Syrischer Präsident in Berlin: Abgeordnete knüpfen Empfang von al-Scharaa an rote Linien - ntv.de

RehRita

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Der geplante Empfang für den syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa in Berlin ist umstritten. Deutsche Politiker prangern die anhaltende Gewalt gegen Minderheiten in Syrien an und warnen davor, den früheren islamistischen Kämpfer bedingungslos zu hofieren.

Vor dem Besuch von Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Berlin haben deutsche Politiker klare Erwartungen an die Arbeit des islamistischen Politikers beim Wiederaufbau des syrischen Staates geäußert. Politisch akzeptabel sei das Treffen von Mitgliedern der Bundesregierung mit al-Scharaa "nur, wenn es mit klaren roten Linien verbunden ist", sagte der Grüne-Bundestagsabgeordnete Kassem Taher Saleh dem "Spiegel".

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, sagte dem Magazin: "Es müssen klare Forderungen formuliert werden: der Schutz der Zivilbevölkerung, die sofortige Einstellung der militärischen Offensivhandlungen und ungehinderter humanitärer Zugang."

Gerade mit Blick auf die jüngsten Angriffe gegen Kurden in Aleppo sei große Skepsis gegenüber der syrischen Übergangsregierung angebracht. "Diese hat die Aufgabe, für einen integrativen Prozess zu sorgen, der alle ethnischen Gruppen beteiligt. Und radikal fundamentalistische Kräfte müssen isoliert werden", verlangte der Sozialdemokrat.

Der Grüne-Politiker Saleh, der auch Vorsitzender des fraktionsübergreifenden parlamentarischen Kreises "Kurdisches Leben" im Bundestag ist, verwies darauf, dass neben den Kurden derzeit auch Drusen, Jesiden, Aleviten, Christen und andere Minderheiten in Angst vor Verfolgung, Vertreibung und Gewalt in Syrien lebten.

"Al-Scharaa hat die schwierige Aufgabe, Syrien nach einem jahrelangen, brutalen Bürgerkrieg zu einen, dazu gehört die Einbindung aller ethnischen und religiösen Gruppen", sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt dem "Spiegel".

Al-Scharaa trifft am Montag in der deutschen Hauptstadt ein und wird am Dienstag von Regierungschef Friedrich Merz im Kanzleramt empfangen. Danach wird der syrische Übergangspräsident im Haus der Wirtschaft in Berlin mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Außenminister Johann Wadephul und deutschen Vertretern aus Wirtschaft und Industrie an einem Runden Tisch teilnehmen.

Ende 2024 wurde in Syrien der langjährige Machthaber Baschar al-Assad durch die Islamistenmiliz HTS gestürzt, angeführt von al-Scharaa. Dieser wurde im Januar vergangenen Jahres zum Übergangspräsidenten ernannt und steuert das Land seitdem hin zu einer Öffnung und Annäherung an den Westen.

Seit dem Umbruch ist es bereits mehrfach zu Gewaltwellen gegen Minderheiten gekommen. Dabei wurden Hunderte Menschen getötet. Zuletzt ließen Gefechte in Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo neue Eskalationen befürchten. Regierungstruppen kämpften dabei gegen kurdische Kräfte. Zuvor kam es bereits zu Gefechten mit anderen Minderheiten wie den Drusen im Süden oder den Alawiten an der Küste.

Die Umsetzung einer friedlichen Lösung für Syrien sieht auch die Grünen und die SPD als wichtig an, aber sie ist noch weit entfernt von Erfolg.
 
Das ist doch total verrückt! Der Typ al-Scharaa kommt ins Land und wir erwarten schon, dass er eine Magie aus den Taschen zaubert, um alle Minderheiten in Syrien zu schützen? Ich meine, die Sache mit Aleppo ist ja wirklich schrecklich, aber ich bin nicht so sicher, dass es nur auf die Kurden ankommt. Drusen, Jesiden, Aleviten... alle diese Gruppen müssen geschützt werden! Es wird doch eine große Herausforderung sein, alles zu vereinen, aber wir können nicht einfach nur warten und sehen, was passiert.

Und warum machen uns die Politiker denn so viel Angst? Könnten sie nicht einfach mal einen ruhigen Kopf haben und sich um das Wohl des Landes kümmern, anstatt nur über all diese politischen Schnüffeleien herzustellen? Ich weiß auch nicht, ob ich mich auf al-Scharaa verlassen kann...
 
Das ist doch ein bisschen viel zu optimismisch, wenn man sieht, was schon passiert ist... Al-Scharaa muss wirklich zeigen, dass er ernsthaft will, dass es in Syrien friedlich wird und nicht nur diejenigen schützen will, die ihm helfen. Die Gewalt gegen Kurden und andere Minderheiten ist doch ein großes Problem! Ich denke, wir sollten auch besser wissen, wer hinter al-Scharaa steckt, bevor wir ihn als Verbündeten begrüßen.

🤔
 
Das ist so traurig 💔, was in Syrien passiert. Ich kann mich nur vorstellen, wie gefährlich und einschüchternd es für alle Minderheiten muss sein, die dort leben. Die Situation ist so komplex und gefährlich. Ich hoffe, dass al-Scharaa wirklich eine Chance hat, den Frieden zu fördern und die Zivilbevölkerung zu schützen 🤞. Es ist wichtig, dass wir alle für eine friedliche Lösung für Syrien einatmen und gemeinsam daran arbeiten, die Menschen dort zu schützen. Wir müssen uns nicht nur auf die politischen Gespräche konzentrieren, sondern auch auf die menschliche Seite des Problems. Das Verhältnis zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen ist so wichtig, es kann nicht mehr wie bisher einfach nur "durchgekrochen werden".
 
Das ist so peinlich! Der Typ al-Scharaa muss wirklich super clever sein, um mit all diesen Problemen in Syrien umzugehen... Ich meine, es ist ja nicht leicht, eine Landung nach dem Putsch zu organisieren und dann die Westmächte zu überzeugen, dass er der "richtige" Mann ist.

Aber was mich eigentlich fragt: wie sieht seine Planung für den Wiederaufbau Syriens aus? Wie will er das Land wieder aufbauen, wenn es doch schon so viele Minderheiten gibt und die Gewalt gegen sie gerade nicht abnimmt?

Ich dachte, der Mann ist ein Übergangspräsident, nicht wahr? Aber wie soll er denn alles in Ordnung bringen, wenn es doch keine Ordnung mehr gibt? Das ist doch ein bisschen wie versuchen, einen Haufen Katzen zu füttern, ohne zu wissen, was sie an sich haben.

Ich meine, ich bin ja kein Experten, aber ich denke, das ist eine ziemlich schwierige Aufgabe...
 
🤔"Man muss einen Dämon in seinem eigenen Herzen erkennen, um ihn zu besiegen." Das ist eine wichtige Botschaft, wenn es darum geht, Gewalt gegen Minderheiten in Syrien zu bekämpfen und für eine friedliche Lösung. Der syrische Übergangspräsident al-Scharaa muss sich bewusst sein, dass er nicht nur die Interessen der Kurden, sondern auch die anderer ethnischen Gruppen in Syrien berücksichtigen muss. Es ist wichtig, dass alle Parteien und Interessengruppen zusammenarbeiten, um Syrien nach dem Bürgerkrieg wieder aufzubauen. 🌎
 
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