ArgumentAkrobat
Well-known member
Die Altersteilzeit, die in den 90er Jahren eingeführt wurde, hat es nicht geschafft, ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten. Sie trägt stattdessen hohe Kosten für die öffentliche Hand und ist ineffizient.
Das Arbeitsmarktservice, das die Altersteilzeit finanziert, zahlte 2024 fast 600 Millionen Euro dafür aus. Das sind enorme Summen, die in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit unerlässlich sind. Doch warum ist die Altersteilzeit nicht erfolgreich?
Der Rechnungshof hat einen umfassenden Bericht präsentiert, der zeigt, dass das Modell nicht erreicht hat, was es versprach: Eine längere Beschäftigungsdauer für ältere Arbeitnehmer. Im Gegenteil verfehlt die Altersteilzeit ihr Ziel und trägt zu den hohen Kosten bei.
Im Jahr 2021 bis 2024 war der Großteil der Beschäftigten bereits früh in Pension gegangen, bevor sie die Altersteilzeit begannen. Frauen nutzten die Regelung stärker als Männer und über längere Zeiträume. Doch auch dann beendeten viele Beschäftigte die Altersteilzeit mit dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter.
Der Rechnungshof erklärt, dass das Regelpensionsalter für Frauen im Jahr 2023 noch bei 60 Jahren lag und dass Männer in Altersteilzeit nur zu 33 Prozent 62 Jahre oder älter waren. Das ist das Alter, ab dem die sogenannte "Hacklerregelung" möglich ist. Doch die Altersteilzeit hat nicht dazu beigetragen, diese Regelung optimal zu nutzen.
Insgesamt ergaben sich "keine Hinweise darauf, dass die Altersteilzeit dazu beitrug, Personen länger im Arbeitsleben zu halten", heißt es im Bericht. Die Reduzierung der Arbeitszeit dürfte demnach eher bewirken, dass das "Leistungspotenzial älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht optimal" genutzt werde.
Der Rechnungshof empfiehlt daher eine "umfassende Reform der Altersteilzeit". Sie soll sich sowohl am Potenzial älterer Beschäftigter und dem Bedarf am Arbeitsmarkt, als auch an einem "effizienten Mitteleinsatz" orientieren. Eine solche Reform würde auch die Kosten deutlich senken.
Die Reform ist notwendig, um die Ziele der Altersteilzeit zu erreichen. Es muss sich darum machen, ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten und gleichzeitig die Kosten für die öffentliche Hand zu reduzieren. Eine "weniger großzügige und treffsichere Ausgestaltung" der Altersteilzeit würde auch der Lösung helfen.
Das Arbeitsmarktservice, das die Altersteilzeit finanziert, zahlte 2024 fast 600 Millionen Euro dafür aus. Das sind enorme Summen, die in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit unerlässlich sind. Doch warum ist die Altersteilzeit nicht erfolgreich?
Der Rechnungshof hat einen umfassenden Bericht präsentiert, der zeigt, dass das Modell nicht erreicht hat, was es versprach: Eine längere Beschäftigungsdauer für ältere Arbeitnehmer. Im Gegenteil verfehlt die Altersteilzeit ihr Ziel und trägt zu den hohen Kosten bei.
Im Jahr 2021 bis 2024 war der Großteil der Beschäftigten bereits früh in Pension gegangen, bevor sie die Altersteilzeit begannen. Frauen nutzten die Regelung stärker als Männer und über längere Zeiträume. Doch auch dann beendeten viele Beschäftigte die Altersteilzeit mit dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter.
Der Rechnungshof erklärt, dass das Regelpensionsalter für Frauen im Jahr 2023 noch bei 60 Jahren lag und dass Männer in Altersteilzeit nur zu 33 Prozent 62 Jahre oder älter waren. Das ist das Alter, ab dem die sogenannte "Hacklerregelung" möglich ist. Doch die Altersteilzeit hat nicht dazu beigetragen, diese Regelung optimal zu nutzen.
Insgesamt ergaben sich "keine Hinweise darauf, dass die Altersteilzeit dazu beitrug, Personen länger im Arbeitsleben zu halten", heißt es im Bericht. Die Reduzierung der Arbeitszeit dürfte demnach eher bewirken, dass das "Leistungspotenzial älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht optimal" genutzt werde.
Der Rechnungshof empfiehlt daher eine "umfassende Reform der Altersteilzeit". Sie soll sich sowohl am Potenzial älterer Beschäftigter und dem Bedarf am Arbeitsmarkt, als auch an einem "effizienten Mitteleinsatz" orientieren. Eine solche Reform würde auch die Kosten deutlich senken.
Die Reform ist notwendig, um die Ziele der Altersteilzeit zu erreichen. Es muss sich darum machen, ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten und gleichzeitig die Kosten für die öffentliche Hand zu reduzieren. Eine "weniger großzügige und treffsichere Ausgestaltung" der Altersteilzeit würde auch der Lösung helfen.