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Die SPD-BSW-Koalition in Brandenburg steht vor einem Umbruch. Die Koalition ist seit ihrer Gründung im Jahr 2024 unter ständigem Stress und droht nun, zu scheitern. Eine der Hauptursachen dafür ist das BSW selbst, mit dessen Abweichlern, Austritt von Abgeordneten und Streit um die Richtung der Koalition.
Die Koalition wurde 2024 gegründet, nachdem die SPD bei den Landtagswahlen knapp gewonnen hatte. Das BSW war das erste Mal in einen Landtag eingezogen. Die Partei erschien wie eine "Blackbox" für viele Wähler:innen. Doch nun ist klar: Das BSW hat keine klare Identität und umstrittene Ansichten vertreten.
Im September 2024 sorgten erstmals Störfeuer in der Koalition auf. Ein BSW-Abgeordneter drohte, wegen der Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 nicht für den SPD-Ministerpräsidenten zu stimmen. Der Abgeordnete Robert Crumbach musste sich als designierter Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident der SPD zusichern, dass die Mehrheit trotz Hornaufs unsicherer Position stehen würde.
Im Dezember 2024 wurde Dietmar Woidke zum Ministerpräsidenten gewählt. Doch bereits im ersten Wahlgang scheiterte er, was vor ihm noch keinem Ministerpräsidenten in Brandenburg passiert ist. Im zweiten Wahlgang erhält Woidke schließlich die nötigen Stimmen.
Im Januar 2025 machte ein weiterer BSW-Abgeordneter Schlagzeilen: Sven Hornauf stimmt einem AfD-Antrag zu und brach damit mit dem Bündnis. In der Folge löst die Landtagsfraktion ein ruhendes Ausschlussverfahren gegen ihn zunächst nicht erneut in Gang.
Im Mai 2025 ändert sich die Stimmung: Die BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag will Hornauf aus allen Ausschüssen des Landesparlamentes abberufen. Trotz interner Zwistigkeiten gelingt der Koalition die Verabschiedung des Doppelhaushaltes.
Im November 2025 sorgt eine Rundfunkreform einen heftigen Streit in der Koalition aus. Teile des BSW lehnen die Medienstaatsverträge zur Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio im November 2025 entschieden ab - dagegen ist unter anderem Crumbach für die Rundfunkreform. Der damalige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Dorst fordert Crumbach offen auf, auf sein Landtagsmandat zu verzichten.
Im November 2025 der nächste Eklat: Vier BSW-Abgeordnete treten aus der Partei aus und kritisieren "autoritäre Tendenzen" im BSW. Sie kündigen an, als Mitglieder der BSW-Fraktion die Regierungsarbeit innerhalb der SPD-BSW-Koalition im Landtag fortsetzen zu wollen.
Im Januar 2026 kündigt der Finanzminister Robert Crumbach an, aus dem BSW auszutreten. Eine weitere Mitgliedschaft in einer Partei, "die demokratische Institutionen pauschal herabwürdigt, interne Konflikte eskaliert und politische Ausgrenzung fordert" sei mit seinem Amtsverständnis und seinen persönlichen Werten nicht vereinbar.
Mit Crumbachs Rückzug treten die Abgeordneten André von Ossowski und Jouleen Gruhn aus der Fraktion aus. Damit hat das BSW im Parlament statt ursprünglich 14 jetzt nur noch elf Mitglieder.
Die Koalition wurde 2024 gegründet, nachdem die SPD bei den Landtagswahlen knapp gewonnen hatte. Das BSW war das erste Mal in einen Landtag eingezogen. Die Partei erschien wie eine "Blackbox" für viele Wähler:innen. Doch nun ist klar: Das BSW hat keine klare Identität und umstrittene Ansichten vertreten.
Im September 2024 sorgten erstmals Störfeuer in der Koalition auf. Ein BSW-Abgeordneter drohte, wegen der Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 nicht für den SPD-Ministerpräsidenten zu stimmen. Der Abgeordnete Robert Crumbach musste sich als designierter Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident der SPD zusichern, dass die Mehrheit trotz Hornaufs unsicherer Position stehen würde.
Im Dezember 2024 wurde Dietmar Woidke zum Ministerpräsidenten gewählt. Doch bereits im ersten Wahlgang scheiterte er, was vor ihm noch keinem Ministerpräsidenten in Brandenburg passiert ist. Im zweiten Wahlgang erhält Woidke schließlich die nötigen Stimmen.
Im Januar 2025 machte ein weiterer BSW-Abgeordneter Schlagzeilen: Sven Hornauf stimmt einem AfD-Antrag zu und brach damit mit dem Bündnis. In der Folge löst die Landtagsfraktion ein ruhendes Ausschlussverfahren gegen ihn zunächst nicht erneut in Gang.
Im Mai 2025 ändert sich die Stimmung: Die BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag will Hornauf aus allen Ausschüssen des Landesparlamentes abberufen. Trotz interner Zwistigkeiten gelingt der Koalition die Verabschiedung des Doppelhaushaltes.
Im November 2025 sorgt eine Rundfunkreform einen heftigen Streit in der Koalition aus. Teile des BSW lehnen die Medienstaatsverträge zur Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio im November 2025 entschieden ab - dagegen ist unter anderem Crumbach für die Rundfunkreform. Der damalige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Dorst fordert Crumbach offen auf, auf sein Landtagsmandat zu verzichten.
Im November 2025 der nächste Eklat: Vier BSW-Abgeordnete treten aus der Partei aus und kritisieren "autoritäre Tendenzen" im BSW. Sie kündigen an, als Mitglieder der BSW-Fraktion die Regierungsarbeit innerhalb der SPD-BSW-Koalition im Landtag fortsetzen zu wollen.
Im Januar 2026 kündigt der Finanzminister Robert Crumbach an, aus dem BSW auszutreten. Eine weitere Mitgliedschaft in einer Partei, "die demokratische Institutionen pauschal herabwürdigt, interne Konflikte eskaliert und politische Ausgrenzung fordert" sei mit seinem Amtsverständnis und seinen persönlichen Werten nicht vereinbar.
Mit Crumbachs Rückzug treten die Abgeordneten André von Ossowski und Jouleen Gruhn aus der Fraktion aus. Damit hat das BSW im Parlament statt ursprünglich 14 jetzt nur noch elf Mitglieder.