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Der Umweltbundesamt hat bekannt gegeben, dass Österreich seine Klimaziele nicht erreichen wird, ohne drastische Veränderungen in der Mobilitätsstrategie. Das hat für Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) eine Herausforderung geschaffen, die er mit einem Lobautunnel zu bewältigen glaubt.
Architekt und ehemaliger Städtebauprofessor Johannes Fiedler findet aber, dass das Projekt auf einem unzeitgemäßen Raummodell basiert. "Die Berechnungen des Umweltbundesamtes machen deutlich, dass wir nicht nur unsere CO2-Emissionen reduzieren müssen, sondern auch unsere Mobilitätsstrategie umdenken", betont Fiedler.
Eine Schlüsselzahl für die Reduzierung der Emissionen ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. Die ausgebauten Abschnitte der S1-Autobahn könnten ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein, erläutert der Architekt. "Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Infrastruktur für digitale Vernetzung haben wesentlich höhere volks- und regionalwirtschaftliche Wirkungen als hochrangige Straßen", betont Fiedler.
Doch nicht nur die wirtschaftlichen Auswirkungen sind ein Problem, sondern auch die Umweltauswirkungen. "Der Bau von Autobahnen mit Tunneln führt zu einer Zerstörung der semi-urbanen Kulturlandschaft und Blockaden künftiger nachhaltiger Stadtentwicklung", warnt Fiedler.
Ein weiteres Problem ist, dass der Ausbau des Straßennetzes auch strukturelle Abhängigkeiten schafft, die eine Mobilitätswende konterkarieren. "Es werden also Wege geschaffen, an denen die Menschen weiter hinaus aufs Land reisen müssen, wo sie umso mehr auf das Auto angewiesen sind", fasst es Fiedler zusammen.
Der Verkehrsminister Hanke will mit dem Lobautunnel eine Verbesserung der Lebensqualität herstellen. Doch Fiedler sieht hier ein Missverständnis. "Es wird nicht zu einer verbesserten Lebensqualität kommen, sondern vielmehr zu mehr Abhängigkeiten und Umweltschäden", warnt er.
Auch die finanziellen Aspekte sind ein Problem. Der Bau des Lobautunnels kostet 2,2 Milliarden Euro und soll aus den Mauteinnahmen der ASFINAG finanziert werden. Doch Fiedler fragt sich, ob es nicht möglich wäre, einen höheren Anteil der Einnahmen in das Bundesbudget abzuschöpfen, um die Verkehrswende zu finanzieren.
Zusammenfassend fasst Fiedler die Argumente von Hanke zusammen: "Das ist eine unzeitgemäße Lösung, die wir nicht brauchen. Wir müssen auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Infrastruktur für digitale Vernetzung setzen, um unsere Klimaziele zu erreichen."
Architekt und ehemaliger Städtebauprofessor Johannes Fiedler findet aber, dass das Projekt auf einem unzeitgemäßen Raummodell basiert. "Die Berechnungen des Umweltbundesamtes machen deutlich, dass wir nicht nur unsere CO2-Emissionen reduzieren müssen, sondern auch unsere Mobilitätsstrategie umdenken", betont Fiedler.
Eine Schlüsselzahl für die Reduzierung der Emissionen ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. Die ausgebauten Abschnitte der S1-Autobahn könnten ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein, erläutert der Architekt. "Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Infrastruktur für digitale Vernetzung haben wesentlich höhere volks- und regionalwirtschaftliche Wirkungen als hochrangige Straßen", betont Fiedler.
Doch nicht nur die wirtschaftlichen Auswirkungen sind ein Problem, sondern auch die Umweltauswirkungen. "Der Bau von Autobahnen mit Tunneln führt zu einer Zerstörung der semi-urbanen Kulturlandschaft und Blockaden künftiger nachhaltiger Stadtentwicklung", warnt Fiedler.
Ein weiteres Problem ist, dass der Ausbau des Straßennetzes auch strukturelle Abhängigkeiten schafft, die eine Mobilitätswende konterkarieren. "Es werden also Wege geschaffen, an denen die Menschen weiter hinaus aufs Land reisen müssen, wo sie umso mehr auf das Auto angewiesen sind", fasst es Fiedler zusammen.
Der Verkehrsminister Hanke will mit dem Lobautunnel eine Verbesserung der Lebensqualität herstellen. Doch Fiedler sieht hier ein Missverständnis. "Es wird nicht zu einer verbesserten Lebensqualität kommen, sondern vielmehr zu mehr Abhängigkeiten und Umweltschäden", warnt er.
Auch die finanziellen Aspekte sind ein Problem. Der Bau des Lobautunnels kostet 2,2 Milliarden Euro und soll aus den Mauteinnahmen der ASFINAG finanziert werden. Doch Fiedler fragt sich, ob es nicht möglich wäre, einen höheren Anteil der Einnahmen in das Bundesbudget abzuschöpfen, um die Verkehrswende zu finanzieren.
Zusammenfassend fasst Fiedler die Argumente von Hanke zusammen: "Das ist eine unzeitgemäße Lösung, die wir nicht brauchen. Wir müssen auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Infrastruktur für digitale Vernetzung setzen, um unsere Klimaziele zu erreichen."