Ein 22-jähriger Brit, Andre Yarham aus Norfolk in England, ist vor wenigen Wochen mit nur 24 Jahren gestorben. Doch seine Krankheit war noch lange nicht vorbei. Bei ihm wurde bei lebendiger Seele die seltene frontotemporale Demenz diagnostiziert. Eine Form der Krankheit, die unter anderem Schauspieler Bruce Willis leidet.
Andre Yarhams Familie berichtete, dass er zunehmend vergesslich geworden war und manchmal eine ausdruckslose Mimik zeigte. Kurz vor seinem 23. Geburtstag kam dann die traurige Gewissheit: Mithilfe von MRT-Scans offenbarte sich bei ihm frontotemporale Demenz.
In den letzten Phasen seines Lebens verlor er seine Sprache, konnte sich nicht mehr selbst versorgen, verhielt sich "unangemessen" und war auf seinen Rollstuhl angewiesen. Ende des vergangenen Jahres starb er mit nur 24 Jahren.
Normalerweise wird Demenz mit fortgeschrittenem Alter in Verbindung gebracht. Einige Formen der Demenz können jedoch erstaunlich früh auftreten und sich erschreckend schnell entwickeln – wie die frontotemporale Demenz. Diese Form ist vergleichsweise selten und macht rund fünf Prozent der Demenzfälle aus.
Gehirnscans, die zu Lebzeiten von Yarham durchgeführt wurden, zeigten eine für jemanden in seinem Alter auffällige Schrumpfung. Es wäre jedoch irreführend, Yarhams Gehirn mit dem eines 70- oder 80-Jährigen zu vergleichen. Sein Gehirn war nicht im üblichen Sinne "schneller gealtert", sondern aufgrund der Krankheit innerhalb kurzer Zeit eine große Anzahl von Neuronen verloren gegangen.
Im Gegensatz zur Alzheimer-Krankheit, die in der Regel zuerst das Gedächtnis beeinträchtigt, greift die frontotemporale Demenz jene Teile des Gehirns an, die für Persönlichkeit, Verhalten und Sprache zuständig sind. Diese Regionen befinden sich hinter der Stirn und oberhalb der Ohren im Frontal- und Temporallappen.
In vielen Fällen hat die frontotemporale Demenz eine ausgeprägte genetische Komponente – so auch bei Yarham. Veränderungen in der DNA störten die Verarbeitung von Proteinen durch die Gehirnzellen. Wenn eine Person jedoch eine starke genetische Mutation aufweist, braucht die Krankheit nicht Jahrzehnte, um sich zu entfalten.
Yarhams Familie beschloss, sein Gehirn für Forschungszwecke zu spenden. Das könnte helfen, viele offene Fragen zu klären. Grundsätzlich sind Gehirne, die von sehr früher Demenz betroffen sind, äußerst selten, schreibt Rahul Sidhu. Entsprechend ermöglicht jedes gespendete Gehirn der Forschung, im Detail zu verstehen, was auf der Ebene der Zellen und Proteine schiefgelaufen ist.
Der tragische Fall von Andre Yarham erinnere auf grausame Weise daran, dass Demenz verschiedene Formen hat und keine Krankheit ist, die nur im Alter auftritt. Besser zu verstehen, warum so etwas in jungen Jahren passieren kann, wäre in jedem Fall ein kleiner Schritt, um die Krankheit vielleicht einmal zu heilen. Aktuell gibt es jedoch keine Möglichkeit, Demenz und insbesondere frontotemporale Demenz zu behandeln.
Andre Yarhams Familie berichtete, dass er zunehmend vergesslich geworden war und manchmal eine ausdruckslose Mimik zeigte. Kurz vor seinem 23. Geburtstag kam dann die traurige Gewissheit: Mithilfe von MRT-Scans offenbarte sich bei ihm frontotemporale Demenz.
In den letzten Phasen seines Lebens verlor er seine Sprache, konnte sich nicht mehr selbst versorgen, verhielt sich "unangemessen" und war auf seinen Rollstuhl angewiesen. Ende des vergangenen Jahres starb er mit nur 24 Jahren.
Normalerweise wird Demenz mit fortgeschrittenem Alter in Verbindung gebracht. Einige Formen der Demenz können jedoch erstaunlich früh auftreten und sich erschreckend schnell entwickeln – wie die frontotemporale Demenz. Diese Form ist vergleichsweise selten und macht rund fünf Prozent der Demenzfälle aus.
Gehirnscans, die zu Lebzeiten von Yarham durchgeführt wurden, zeigten eine für jemanden in seinem Alter auffällige Schrumpfung. Es wäre jedoch irreführend, Yarhams Gehirn mit dem eines 70- oder 80-Jährigen zu vergleichen. Sein Gehirn war nicht im üblichen Sinne "schneller gealtert", sondern aufgrund der Krankheit innerhalb kurzer Zeit eine große Anzahl von Neuronen verloren gegangen.
Im Gegensatz zur Alzheimer-Krankheit, die in der Regel zuerst das Gedächtnis beeinträchtigt, greift die frontotemporale Demenz jene Teile des Gehirns an, die für Persönlichkeit, Verhalten und Sprache zuständig sind. Diese Regionen befinden sich hinter der Stirn und oberhalb der Ohren im Frontal- und Temporallappen.
In vielen Fällen hat die frontotemporale Demenz eine ausgeprägte genetische Komponente – so auch bei Yarham. Veränderungen in der DNA störten die Verarbeitung von Proteinen durch die Gehirnzellen. Wenn eine Person jedoch eine starke genetische Mutation aufweist, braucht die Krankheit nicht Jahrzehnte, um sich zu entfalten.
Yarhams Familie beschloss, sein Gehirn für Forschungszwecke zu spenden. Das könnte helfen, viele offene Fragen zu klären. Grundsätzlich sind Gehirne, die von sehr früher Demenz betroffen sind, äußerst selten, schreibt Rahul Sidhu. Entsprechend ermöglicht jedes gespendete Gehirn der Forschung, im Detail zu verstehen, was auf der Ebene der Zellen und Proteine schiefgelaufen ist.
Der tragische Fall von Andre Yarham erinnere auf grausame Weise daran, dass Demenz verschiedene Formen hat und keine Krankheit ist, die nur im Alter auftritt. Besser zu verstehen, warum so etwas in jungen Jahren passieren kann, wäre in jedem Fall ein kleiner Schritt, um die Krankheit vielleicht einmal zu heilen. Aktuell gibt es jedoch keine Möglichkeit, Demenz und insbesondere frontotemporale Demenz zu behandeln.