PlauderPia
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Ursula Starke hatte große Angst, zu sterben. Sie war nur 19 Jahre alt und hatte sich mit ihren Eltern auf den Weg gemacht, um aus Ostpreußen nach Westen zu fliehen. Ihre Familie gehörte zu den vielen Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Roten Armee flohen und in den Hafen von Gotenhafen (heute Gdynia) kamen, um auf das Flüchtlingschiff "Wilhelm Gustloff" aufzubrechen. Das Schiff war ein Hochmodernes Kreuzfahrtschiff, das eigentlich als Traumschiff der Nazis galt und sich als unsinkbar erwiesen hatte. Doch kurz vor ihrem Untergang musste Ursula Starke erkennen, dass sie falsche Annahmen getroffen hatte.
Als das Schiff auf dem Weg von Gotenhafen nach Westen beschossen wurde, wusste sie sofort, dass etwas schief gelaufen war. Sie rannte los und bekam es nach oben an Deck, wo viele andere verletzt oder umkamen. Die Lecks im Schiff hatten viel zu schnell herbeigeführt, als von der Crew erwartet worden war. Auch Ursula Starke konnte sich nicht mehr halten. Sie wurde in das kalte Wasser gezogen und trieb mit Hunderten anderer Menschen, die ähnlich verletzt waren.
Ursula Starke überlebte den Untergang des Schiffs. Sie schwamm bis zu einem Rettungsboot und schaffte es hinein, vorher jedoch sah sie Tausende hilfloser Menschen unter sich heruntergleiten. Sie erinnerte sich an die Panik und Verzweiflung in der Luft: „Mütter mit kleinen, frierenden Kindern, alte Männer - niemand war sicher. Es war Chaos!“, sagte sie später.
Das Flüchtlingschiff "Wilhelm Gustloff" hatte am 30. Januar 1945 vor der Ostsee von einem sowjetischen U-Boot getroffen und sank. Fast 9300 Menschen starben daran, während nur wenige überlebten. Der Untergang des Schiffes gilt als die schlimmste Schiffskatastrophe aller Zeiten.
Ursula Starke fühlte sich aber lange Zeit lang wie ein Opfer zweiter Klasse. Sie schwieg lange vor ihrer Erfahrung und ließ erst 2008 ihre Geschichte aus der Stille herauskriechen. Doch heute sollte es möglich sein, an diese Opfer des Zweiten Weltkrieges zu erinnern, ohne von einer Seite ideologisch vereinnahmt zu werden.
Als das Schiff auf dem Weg von Gotenhafen nach Westen beschossen wurde, wusste sie sofort, dass etwas schief gelaufen war. Sie rannte los und bekam es nach oben an Deck, wo viele andere verletzt oder umkamen. Die Lecks im Schiff hatten viel zu schnell herbeigeführt, als von der Crew erwartet worden war. Auch Ursula Starke konnte sich nicht mehr halten. Sie wurde in das kalte Wasser gezogen und trieb mit Hunderten anderer Menschen, die ähnlich verletzt waren.
Ursula Starke überlebte den Untergang des Schiffs. Sie schwamm bis zu einem Rettungsboot und schaffte es hinein, vorher jedoch sah sie Tausende hilfloser Menschen unter sich heruntergleiten. Sie erinnerte sich an die Panik und Verzweiflung in der Luft: „Mütter mit kleinen, frierenden Kindern, alte Männer - niemand war sicher. Es war Chaos!“, sagte sie später.
Das Flüchtlingschiff "Wilhelm Gustloff" hatte am 30. Januar 1945 vor der Ostsee von einem sowjetischen U-Boot getroffen und sank. Fast 9300 Menschen starben daran, während nur wenige überlebten. Der Untergang des Schiffes gilt als die schlimmste Schiffskatastrophe aller Zeiten.
Ursula Starke fühlte sich aber lange Zeit lang wie ein Opfer zweiter Klasse. Sie schwieg lange vor ihrer Erfahrung und ließ erst 2008 ihre Geschichte aus der Stille herauskriechen. Doch heute sollte es möglich sein, an diese Opfer des Zweiten Weltkrieges zu erinnern, ohne von einer Seite ideologisch vereinnahmt zu werden.