ScriptSven
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Homeoffice: Ein neuer Fortschritt oder eine weitere Belastung für die Psyche?
Eine neue Studie aus Australien hat gezeigt, dass das Homeoffice nicht nur eine logistische, sondern auch psychische Herausforderung darstellen kann. Die Forschenden analysierten die Daten von über 16.000 Erwerbstätigen und fanden heraus, dass das Arbeiten von zu Hause in der Regel mehr Freiheit bedeutet, aber für alle Menschen unterschiedlich wirkt sich aus.
Für Frauen war das Homeoffice eine große Entlastung, insbesondere wenn sie ein hybrides Modell mit Teilzeit am Arbeitsplatz und Teilzeit zu Hause hatten. Ihre psychische Gesundheit verbesserte sich bei solchen Bedingungen deutlich stark. Auch für Männer, die bereits psychisch belastet waren, zeigte sich eine positive Auswirkung des Homeoffice - jedoch nur in einem hybriden Modell.
Aber auch hier war es nicht einfach: Die Forschenden fanden heraus, dass Pendelzeit und Homeoffice getrennt analysiert werden müssen. Während das Arbeiten von zu Hause keine psychische Belastung für Frauen darstellte, wurde lange Pendelzeit oder starre Präsenzpflichten für Männer besonders schwer zu bewältigen.
Die Forschenden warnen vor pauschalen Vorgaben: "Bieten Sie hybride Arbeitsmodelle an", raten sie. Diese seien insgesamt am vorteilhaftesten - nicht nur für die Produktivität, sondern auch für die psychische Gesundheit. Ein nüchternes Bild zeigte sich jedoch für Männer, die in einem traditionellen Büro-Setting arbeiteten: Das Homeoffice hatte weder positive noch negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit.
Eine mögliche Erklärung dafür liegt vor allem im Haushalt: Frauen nehmen in den meisten Haushalten eine größere Rolle an Sorge- und Familienarbeit, was Flexibilität im Arbeitsalltag für sie umso entlastender macht. Diese Dynamik mag sich durch die jetzt wieder "entspannteren" Zeiten gewandelt haben, denn Studien aus der ersten Phase der Pandemie zu dem Thema kamen zu genau umgekehrten Ergebnissen: Vor allem während Homeschooling-Perioden in der ersten Phase der Pandemie war die Doppelbelastung aus Beruf und Sorgearbeit für Mütter psychisch besonders fordernd.
Insgesamt reagieren Menschen mit schlechter psychischer Gesundheit am empfindlichsten auf Veränderungen ihrer Arbeitsbedingungen. Lange Pendelwege, starre Präsenzpflichten oder fehlende Flexibilität treffen sie härter als psychisch stabile Beschäftigte. Wer hingegen psychisch gesund ist, bleibt auch bei längeren Pendelzeiten vergleichsweise resilient.
Umgekehrt profitiert die psychische Gesundheit von Entlastungen durch Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle. Auch hier zeigt sich ein klarer Effekt: Frauen profitieren deutlich mehr vom Arbeiten von zu Hause als Männer - insbesondere wenn sie ein hybrides Modell haben.
Eine neue Studie aus Australien hat gezeigt, dass das Homeoffice nicht nur eine logistische, sondern auch psychische Herausforderung darstellen kann. Die Forschenden analysierten die Daten von über 16.000 Erwerbstätigen und fanden heraus, dass das Arbeiten von zu Hause in der Regel mehr Freiheit bedeutet, aber für alle Menschen unterschiedlich wirkt sich aus.
Für Frauen war das Homeoffice eine große Entlastung, insbesondere wenn sie ein hybrides Modell mit Teilzeit am Arbeitsplatz und Teilzeit zu Hause hatten. Ihre psychische Gesundheit verbesserte sich bei solchen Bedingungen deutlich stark. Auch für Männer, die bereits psychisch belastet waren, zeigte sich eine positive Auswirkung des Homeoffice - jedoch nur in einem hybriden Modell.
Aber auch hier war es nicht einfach: Die Forschenden fanden heraus, dass Pendelzeit und Homeoffice getrennt analysiert werden müssen. Während das Arbeiten von zu Hause keine psychische Belastung für Frauen darstellte, wurde lange Pendelzeit oder starre Präsenzpflichten für Männer besonders schwer zu bewältigen.
Die Forschenden warnen vor pauschalen Vorgaben: "Bieten Sie hybride Arbeitsmodelle an", raten sie. Diese seien insgesamt am vorteilhaftesten - nicht nur für die Produktivität, sondern auch für die psychische Gesundheit. Ein nüchternes Bild zeigte sich jedoch für Männer, die in einem traditionellen Büro-Setting arbeiteten: Das Homeoffice hatte weder positive noch negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit.
Eine mögliche Erklärung dafür liegt vor allem im Haushalt: Frauen nehmen in den meisten Haushalten eine größere Rolle an Sorge- und Familienarbeit, was Flexibilität im Arbeitsalltag für sie umso entlastender macht. Diese Dynamik mag sich durch die jetzt wieder "entspannteren" Zeiten gewandelt haben, denn Studien aus der ersten Phase der Pandemie zu dem Thema kamen zu genau umgekehrten Ergebnissen: Vor allem während Homeschooling-Perioden in der ersten Phase der Pandemie war die Doppelbelastung aus Beruf und Sorgearbeit für Mütter psychisch besonders fordernd.
Insgesamt reagieren Menschen mit schlechter psychischer Gesundheit am empfindlichsten auf Veränderungen ihrer Arbeitsbedingungen. Lange Pendelwege, starre Präsenzpflichten oder fehlende Flexibilität treffen sie härter als psychisch stabile Beschäftigte. Wer hingegen psychisch gesund ist, bleibt auch bei längeren Pendelzeiten vergleichsweise resilient.
Umgekehrt profitiert die psychische Gesundheit von Entlastungen durch Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle. Auch hier zeigt sich ein klarer Effekt: Frauen profitieren deutlich mehr vom Arbeiten von zu Hause als Männer - insbesondere wenn sie ein hybrides Modell haben.