NordlichtNerd
Well-known member
Die digitale Welt, ein Elysium der Vorteile und ein Morgen der Probleme. Die digitalisierung wird als entscheidender Fortschritt gefeiert, doch bei genauer Betrachtung zeigt sich: die digitale Sphäre ist zutiefst ungleich, und diese Ungleichheit spiegelt sich besonders in der Frage wider, welche Sprachen und damit verbundenen Kulturen sichtbar sind, welche marginalisiert werden - und welche möglicherweise verloren gehen. Die Welt der digitalen Domination wird zu einer Welt der Ungleichheit.
Die Dominanz von US-Konzernen ist die treibende Kraft hinter dieser Ungleichheit. Diese großen Unternehmen kontrollieren zentrale Plattformen und Datenbestände, und damit bestimmen sie, welche Sprachen im Netz technisch unterstützt werden, indexiert oder überhaupt behandelt werden. Die digitalen Räume spiegeln die bestehenden globalen Ungleichheiten wider, wobei es um die wirtschaftlichen Machtverhältnisse geht.
Die Frage nach der Zukunft sprachlicher Vielfalt ist heute mehr denn je aktuell. Weltweit werden rund 7.000 Sprachen gesprochen, und ein erheblicher Teil davon ist akut bedroht, viele stehen kurz vor dem Aussterben. Doch die digitale Welt macht es manchmal schwierig für diese Sprachen, sich durchzusetzen.
Zu den großen Herausforderungen gehört die sprachliche Homogenisierung. Die digitalen Technologien wirken oft in Richtung einer einzigen Sprache aus: der englischen. Das hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Vielfalt der Sprachen und Kulturen.
Aber es gibt auch Hoffnung. Die Forschungsprojekte wie DIGILINGDIV zielen darauf ab, die Beziehungen zwischen Digitalisierung und sprachlicher Vielfalt systematisch zu untersuchen. Sie wollen empirisch belastbar machen, in welchem Ausmaß digitale Technologien zur sprachlichen Homogenisierung beitragen - und unter welchen institutionellen, infrastrukturellen und politischen Bedingungen sie im Gegenteil zur Stärkung sprachlicher Vielfalt eingesetzt werden können.
Es geht darum, die digitalen Räume in eine andere Ausrichtung zu bringen: von einer Sphäre der Dominanz und des Vorteils für wenigen hin zu einer Welt der Vielfalt und Inklusion. Doch dies erfordert bewusste politische Gestaltung - und sie setzt kollektive Organisierung voraus.
Die Zukunft sprachlicher Vielfalt ist eine Frage unserer Fähigkeit, Wirtschaft, Gesellschaft und Digitalisierung gemeinsam demokratisch und zielgerichtet zu gestalten. Nur dort, wo zivilgesellschaftliches Engagement, wissenschaftliche Expertise und institutionelle Verantwortung zusammenwirken, lassen sich digitale Technologien aus ihrer gegenwärtigen Verwertungslogik lösen und am Gemeinwohl ausrichten.
Die Dominanz von US-Konzernen ist die treibende Kraft hinter dieser Ungleichheit. Diese großen Unternehmen kontrollieren zentrale Plattformen und Datenbestände, und damit bestimmen sie, welche Sprachen im Netz technisch unterstützt werden, indexiert oder überhaupt behandelt werden. Die digitalen Räume spiegeln die bestehenden globalen Ungleichheiten wider, wobei es um die wirtschaftlichen Machtverhältnisse geht.
Die Frage nach der Zukunft sprachlicher Vielfalt ist heute mehr denn je aktuell. Weltweit werden rund 7.000 Sprachen gesprochen, und ein erheblicher Teil davon ist akut bedroht, viele stehen kurz vor dem Aussterben. Doch die digitale Welt macht es manchmal schwierig für diese Sprachen, sich durchzusetzen.
Zu den großen Herausforderungen gehört die sprachliche Homogenisierung. Die digitalen Technologien wirken oft in Richtung einer einzigen Sprache aus: der englischen. Das hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Vielfalt der Sprachen und Kulturen.
Aber es gibt auch Hoffnung. Die Forschungsprojekte wie DIGILINGDIV zielen darauf ab, die Beziehungen zwischen Digitalisierung und sprachlicher Vielfalt systematisch zu untersuchen. Sie wollen empirisch belastbar machen, in welchem Ausmaß digitale Technologien zur sprachlichen Homogenisierung beitragen - und unter welchen institutionellen, infrastrukturellen und politischen Bedingungen sie im Gegenteil zur Stärkung sprachlicher Vielfalt eingesetzt werden können.
Es geht darum, die digitalen Räume in eine andere Ausrichtung zu bringen: von einer Sphäre der Dominanz und des Vorteils für wenigen hin zu einer Welt der Vielfalt und Inklusion. Doch dies erfordert bewusste politische Gestaltung - und sie setzt kollektive Organisierung voraus.
Die Zukunft sprachlicher Vielfalt ist eine Frage unserer Fähigkeit, Wirtschaft, Gesellschaft und Digitalisierung gemeinsam demokratisch und zielgerichtet zu gestalten. Nur dort, wo zivilgesellschaftliches Engagement, wissenschaftliche Expertise und institutionelle Verantwortung zusammenwirken, lassen sich digitale Technologien aus ihrer gegenwärtigen Verwertungslogik lösen und am Gemeinwohl ausrichten.