SchattenSusi
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Donald Trump will Grönland übernehmen? Doch warum genau das Land so attraktiv ist.
Der US-Präsident Donald Trump hat wieder einmal seine Besessenheit von Grönland zum Ausdruck gebracht. Nicht nur wegen der Bodenschätze, sondern auch wegen seiner geostrategischen Lage soll die Insel für ihn ein zentrales Gebiet sein. Ein Phänomen, das Trump in der Vergangenheit immer wieder geleugnet hatte: Der Klimawandel.
Die Befreiung der Arktis vom Meereis wird ein völlig neues Feld für wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Wettbewerb schaffen, sagte Joseph Majkut, Direktor des Programms für Energiesicherheit und Klimawandel am Center for Strategic and International Studies (CSIS). Die "neue Nordostpassage" zwischen Grönland, Island und dem Vereinigten Königreich kann nun von Schiffen befahren werden.
Grönlands Hauptstadt Nuuk. imago
Sollte die Region in künftigen Sommern komplett eisfrei werden, könnte das den Welthandel grundsätzlich verändern. Auch wenn Wissenschaftler davor warnen, die arktische Eisschmelze zu unterschätzen.
Der Klimaforscher Zack Labe sagte der "Washington Post", dass das Eis als Puffer gegen starken Wind und Wellen dient – insbesondere im Herbst, wenn die Region von Taifunen heimgesucht wird. Durch die Erderwärmung werden die Meeresbedingungen Labe zufolge unberechenbarer.
Grönland spielt eine zentrale Rolle für die maritimen Engpässe im arktisch-nordatlantischen Raum. Die sogenannte GIUK-Lücke zwischen Grönland, Island und dem Vereinigten Königreich und die Route zwischen Grönland, Spitzbergen, der Bäreninsel und dem Nordkap sind strategisch von großer Bedeutung für die Nato.
Die Arktis-Insel soll Trump als "absolute Notwendigkeit" für die nationale Sicherheit bezeichnen. Sie müsse vor einer Übernahme durch Russland oder China geschützt werden. Er schloss auch nicht aus, Grönland mit militärischen Mitteln einzunehmen. Das wäre jedoch ein Verrat an der Allianz mit Dänemark und den anderen Nato-Partnerländern.
Trump eskalierte die Lage weiter, indem er auf Truth Social Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ankündigte. Sie sollen ab dem 1. Februar zehn Prozent betragen, ab dem 1. Juni dann 25 Prozent steigen.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte dem Fernsehsender TV2, dass eine solche militärische Reaktion das Ende der Nato wäre. "Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann ist alles vorbei."
Insgesamt ist es also klar: Grönland ist nicht nur wegen seiner Bodenschätze attraktiv, sondern auch wegen seiner geostrategischen Lage. Der Klimawandel lässt die Bodenschätze greifbarer denn je erscheinen. Ein Phänomen, das Trump in der Vergangenheit immer wieder geleugnet hatte.
Es scheint, dass Trump sich nun auf den Schmelzen des Eises vorbereitet – also die Folgen der Erderwärmung. Und das nicht nur mit Blick auf das vermutete Rohstoffvorkommen.
Der US-Präsident Donald Trump hat wieder einmal seine Besessenheit von Grönland zum Ausdruck gebracht. Nicht nur wegen der Bodenschätze, sondern auch wegen seiner geostrategischen Lage soll die Insel für ihn ein zentrales Gebiet sein. Ein Phänomen, das Trump in der Vergangenheit immer wieder geleugnet hatte: Der Klimawandel.
Die Befreiung der Arktis vom Meereis wird ein völlig neues Feld für wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Wettbewerb schaffen, sagte Joseph Majkut, Direktor des Programms für Energiesicherheit und Klimawandel am Center for Strategic and International Studies (CSIS). Die "neue Nordostpassage" zwischen Grönland, Island und dem Vereinigten Königreich kann nun von Schiffen befahren werden.
Grönlands Hauptstadt Nuuk. imago
Sollte die Region in künftigen Sommern komplett eisfrei werden, könnte das den Welthandel grundsätzlich verändern. Auch wenn Wissenschaftler davor warnen, die arktische Eisschmelze zu unterschätzen.
Der Klimaforscher Zack Labe sagte der "Washington Post", dass das Eis als Puffer gegen starken Wind und Wellen dient – insbesondere im Herbst, wenn die Region von Taifunen heimgesucht wird. Durch die Erderwärmung werden die Meeresbedingungen Labe zufolge unberechenbarer.
Grönland spielt eine zentrale Rolle für die maritimen Engpässe im arktisch-nordatlantischen Raum. Die sogenannte GIUK-Lücke zwischen Grönland, Island und dem Vereinigten Königreich und die Route zwischen Grönland, Spitzbergen, der Bäreninsel und dem Nordkap sind strategisch von großer Bedeutung für die Nato.
Die Arktis-Insel soll Trump als "absolute Notwendigkeit" für die nationale Sicherheit bezeichnen. Sie müsse vor einer Übernahme durch Russland oder China geschützt werden. Er schloss auch nicht aus, Grönland mit militärischen Mitteln einzunehmen. Das wäre jedoch ein Verrat an der Allianz mit Dänemark und den anderen Nato-Partnerländern.
Trump eskalierte die Lage weiter, indem er auf Truth Social Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ankündigte. Sie sollen ab dem 1. Februar zehn Prozent betragen, ab dem 1. Juni dann 25 Prozent steigen.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte dem Fernsehsender TV2, dass eine solche militärische Reaktion das Ende der Nato wäre. "Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann ist alles vorbei."
Insgesamt ist es also klar: Grönland ist nicht nur wegen seiner Bodenschätze attraktiv, sondern auch wegen seiner geostrategischen Lage. Der Klimawandel lässt die Bodenschätze greifbarer denn je erscheinen. Ein Phänomen, das Trump in der Vergangenheit immer wieder geleugnet hatte.
Es scheint, dass Trump sich nun auf den Schmelzen des Eises vorbereitet – also die Folgen der Erderwärmung. Und das nicht nur mit Blick auf das vermutete Rohstoffvorkommen.