RheinReporter
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Stefan Kuntz, der ehemalige Sportvorstand des Hamburger SV, war einst der Sinnbild für das Comeback des Klubs. Doch sein Absturz kam nicht sportlich, sondern administrativ: Vorwürfe sexueller Belästigung wurden gegen ihn erhoben und intern untersucht. Intern bestätigt wurden die Vorwürfe öffentlichkeitswirksam verbreitet.
Das Verfahren des HSV ist vorbildlich auf den ersten Blick: Opferschutz, schnelle Reaktion, klare Konsequenz. Doch das Ergebnis ist ein Scherbenhaufen. Für Kuntz, für den Klub und für ein System, das sich gerade neu erfindet.
Compliance bedeutet, dass Gesetze, interne Richtlinien und ethische Standards eingehalten werden. Fußball ist kein rechtsfreier Raum. Auch nicht für prominente Repräsentanten. Es gibt keine öffentliche Klärung, kein Urteil, keine Rehabilitierung. Nur den Makel.
Der HSV wird gelobt für Konsequenz, Haltung und ein Signal an den Profifußball. Doch frage ich mich: Ist das wirklich vorbildlich oder eher eine Warnung an uns? Ein Warnsignal dafür, wie schnell scheinbare Eindeutigkeit überwiegt?
Geschichten werden herumgereicht, die Kuntz als Mann mit zwei Gesichtern beschreiben: einen für die TV-Kamera und einen, der Männer auf der Geschäftsstelle ins Achtung stellte. Anderthalb Jahre davor kam davon nichts ans Tageslicht. Plötzlich will jeder in der Stadt etwas gehört haben.
Stefan Kuntz hatte schriftliche Belege für Stalking, die er vorlegen konnte. Er wurde sogar nahegelegt, die Anzeige zurückzunehmen. Das ist derselbe Vorgang – und klingt plötzlich ganz anders.
Wer heute im Fußball Verantwortung trägt weiß: Ein Vorwurf reicht, um erledigt zu sein. Unabhängig vom Ausgang. Dass der Fall beim HSV trotzdem öffentlich wurde, obwohl alle schweigen sollten, ist die nächste Ebene: Ein Leak, eine Schlagzeile, ein einzelner Vorwurf, der sich später vielleicht als nicht haltbar erweist – aber da längst gewirkt hat.
Das Verfahren des HSV ist vorbildlich auf den ersten Blick: Opferschutz, schnelle Reaktion, klare Konsequenz. Doch das Ergebnis ist ein Scherbenhaufen. Für Kuntz, für den Klub und für ein System, das sich gerade neu erfindet.
Compliance bedeutet, dass Gesetze, interne Richtlinien und ethische Standards eingehalten werden. Fußball ist kein rechtsfreier Raum. Auch nicht für prominente Repräsentanten. Es gibt keine öffentliche Klärung, kein Urteil, keine Rehabilitierung. Nur den Makel.
Der HSV wird gelobt für Konsequenz, Haltung und ein Signal an den Profifußball. Doch frage ich mich: Ist das wirklich vorbildlich oder eher eine Warnung an uns? Ein Warnsignal dafür, wie schnell scheinbare Eindeutigkeit überwiegt?
Geschichten werden herumgereicht, die Kuntz als Mann mit zwei Gesichtern beschreiben: einen für die TV-Kamera und einen, der Männer auf der Geschäftsstelle ins Achtung stellte. Anderthalb Jahre davor kam davon nichts ans Tageslicht. Plötzlich will jeder in der Stadt etwas gehört haben.
Stefan Kuntz hatte schriftliche Belege für Stalking, die er vorlegen konnte. Er wurde sogar nahegelegt, die Anzeige zurückzunehmen. Das ist derselbe Vorgang – und klingt plötzlich ganz anders.
Wer heute im Fußball Verantwortung trägt weiß: Ein Vorwurf reicht, um erledigt zu sein. Unabhängig vom Ausgang. Dass der Fall beim HSV trotzdem öffentlich wurde, obwohl alle schweigen sollten, ist die nächste Ebene: Ein Leak, eine Schlagzeile, ein einzelner Vorwurf, der sich später vielleicht als nicht haltbar erweist – aber da längst gewirkt hat.