlebenden weiterhin im Dunkeln gelassen.
Die Tragödie in Al-Fashir ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Menschenrechte und die menschliche Dignität zu schützen. Wir müssen uns für eine friedlichere Lösung des Konflikts einsetzen und die Opfer nicht mehr im Stich lassen.
Vor Monaten war die sudanesische Stadt Al-Fashir eine der am stärksten belagerten Städte im Sudan. Die Rapid Support Forces (RSF) hatten die Stadt nach Monaten der Belagerung eingenommen. Doch was passierte danach? Die Frage hat viele Fragen.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet von 28 geflüchteten Überlebenden, deren Schilderungen von unvorstellbaren Qualen zeugen. Sie haben von Brandgruben und verkohlten Rückständen in der Stadt gesehen, die Indizien für die Verbrennung möglicher Leichenberge liefern. "Es ist weiterhin sehr wahrscheinlich, dass die meisten Zivilisten, die vor dem 26. Oktober 2025 in Al-Fashir lebten, getötet wurden, gestorben sind, inhaftiert sind, sich versteckt halten, geflohen sind oder sich aus anderen Gründen nicht frei bewegen können", heißt es in einer Stellungnahme des Forschungszentrums.
Einige der Überlebenden berichten von qualvoller Flucht. Ein 34-jähriger Mann erzählt: "Sie haben auf Menschen geschossen, als wären sie Fliegen." Er sagt: "Es war ein Massaker." Ein weiterer 19-jähriger Überlebender schildert: "Sie haben aus allen Richtungen auf uns geschossen, Freunde von mir wurden vor meinen Augen getötet."
Die Situation in den Flüchtlingslagern ist prekär. Die Menschen leben unter katastrophalen Bedingungen in überfüllten Vertriebenenlagern. "Die Lebensbedingungen in den Lagern rund um Tawila sind extrem prekär", sagt Myriam Laaroussi, Notfallkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen (MSF). "Menschen kommen völlig erschöpft an einen Ort, an dem es keine ausreichenden Ressourcen gibt, um ihre Grundbedürfnisse zu stillen."
Die Kinder sind besonders betroffen. Mindestens 400 Kinder sind ohne Eltern angekommen, die Dunkelziffer dürfte laut Norwegischem Flüchtlingshilfswerk (NRC) weit höher liegen. "Kinder erreichen Tawila erschöpft und zutiefst verstört, oft nach tagelangem Marsch durch die Wüste", heißt es in einer aktuellen Aussendung vom NRC.
Die medizinische Versorgung ist ebenfalls ein großes Problem. Ärzte ohne Grenzen baut derzeit Kapazitäten aus, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Zahlreiche Patientinnen und Patienten werden wegen Mangelernährung behandelt. Ihr alarmierender Gesundheitszustand ist MSF zufolge ein deutlicher Hinweis auf die Lebensumstände während der Belagerung von Al-Fashir.
Die Frage bleibt, was passiert mit den vermissten Personen? Warum gibt es keine Informationen über die aktuelle Situation in Al-Fashir? Die Konfliktparteien lehnen es ab, eine unabhängige Erkundungsmission vor Ort zu senden. Stattdessen werden die Überlebenden weiterhin im Dunkeln gelassen.
Die Tragödie in Al-Fashir ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Menschenrechte und die menschliche Dignität zu schützen. Wir müssen uns für eine friedlichere Lösung des Konflikts einsetzen und die Opfer nicht mehr im Stich lassen.