Deutschland steht im Fadenkreuz des russischen Cyberkriegs. Sten Saluveer, estnischer IT-Stratege, warnt vor den Schwächen Deutschlands in der digitalen Welt und ruft zu mehr Transparenz und Offenheit gegenüber der eigenen Bevölkerung auf.
"Deutschland ist kein Beobachter am Rand", betont Saluveer. "Als größte Volkswirtschaft Europas, als politischer Taktgeber und als industrielle Kernnation ist Deutschland zentrales Ziel russischer Cyber- und Hybridoperationen." Die Russen haben ihre Angriffe im Cyberraum intensiviert, und Deutschland ist ein zentraler Punkt ihrer Strategie. Wer glaubt, Deutschland sei wegen seiner geografischen Lage weniger betroffen, irrt.
Deutschlands größte Schwäche liegt in der Fragmentierung - politisch, institutionell und gesellschaftlich. Die Zuständigkeiten sind nicht gebündelt, Entscheidungsprozesse zu lang, Verantwortlichkeiten oft unklar. Dies verlangsamt Reaktionen, und genau das nutzt Russland aus. Saluveer fordert, dass Cyberangriffe klar zugeordnet und öffentlich benannt werden. Doch in Deutschland ist es so, als ob man auf dem Rücksitz sitzt. Europa ist oft zu zurückhaltend, um die Benennung des Aggressors zu kommunizieren. Das schwächt die Abschreckung.
Deutschland muss sich fragen, was in einer Bedrohungslage noch "normaler Verwaltungsbetrieb" sein kann und was nicht. Die Verteidigung gegen Cyberangriffe ist kein Geheimprojekt der Sicherheitsbehörden, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
"Deutschland hat enormes Potenzial: technologisch, finanziell und industriell", betont Saluveer. "Was fehlt, ist Geschwindigkeit, strategische Klarheit und der politische Wille, unbequeme Debatten offen zu führen." Die wichtigsten Prioritäten für Deutschland seien:
Erstens: klare Anerkennung, dass Deutschland bereits Teil eines hybriden Konflikts ist.
Zweitens: massive, schnelle Investitionen in Cyber-, KI- und Dual-Use-Fähigkeiten.
Drittens: Transparenz gegenüber der eigenen Bevölkerung, denn ohne gesellschaftliches Vertrauen gibt es keine Resilienz.
"Deutschland ist kein Beobachter am Rand", betont Saluveer. "Als größte Volkswirtschaft Europas, als politischer Taktgeber und als industrielle Kernnation ist Deutschland zentrales Ziel russischer Cyber- und Hybridoperationen." Die Russen haben ihre Angriffe im Cyberraum intensiviert, und Deutschland ist ein zentraler Punkt ihrer Strategie. Wer glaubt, Deutschland sei wegen seiner geografischen Lage weniger betroffen, irrt.
Deutschlands größte Schwäche liegt in der Fragmentierung - politisch, institutionell und gesellschaftlich. Die Zuständigkeiten sind nicht gebündelt, Entscheidungsprozesse zu lang, Verantwortlichkeiten oft unklar. Dies verlangsamt Reaktionen, und genau das nutzt Russland aus. Saluveer fordert, dass Cyberangriffe klar zugeordnet und öffentlich benannt werden. Doch in Deutschland ist es so, als ob man auf dem Rücksitz sitzt. Europa ist oft zu zurückhaltend, um die Benennung des Aggressors zu kommunizieren. Das schwächt die Abschreckung.
Deutschland muss sich fragen, was in einer Bedrohungslage noch "normaler Verwaltungsbetrieb" sein kann und was nicht. Die Verteidigung gegen Cyberangriffe ist kein Geheimprojekt der Sicherheitsbehörden, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
"Deutschland hat enormes Potenzial: technologisch, finanziell und industriell", betont Saluveer. "Was fehlt, ist Geschwindigkeit, strategische Klarheit und der politische Wille, unbequeme Debatten offen zu führen." Die wichtigsten Prioritäten für Deutschland seien:
Erstens: klare Anerkennung, dass Deutschland bereits Teil eines hybriden Konflikts ist.
Zweitens: massive, schnelle Investitionen in Cyber-, KI- und Dual-Use-Fähigkeiten.
Drittens: Transparenz gegenüber der eigenen Bevölkerung, denn ohne gesellschaftliches Vertrauen gibt es keine Resilienz.