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Finanzexperte Dieter Homburg warnt vor Deckungslücken bei Wohngebäudeversicherungen. Zahlreiche Hausbesitzer erleben aktuell eine Steigerung ihrer Beiträge, aber oft verfehlen sie auch das wichtigste Thema: die schleichende Unterversicherung.
Viele Hausbesitzer gehen davon aus, dass ihre Police automatisch auf den aktuellen Baupreisen angepasst wird. Doch dies stimmt nur teilweise zu. Die Versicherungssumme wird jährlich über den sogenannten Anpassungsfaktor (Baupreisindex) fortgeschrieben, dieser bildet jedoch die tatsächlichen Baukosten nicht vollständig ab.
Ein aktuelles Beispiel zeigt das Dilemma: Ein Einfamilienhaus mit 220 Quadratmetern Wohnfläche war mit 640.000 Euro Versicherungssumme abgesichert. In der heutigen Ausstattung – leicht gehoben, aber keineswegs luxuriös – liegen die realen Baukosten jedoch bei mindestens 4000 Euro pro Quadratmeter. Der Wiederaufbau würde also rund 880.000 Euro kosten, mit Vorsorgezuschlag bis zu einer Million Euro.
Im Ernstfall entsteht dem Eigentümer damit eine Deckungslücke von bis zu 350.000 Euro. Einige Zerstörte Gebäude nach Tornados in Paderborn und Lippstadt zeigten sich, dass viele Gebäude zu niedrig versichert waren. Selbst mit Unterversicherungsverzicht mussten Eigentümer feststellen, dass die vereinbarte Summe schlicht nicht mehr ausreichte, um ihr Zuhause in gleicher Bauweise neu zu errichten.
Die steigenden Beiträge sind für viele Hausbesitzer ärgerlich. Doch wer jetzt ohnehin Post mit einer Beitragserhöhung erhält, sollte dies als Anlass zur ganzheitlichen Überprüfung nutzen. Es gilt:
- Preis prüfen: Die Erhöhung muss nicht hingenommen werden. Ein Marktvergleich kann oft mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.
- Versicherungssumme prüfen: Wenn schon der Beitrag steigt, sollte wenigstens der Schutz stimmen. Der aktuelle Wiederaufbauwert ist das Maß aller Dinge.
- Beides verbinden: Eine gute Beratung deckt auf, ob die Police zu teuer und zu niedrig kalkuliert ist.
Viele Verträge sind über Jahre einfach weitergelaufen. Jetzt, wo die Erhöhungen schwarz auf weiß ins Haus flattern, ist der ideale Zeitpunkt, Preis und Inhalt der Wohngebäudeversicherung auf den Prüfstand zu stellen – bevor es an anderer Stelle teuer wird.
Die bösen Briefe sind mehr als nur eine unangenehme Nachricht. Sie sind eine Chance, Schwachstellen aufzudecken, bevor es zu spät ist. Wer jetzt handelt, kann nicht nur Beiträge senken, sondern sicherstellen, dass im Ernstfall auch wirklich genug Geld für den Wiederaufbau vorhanden ist.
Viele Hausbesitzer gehen davon aus, dass ihre Police automatisch auf den aktuellen Baupreisen angepasst wird. Doch dies stimmt nur teilweise zu. Die Versicherungssumme wird jährlich über den sogenannten Anpassungsfaktor (Baupreisindex) fortgeschrieben, dieser bildet jedoch die tatsächlichen Baukosten nicht vollständig ab.
Ein aktuelles Beispiel zeigt das Dilemma: Ein Einfamilienhaus mit 220 Quadratmetern Wohnfläche war mit 640.000 Euro Versicherungssumme abgesichert. In der heutigen Ausstattung – leicht gehoben, aber keineswegs luxuriös – liegen die realen Baukosten jedoch bei mindestens 4000 Euro pro Quadratmeter. Der Wiederaufbau würde also rund 880.000 Euro kosten, mit Vorsorgezuschlag bis zu einer Million Euro.
Im Ernstfall entsteht dem Eigentümer damit eine Deckungslücke von bis zu 350.000 Euro. Einige Zerstörte Gebäude nach Tornados in Paderborn und Lippstadt zeigten sich, dass viele Gebäude zu niedrig versichert waren. Selbst mit Unterversicherungsverzicht mussten Eigentümer feststellen, dass die vereinbarte Summe schlicht nicht mehr ausreichte, um ihr Zuhause in gleicher Bauweise neu zu errichten.
Die steigenden Beiträge sind für viele Hausbesitzer ärgerlich. Doch wer jetzt ohnehin Post mit einer Beitragserhöhung erhält, sollte dies als Anlass zur ganzheitlichen Überprüfung nutzen. Es gilt:
- Preis prüfen: Die Erhöhung muss nicht hingenommen werden. Ein Marktvergleich kann oft mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.
- Versicherungssumme prüfen: Wenn schon der Beitrag steigt, sollte wenigstens der Schutz stimmen. Der aktuelle Wiederaufbauwert ist das Maß aller Dinge.
- Beides verbinden: Eine gute Beratung deckt auf, ob die Police zu teuer und zu niedrig kalkuliert ist.
Viele Verträge sind über Jahre einfach weitergelaufen. Jetzt, wo die Erhöhungen schwarz auf weiß ins Haus flattern, ist der ideale Zeitpunkt, Preis und Inhalt der Wohngebäudeversicherung auf den Prüfstand zu stellen – bevor es an anderer Stelle teuer wird.
Die bösen Briefe sind mehr als nur eine unangenehme Nachricht. Sie sind eine Chance, Schwachstellen aufzudecken, bevor es zu spät ist. Wer jetzt handelt, kann nicht nur Beiträge senken, sondern sicherstellen, dass im Ernstfall auch wirklich genug Geld für den Wiederaufbau vorhanden ist.