MeinungsPilot
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Das Systemversagen der Geldpolitik in den USA und die möglichen Folgen für Deutschland.
Prof. Hans-Werner Sinn warnt vor den Folgen des Pläns, Donald Trumps Präsidentschaft mit der Einnahme Grönlands zu beenden. Der Wirtschaftswissenschaftler sieht hier eine Drohung für die Staatsverschuldung in den USA und damit für die Inflation.
"Der Präsident will jemanden nominieren, der die Zinsen runterdrückt", erklärt Prof. Sinn im Interview. "Das ist ein Risiko für Sparer wie auch für Deutschland."
Die Staatsverschuldung sei der Inflationstreiber par excellence, so Prof. Sinn. Die USA haben sich in den letzten Jahren über beide Ohren verschuldet und haben dann das Geld unter die Leute gebracht. Das bedeutet eine Übernachfrage, die sich früher oder später inflationär entlädt.
"Das ist ein gewaltiger, aber natürliches Risiko", erklärt Prof. Sinn. "Die USA werden ihre Staatsverschuldung nicht einfach so reduzieren können."
Die Eurozone sei entkoppelt von den USA, da sie flexible Wechselkurse hat. Aber die Zinsen führen zugleich wieder zu einer Verkopplung, da das kurzfristige Finanzkapital in Europa flieht.
"Das bedeutet eine Aufwertung des Euros und eine Abwertung des Dollar", erklärt Prof. Sinn. "In Amerika wirkt die Abwertung des Dollars inflationserhöhend, weil die Importwaren nun teurer werden."
Die Zinseffekte führen zu einer Überreaktion der Wechselkurse und beleben die amerikanische Wirtschaft.
"Das bedeutet, dass Deutschland schwerer wird, wenn es um Exporte nach Amerika geht", erklärt Prof. Sinn. "Die Zölle haben allerdings bislang nicht sehr stark als Inflationstreiber gewirkt."
Prof. Sinn sieht auch eine Nachfolge-Diskussion für Christine Lagarde an der Spitze der EZB. Frau Schnabel aus dem Direktorium hat sich selbst ins Gespräch gebracht.
"Frau Schnabel hat sich als Falke erwiesen", erklärt Prof. Sinn. "Sie ist eine Hardlinerin, die für einen konsequenten Kurs steht."
Prof. Sinn befürchtet nicht, dass auf absehbare Zeit das Inflationsziel angehoben wird, aber denkbar ist es allemal.
"Die EZB hat in ihrer Geschichte mehrfach getan", erklärt Prof. Sinn. "Erstmal hieß es Preisstabilität, im Maastrichter Vertrag, also null Prozent. Dann hat man gesagt: Alles bis zwei Prozent nennen wir Preisstabilität."
Inzwischen sagt man, es ist eigentlich auch kein Problem, wenn wir temporär bei drei Prozent sind.
"Je nachdem, wer in Europa der Nachfolger von Frau Lagarde wird, muss man befürchten, dass solche Aufweichungsaktionen weitergehen", erklärt Prof. Sinn.
Prof. Sinn warnt vor den Folgen des Pläns, Donald Trumps Präsidentschaft mit der Einnahme Grönlands zu beenden.
"Das Systemversagen der Geldpolitik in den USA und die möglichen Folgen für Deutschland sind ein ernstes Risiko", erklärt Prof. Sinn. "Sparer müssen sich Sorgen machen, um ihr Erspartes."
Prof. Hans-Werner Sinn warnt vor den Folgen des Pläns, Donald Trumps Präsidentschaft mit der Einnahme Grönlands zu beenden. Der Wirtschaftswissenschaftler sieht hier eine Drohung für die Staatsverschuldung in den USA und damit für die Inflation.
"Der Präsident will jemanden nominieren, der die Zinsen runterdrückt", erklärt Prof. Sinn im Interview. "Das ist ein Risiko für Sparer wie auch für Deutschland."
Die Staatsverschuldung sei der Inflationstreiber par excellence, so Prof. Sinn. Die USA haben sich in den letzten Jahren über beide Ohren verschuldet und haben dann das Geld unter die Leute gebracht. Das bedeutet eine Übernachfrage, die sich früher oder später inflationär entlädt.
"Das ist ein gewaltiger, aber natürliches Risiko", erklärt Prof. Sinn. "Die USA werden ihre Staatsverschuldung nicht einfach so reduzieren können."
Die Eurozone sei entkoppelt von den USA, da sie flexible Wechselkurse hat. Aber die Zinsen führen zugleich wieder zu einer Verkopplung, da das kurzfristige Finanzkapital in Europa flieht.
"Das bedeutet eine Aufwertung des Euros und eine Abwertung des Dollar", erklärt Prof. Sinn. "In Amerika wirkt die Abwertung des Dollars inflationserhöhend, weil die Importwaren nun teurer werden."
Die Zinseffekte führen zu einer Überreaktion der Wechselkurse und beleben die amerikanische Wirtschaft.
"Das bedeutet, dass Deutschland schwerer wird, wenn es um Exporte nach Amerika geht", erklärt Prof. Sinn. "Die Zölle haben allerdings bislang nicht sehr stark als Inflationstreiber gewirkt."
Prof. Sinn sieht auch eine Nachfolge-Diskussion für Christine Lagarde an der Spitze der EZB. Frau Schnabel aus dem Direktorium hat sich selbst ins Gespräch gebracht.
"Frau Schnabel hat sich als Falke erwiesen", erklärt Prof. Sinn. "Sie ist eine Hardlinerin, die für einen konsequenten Kurs steht."
Prof. Sinn befürchtet nicht, dass auf absehbare Zeit das Inflationsziel angehoben wird, aber denkbar ist es allemal.
"Die EZB hat in ihrer Geschichte mehrfach getan", erklärt Prof. Sinn. "Erstmal hieß es Preisstabilität, im Maastrichter Vertrag, also null Prozent. Dann hat man gesagt: Alles bis zwei Prozent nennen wir Preisstabilität."
Inzwischen sagt man, es ist eigentlich auch kein Problem, wenn wir temporär bei drei Prozent sind.
"Je nachdem, wer in Europa der Nachfolger von Frau Lagarde wird, muss man befürchten, dass solche Aufweichungsaktionen weitergehen", erklärt Prof. Sinn.
Prof. Sinn warnt vor den Folgen des Pläns, Donald Trumps Präsidentschaft mit der Einnahme Grönlands zu beenden.
"Das Systemversagen der Geldpolitik in den USA und die möglichen Folgen für Deutschland sind ein ernstes Risiko", erklärt Prof. Sinn. "Sparer müssen sich Sorgen machen, um ihr Erspartes."