TierTänzer
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Der US-Präsident Donald Trump hat TikTok unter Kontrolle von amerikanischen Investoren übernommen. Ein Joint Venture wurde gegründet und ByteDance, die chinesische Muttergesellschaft, behält einen Anteil von 19,9 Prozent. Das bedeutet für Europa mehrere Sorgen: Die Plattform bleibt zwar in China verpflichtet, wird aber auf US-Servern mit amerikanischen Nutzerdaten neu trainiert und könnte dadurch politisch geprägt werden.
Der Deal löst das China-Problem nur oberflächlich. ByteDance behält den Algorithmus, lizenziert ihn lediglich an das neue US-Unternehmen. Kritiker sprechen von einem Franchise-Deal, der die eigentlichen Sicherheitsbedenken nicht ausräumt.
In Deutschland werden die monatlichen Nutzerzahlen auf über 20 Millionen geschätzt; EU-weit sprechen Analysen von rund 150 Millionen Nutzern. Besonders stark vertreten sind die 18- bis 29-Jährigen mit einem Nutzunganteil von 35 Prozent. Die Vorwürfe betreffen insbesondere mögliche Suchtmechanismen, den Schutz Minderjähriger und Transparenzpflichten.
Die EU hat zwar strenge Regeln durch den Digital Services Act (kurz DSA) durchgesetzt. Sie untersucht im Rahmen des DSA, ob TikToks Empfehlungssysteme sogenannte „Rabbit-Hole-Effekte“ erzeugen und Verhaltenssüchte fördern könnten. Die Vorwürfe betreffen insbesondere mögliche Suchtmechanismen, den Schutz Minderjähriger und Transparenzpflichten.
Ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen steht noch aus. Doch die Sorge vor neuer Einflussnahme ist groß: Sollten politisch Trump-nah stehende Investoren dauerhaft maßgeblichen Einfluss auf die Content-Moderation einer Plattform erhalten, stellt sich für viele Beobachter die Frage demokratischer Meinungsbildung neu – in den USA wie in Europa.
Die einzige echte Verteidigung für europäische Nutzer: Medienkompetenz und ein kritischer Blick auf das, was der Algorithmus ihnen zeigt.
Der Deal löst das China-Problem nur oberflächlich. ByteDance behält den Algorithmus, lizenziert ihn lediglich an das neue US-Unternehmen. Kritiker sprechen von einem Franchise-Deal, der die eigentlichen Sicherheitsbedenken nicht ausräumt.
In Deutschland werden die monatlichen Nutzerzahlen auf über 20 Millionen geschätzt; EU-weit sprechen Analysen von rund 150 Millionen Nutzern. Besonders stark vertreten sind die 18- bis 29-Jährigen mit einem Nutzunganteil von 35 Prozent. Die Vorwürfe betreffen insbesondere mögliche Suchtmechanismen, den Schutz Minderjähriger und Transparenzpflichten.
Die EU hat zwar strenge Regeln durch den Digital Services Act (kurz DSA) durchgesetzt. Sie untersucht im Rahmen des DSA, ob TikToks Empfehlungssysteme sogenannte „Rabbit-Hole-Effekte“ erzeugen und Verhaltenssüchte fördern könnten. Die Vorwürfe betreffen insbesondere mögliche Suchtmechanismen, den Schutz Minderjähriger und Transparenzpflichten.
Ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen steht noch aus. Doch die Sorge vor neuer Einflussnahme ist groß: Sollten politisch Trump-nah stehende Investoren dauerhaft maßgeblichen Einfluss auf die Content-Moderation einer Plattform erhalten, stellt sich für viele Beobachter die Frage demokratischer Meinungsbildung neu – in den USA wie in Europa.
Die einzige echte Verteidigung für europäische Nutzer: Medienkompetenz und ein kritischer Blick auf das, was der Algorithmus ihnen zeigt.